Projektmanagement Archives - Podcast Projektmanagement & PMO https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/tag/projektmanagement/ TPG The Project Group Tue, 16 Dec 2025 16:55:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 #155 Herausforderungen im Projektumfeld der Energiebranche https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/herausforderungen-energiebranche/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/herausforderungen-energiebranche/#respond Tue, 30 Dec 2025 07:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5289 Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des TPG Podcasts! Heute sprechen wir über ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: die Herausforderungen im Projektumfeld der Energiebranche. Die Energiewende, der zunehmende Regulierungsdruck und der technologische Wandel stellen Unternehmen vor enorme Umbrüche – und damit auch ihre Projektlandschaften. Wie kann man in diesem Umfeld erfolgreich Projekte managen? […]

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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des TPG Podcasts!

Heute sprechen wir über ein Thema, das aktueller kaum sein könnte: die Herausforderungen im Projektumfeld der Energiebranche. Die Energiewende, der zunehmende Regulierungsdruck und der technologische Wandel stellen Unternehmen vor enorme Umbrüche – und damit auch ihre Projektlandschaften.

Wie kann man in diesem Umfeld erfolgreich Projekte managen? Welche Kompetenzen sind gefragt, und wie verändert sich das Projektmanagement in einer Branche, die sich im permanenten Wandel befindet?

Darüber spreche ich heute mit Projektmanagement-Experten und Branchenkenner Dr. Thomas Henkelmann. Er gibt uns spannende Einblicke, wie Projekte in dieser dynamischen Branche gesteuert werden – zwischen politischem Druck, wirtschaftlichen Herausforderungen und technologischem Fortschritt.

Viel Spaß beim Zuhören!

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Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Mit Dr. Thomas Henkelmann

Dr. Thomas Henkelmann war seit Mai 2004 Associate Partner bei TPG The Project Group. Seit Januar 2019 ist er geschäftsführender Gesellschafter. Seminare, Schulungen und Implementierungskonzepte für Enterprise Project Management mit Microsoft Project waren die Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Thomas Henkelmann in den letzten Jahren. Jetzt liegt dieser auf Consulting und Vertrieb.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
https://www.linkedin.com/in/dr-thomas-henkelmann-1263222/


Sprungmarken

00:00Intro & Einordnung: Warum die Energiebranche im Umbruch ist 01:33Wie hat sich das Projektumfeld in der Energiebranche verändert? 02:15Was sind die größten Herausforderungen für Projektmanager:innen? 03:24Wie wirken sich Energiewende & Versorgungssicherheit auf Projektziele aus? 04:32Typische Stolpersteine: Genehmigungen, Stakeholder & Politik 06:21Wie beeinflussen Förderprogramme die Projektplanung? 07:43Fehlt eine klare Strategie in der Energiebranche? 08:53Wie gelingt die Balance zwischen kurzfristigen Effizienzprojekten und langfristiger Transformation? 10:52Welche Rolle spielt Projektportfoliomanagement in dieser Dynamik? 14:11Neue Akteure & Kooperationen im Energiesektor – was verändert sich? 16:36Interdisziplinäre Zusammenarbeit: neue Rollen, neue Chancen? 19:45Was kann die Energiebranche von anderen Branchen lernen? 21:14Wo steht die Digitalisierung in der Energiebranche wirklich? 24:00Welche Rolle spielen KI & neue Technologien im Projektmanagement? 27:31Lernkultur & Wissensmanagement bei langfristigen Projekten 33:06Zukunft & Risiken des Projektmanagements in der Energiebranche

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Podcast-Zusammenfassung: Herausforderungen im Projektumfeld der Energiebranche

Warum Projektmanagement in der Energiebranche neu gedacht werden muss

Die Energiebranche steht unter enormem Druck. Sie soll die Energiewende vorantreiben, Versorgungssicherheit gewährleisten und gleichzeitig steigende regulatorische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Anforderungen erfüllen. Politische Vorgaben ändern sich teils im Quartalsrhythmus, technologische Entwicklungen beschleunigen sich rasant – und viele Projekte laufen über Zeiträume, in denen sich Marktbedingungen, Förderlogiken und politische Mehrheiten mehrfach verändern.

In der Podcastfolge „Herausforderungen im Projektumfeld der Energiebranche“ spreche ich mit Dr. Thomas Henkelmann, der seit vielen Jahren Energieversorger, Netzbetreiber und Stadtwerke bei großen und komplexen Projekten begleitet. Im Gespräch wird deutlich: Klassisches Projektmanagement stößt in dieser Branche zunehmend an seine Grenzen. Stattdessen gewinnen strategische Steuerung, Projektportfoliomanagement, Lernkultur und digitale Unterstützung massiv an Bedeutung.

Dieser Artikel fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Gespräch zusammen – kompakt, praxisnah und mit Blick auf die Realität in Unternehmen. Viel Freude beim Lesen!

Energiewende als zentraler Komplexitätstreiber

Die Energiewende ist mehr als ein politisches Ziel – sie ist der zentrale Komplexitätstreiber für Projekte in der Energiebranche. Während früher einzelne Anlagen, Leitungen oder Bauvorhaben im Fokus standen, geht es heute um hochvernetzte Energiesysteme. Strom, Wärme, Photovoltaik, Windenergie und Speicherlösungen müssen gemeinsam geplant, aufeinander abgestimmt und wirtschaftlich bewertet werden.

Hinzu kommt: Diese Systeme unterliegen unterschiedlichen gesetzlichen Vorgaben, Förderlogiken und technischen Abhängigkeiten. Projektziele sind damit nicht mehr statisch, sondern verändern sich im Laufe der Zeit. Neue Regularien, veränderte Marktpreise oder gesellschaftliche Erwartungen wirken direkt auf Projektprioritäten.

Für Projektmanager:innen bedeutet das einen Paradigmenwechsel. Planung ist nicht mehr nur ein einmaliger Akt zu Projektbeginn, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Die Fähigkeit, mit Unsicherheit umzugehen und flexibel nachzusteuern, wird zu einer Schlüsselkompetenz.

Projektmanagement unter permanentem Regulierungsdruck

Eine der größten Belastungen im Projektalltag ist der stetig steigende Regulierungsdruck. Projektleiter:innen sollen verlässliche Termin-, Budget- und Ressourcenpläne erstellen – häufig für Projekte mit Laufzeiten von fünf, zehn oder sogar zwanzig Jahren. Gleichzeitig kommen fortlaufend neue Gesetze, Verordnungen und EU-Richtlinien hinzu, die bestehende Annahmen infrage stellen.

Das führt zu einem strukturellen Dilemma: Abweichungen von ursprünglichen Planungen sind fast unvermeidlich, werden aber dennoch kritisch bewertet – intern wie extern. Projekte geraten unter Rechtfertigungsdruck, obwohl viele Einflussfaktoren außerhalb des direkten Handlungsspielraums liegen.

Diese Situation erzeugt nicht nur organisatorische, sondern auch persönliche Belastungen. Projektmanagement wird in der Energiebranche zunehmend zu einer Rolle, die neben fachlicher Kompetenz auch hohe kommunikative und mentale Stärke erfordert.

Genehmigungen, Stakeholder und politische Unsicherheit

Typische Stolpersteine zeigen sich immer wieder in drei Bereichen: Genehmigungen, Stakeholdermanagement und politische Rahmenbedingungen.

Genehmigungsverfahren sind komplex, langwierig und schwer planbar. Unterschiedliche Behörden, Zuständigkeiten und Interessenlagen treffen aufeinander. Bürgerinitiativen, Umweltauflagen oder nachträgliche Prüfungen können Projekte erheblich verzögern – selbst dann, wenn sie fachlich gut vorbereitet sind.

Gleichzeitig wächst die Zahl der Stakeholder. Neben Auftraggebern und Behörden spielen Investoren, Kommunen, Bürger:innen und Verbände eine immer größere Rolle. Projektkommunikation wird damit zu einem eigenständigen Erfolgsfaktor, der frühzeitig und systematisch eingeplant werden muss.

Erschwerend kommt politische Unsicherheit hinzu. Förderprogramme, Ausbauziele oder Technologieentscheidungen können sich kurzfristig ändern. Für langfristige Infrastrukturprojekte stellt sich damit immer wieder die Frage: Wie belastbar sind heutige Entscheidungen für Investitionen, die sich erst in Jahrzehnten rechnen?

Kurzfristige Effizienz versus langfristige Transformation

Energieunternehmen bewegen sich permanent zwischen zwei Polen. Einerseits müssen bestehende Anlagen optimiert, Effizienzpotenziale gehoben und kurzfristige Maßnahmen umgesetzt werden. Diese Projekte liefern schnelle Effekte und sind oft wirtschaftlich gut kalkulierbar.

Andererseits stehen langfristige Transformationsprojekte an: Dekarbonisierung, Netzausbau, neue Energiequellen und Speichertechnologien. Diese Vorhaben sind kapitalintensiv, risikobehaftet und ihre Amortisation liegt oft weit in der Zukunft.

Der zentrale Konflikt: Ressourcen – Budget, Personal, Aufmerksamkeit – sind begrenzt. Ohne klare strategische Leitplanken droht ein Ungleichgewicht, bei dem entweder kurzfristige Maßnahmen dominieren oder langfristige Investitionen die Organisation überfordern.

Projektportfoliomanagement als strategischer Schlüssel

An diesem Punkt wird Projektportfoliomanagement zum entscheidenden Hebel. Es schafft Transparenz darüber, welche Projekte tatsächlich laufen, welchen strategischen Beitrag sie leisten und wie sie miteinander in Beziehung stehen.

Ein professionelles Projektportfoliomanagement ermöglicht:

  • bewusste Priorisierung statt reaktiver Einzelentscheidungen
  • flexible Reaktion auf Verzögerungen oder regulatorische Änderungen
  • eine ausgewogene Verteilung von Ressourcen über unterschiedliche Zeithorizonte

Es geht nicht mehr nur darum, Projekte effizient umzusetzen. Die zentrale Frage lautet: Machen wir die richtigen Projekte – zur richtigen Zeit und im richtigen Mix?

Neue Akteure, neue Formen der Zusammenarbeit

Die Energiebranche erlebt derzeit einen tiefgreifenden Rollenwandel. Stadtwerke entwickeln sich von klassischen Versorgern zu digitalen Dienstleistern. Start-ups bringen innovative Geschäftsmodelle ein. Tech-Unternehmen liefern Daten-, Plattform- und KI-Lösungen. Netzbetreiber sichern Stabilität und Resilienz der Infrastruktur.

Diese Vielfalt verändert die Projektarbeit grundlegend. Projekte werden interdisziplinärer, organisationsübergreifender und datengetriebener. Klassische Silos stoßen an ihre Grenzen.

Digitale Projektmanagement- und Kollaborationsplattformen ermöglichen erstmals, alle Beteiligten frühzeitig einzubinden – von Behörden über Partnerunternehmen bis hin zu Grundstückseigentümern. Das erhöht Transparenz, beschleunigt Abstimmungen und reduziert Reibungsverluste.

Digitalisierung und KI als Enabler für Steuerung und Prognose

Digitalisierung ist in der Energiebranche oft weiter fortgeschritten, als es von außen wirkt. Asset-Management-Systeme, IoT-Anwendungen und vernetzte Datenplattformen liefern detaillierte Informationen über Netze, Anlagen und Verbrauch.

Künstliche Intelligenz erweitert diese Möglichkeiten erheblich. Sie kann Muster erkennen, Szenarien simulieren und Risiken prognostizieren – etwa in der Ressourcenplanung, bei Genehmigungsrisiken oder wetterabhängigen Bauphasen.

Gerade in komplexen Projektlandschaften hilft KI, fundiertere Entscheidungen zu treffen. Wichtig ist dabei ein verantwortungsvoller Einsatz: mit klaren Governance-Regeln, Datensicherheit und nachvollziehbaren Ergebnissen.

Lernkultur und Wissensmanagement als unterschätzter Hebel

Viele Energieprojekte dauern Jahre oder Jahrzehnte. Wer erst am Projektende aus Erfahrungen lernt, verschenkt enormes Potenzial. Erfolgreiche Organisationen sammeln Lessons Learned kontinuierlich und projektbegleitend – auch dann, wenn Dinge nicht wie geplant laufen.

Das setzt eine offene Fehlerkultur voraus. Lernen funktioniert nur dort, wo Erfahrungen geteilt werden dürfen, ohne Schuldzuweisungen befürchten zu müssen. Ergänzt wird das durch Mentoring-Modelle, Erfahrungsrollen in neuen Projekten und systematisches Wissensmanagement.

Das Wissen ist meist vorhanden – verteilt in den Köpfen der Mitarbeitenden. Die Kunst besteht darin, es sichtbar, zugänglich und nutzbar zu machen.

Ausblick: Projektmanagement als Stabilitätsfaktor der Transformation

Dr. Thomas Henkelmann sieht die Energiebranche an einem entscheidenden Punkt. Die Komplexität wird weiter steigen, ebenso die Geschwindigkeit des Wandels. Projektmanagement wird damit zu einem zentralen Stabilitätsfaktor – für Unternehmen, Mitarbeitende und die gesamte Transformation.

Wer strategisch priorisiert, Portfolio-Transparenz schafft, Digitalisierung nutzt und Lernen ermöglicht, kann auch unter unsicheren Rahmenbedingungen handlungsfähig bleiben. Denn am Ende geht es nicht um perfekte Planung, sondern um die Fähigkeit, sich wirksam anzupassen.


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#150 Rüstungsprojekte – Ein Blick auf Herausforderungen und Chancen https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ruestungsprojekte/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ruestungsprojekte/#respond Tue, 21 Oct 2025 06:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5240 Rüstungsprojekte stehen heute unter einem enormen Druck: Einerseits müssen sie schneller umgesetzt werden als je zuvor, um auf neue Bedrohungen reagieren zu können. Andererseits gibt es viele Vorschriften, politische Abstimmungen und komplexe Prozesse, die Zeit kosten. Das Ergebnis: Oft vergehen Jahre, bis dringend benötigte Ausrüstung tatsächlich verfügbar ist – und das kann im Ernstfall gravierende […]

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Rüstungsprojekte stehen heute unter einem enormen Druck: Einerseits müssen sie schneller umgesetzt werden als je zuvor, um auf neue Bedrohungen reagieren zu können. Andererseits gibt es viele Vorschriften, politische Abstimmungen und komplexe Prozesse, die Zeit kosten. Das Ergebnis: Oft vergehen Jahre, bis dringend benötigte Ausrüstung tatsächlich verfügbar ist – und das kann im Ernstfall gravierende Folgen haben.

Gleichzeitig verändert sich die Rüstungsindustrie selbst:

  • Lieferketten müssen robuster werden,
  • neue digitale Methoden wie modellbasierte Entwicklung bringen frischen Wind,
  • und Cyber-Sicherheit spielt eine immer größere Rolle.

Doch wie lassen sich diese Herausforderungen meistern? Darüber spreche ich heute mit Projektexperten Dr. Thomas Henkelmann, der lange Jahre Unternehmen für große, komplexe Rüstungsprojekte begleitet hat. Gemeinsam werfen wir einen Blick auf die typischen Stolpersteine in dieser Branche – und darauf, welche Lösungen und neuen Ansätze dabei helfen können, Projekte schneller, effizienter und zukunftssicher zu machen.

Viel Spaß beim Zuhören!

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Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Mit Dr. Thomas Henkelmann

Dr. Thomas Henkelmann war seit Mai 2004 Associate Partner bei TPG The Project Group. Seit Januar 2019 ist er geschäftsführender Gesellschafter. Seminare, Schulungen und Implementierungskonzepte für Enterprise Project Management mit Microsoft Project waren die Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Thomas Henkelmann in den letzten Jahren. Jetzt liegt dieser auf Consulting und Vertrieb.

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https://www.linkedin.com/in/dr-thomas-henkelmann-1263222/


Sprungmarken

00:00Bürokratie, Politik und die Langsamkeit der Rüstungsprojekte 02:53Beschleunigungsgesetze, Digitalisierung und neue Chancen für die Industrie 04:41Vergabeverfahren: Spagat zwischen Tempo, Transparenz und Qualität 07:28Lieferketten, Engpässe und europäische Zusammenarbeit 12:02Komplexität moderner Waffensysteme und digitale Entwicklung 16:13Zusammenarbeit, Standards und typische Fehler in Großprojekten 18:38Cyber-Sicherheit als neue Herausforderung im Rüstungsbereich 23:11Fachkräftemangel und Nachwuchsgewinnung in der Rüstungsindustrie 29:18Politische Kontrolle, Finanzierung und Vertragsmodelle 36:40Blick nach vorn: Erfolgsfaktoren für das Projektmanagement der Zukunft

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Werfen Sie einen Blick auf unsere Case Studies für weitere branchenspezifische Herausforderungen:

https://www.theprojectgroup.com/de/case-study-projektmanagement-loesung#c321137


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Podcast-Zusammenfassung: Rüstungsprojekte – Ein Blick auf Herausforderungen und Chancen

Rüstungsprojekte stehen heute unter beispiellosem Druck. Sie sollen schneller und effizienter umgesetzt werden als je zuvor – und gleichzeitig höchsten Sicherheits-, Qualitäts- und Transparenzanforderungen gerecht werden. Neue geopolitische Spannungen, der Krieg in Europa und die wachsende Bedeutung technologischer Souveränität haben die Verteidigungsindustrie in den Fokus gerückt.

In der Podcastfolge „Rüstungsprojekte – Ein Blick auf Herausforderungen und Chancen“ spreche ich mit Dr. Thomas Henkelmann, der seit vielen Jahren große und komplexe Rüstungsprojekte begleitet. Im Gespräch wird deutlich, dass sich die Branche im Umbruch befindet – und dass Digitalisierung, Agilität und Zusammenarbeit über die Zukunftsfähigkeit entscheiden werden. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Inhalte für Sie zusammen. Viel Spaß beim Lesen!


Bürokratieabbau als größter Hebel

Eines der größten Hindernisse für schnellere und bessere Rüstungsprojekte ist die Bürokratie. Zwischen Bedarfsermittlung, Genehmigung, Finanzierung und Auslieferung vergehen oft viele Jahre. Jeder Schritt ist mit komplexen Prüfprozessen, Abstimmungen und formalen Anforderungen verbunden.

Das ist kein Zufall: In Deutschland und der EU sind Rüstungsprojekte an strenge Regularien gebunden – etwa das Vergaberecht, Haushaltsgesetze oder internationale Abkommen. Diese schützen zwar Transparenz und Rechtssicherheit, verhindern aber oft schnelle Entscheidungen. Ein Projekt kann sich mehrfach verzögern, weil politische Mehrheiten wechseln oder Haushaltsmittel neu verteilt werden.

Eine Lösung liegt in klareren Zuständigkeiten und Entscheidungswegen. Wenn weniger Instanzen prüfen und Verantwortlichkeiten eindeutig geregelt sind, lassen sich Prozesse erheblich verkürzen.

Ein Beispiel: Die deutsche Bundesregierung hat in den letzten Jahren mehrere sogenannte „Beschleunigungsgesetze“ beschlossen – etwa zur Flächengewinnung oder Energieversorgung. Ähnliche Ansätze wären auch in der Rüstungsbeschaffung denkbar, indem z. B. Doppelprüfungen entfallen und digitale Freigabeprozesse eingeführt werden.

Zwischen Beschleunigung und Transparenz

Schnelligkeit darf nicht auf Kosten von Qualität und Fairness gehen. Wenn Ausschreibungen stark verkürzt oder Verfahren vereinfacht werden, droht der Verlust an Nachvollziehbarkeit. Fehlerhafte Vergaben oder Qualitätsmängel führen später zu Nacharbeiten, Kostenexplosionen und Vertrauensverlust.

Deshalb braucht es einen ausgewogenen Ansatz. Digitale Plattformen können helfen, Beschaffungsprozesse effizienter und transparenter zu gestalten. Ein gutes Beispiel sind elektronische Vergabesysteme, die europaweit standardisiert arbeiten und Dokumente, Fristen sowie Bewertungen automatisch nachverfolgen. Sie beschleunigen Entscheidungen – und schaffen gleichzeitig lückenlose Nachweise.

Ein zentrales Ziel muss sein, die Akzeptanz in der Öffentlichkeit zu sichern. Wenn Bürgerinnen und Bürger nachvollziehen können, wie und warum bestimmte Aufträge vergeben werden, stärkt das das Vertrauen in Staat und Industrie. Transparenz und Geschwindigkeit müssen also nicht im Widerspruch stehen – sie erfordern lediglich moderne, digital gestützte Verfahren.

Lieferketten stärken – Risiken aktiv steuern

Ein neuralgischer Punkt ist die Abhängigkeit von globalen Lieferketten. Viele essenzielle Komponenten – etwa Elektronik, Sensorik oder spezielle Metalle – stammen von wenigen Herstellern weltweit. Ein Engpass bei einem einzigen Zulieferer kann ganze Projekte lahmlegen.

Ein Beispiel: Während der COVID-19-Pandemie mussten mehrere europäische Munitionshersteller ihre Produktion drosseln, weil Grundstoffe wie Pulver und elektronische Zündsysteme aus Drittstaaten nicht mehr verfügbar waren. Diese Abhängigkeit zeigte, wie verletzlich selbst sicherheitskritische Industrien sind.

Ein wirksames Gegenmittel ist strategische Diversifizierung. Das bedeutet, mehr lokale Lieferanten einzubinden und kritische Komponenten in Europa selbst zu produzieren. Auch der Aufbau strategischer Reserven – etwa von Spezialmetallen oder Fertigungskapazitäten – kann helfen, Krisen zu überbrücken.

Für Projektmanagerinnen und Projektmanager bedeutet das: Risiken müssen frühzeitig erkannt, bewertet und aktiv gesteuert werden. Dazu gehören Szenarioanalysen, Alternativpläne und die kontinuierliche Überwachung der Lieferketten. Risikomanagement wird so zu einem der zentralen Erfolgsfaktoren in modernen Rüstungsprojekten.

Komplexität moderner Systeme

Die technologische Komplexität moderner Rüstungssysteme ist enorm. Flugabwehrsysteme, Panzer oder Kommunikationsnetzwerke bestehen aus hochintegrierten Komponenten: Sensoren, Software, Steuerungen und Plattformen müssen reibungslos zusammenarbeiten – über Länder- und Unternehmensgrenzen hinweg.

Solche Projekte ähneln mehr einem lebenden Organismus als einem klassischen Produkt. Jede Änderung an einem Teil kann Auswirkungen auf das Gesamtsystem haben. Hinzu kommt, dass sich Technologien während der Entwicklungszeit weiterentwickeln – was Anpassungen und zusätzliche Tests nötig macht.

Hier bieten modellbasierte, digitale Entwicklungsansätze einen echten Durchbruch. Mit sogenannten „digitalen Zwillingen“ – virtuellen Abbildern realer Systeme – lassen sich Tests, Simulationen und Integrationsprozesse digital durchführen. So können Fehler und Inkompatibilitäten bereits erkannt werden, bevor ein physisches Produkt entsteht.

Beispiel: In der Luftfahrtindustrie werden Flugzeugmodelle heute vollständig digital entwickelt und getestet, bevor sie in Produktion gehen. Dieses Prinzip lässt sich auch auf Rüstungsprojekte übertragen. Der Vorteil: geringere Kosten, kürzere Entwicklungszeiten und eine höhere Produktqualität.

Cybersicherheit als strategische Aufgabe

Je stärker Systeme vernetzt sind, desto größer ist die Angriffsfläche für Cyberattacken. Die Rüstungsindustrie steht dabei besonders im Fokus – nicht nur durch staatlich gesteuerte Angriffe, sondern auch durch wirtschaftliche Spionage.

Ein bekanntes Beispiel: Der Cyberangriff auf Rheinmetall im Frühjahr 2023. Hacker erbeuteten rund 750 Gigabyte sensibler Daten, darunter technische Details zu Panzerkomponenten und Testprotokollen. Selbst wenn keine geheimen Dokumente betroffen waren, ermöglichten die Informationen Rückschlüsse auf Sicherheitslücken – ein massives Risiko.

Cybersicherheit muss daher von Beginn an Teil des Projektmanagements sein. Dazu gehören strenge Zugriffskontrollen, regelmäßige Sicherheitstests und verschlüsselte Kommunikationswege. Ebenso wichtig ist die Absicherung der gesamten Lieferkette, denn oft sind kleine Zulieferer die schwächsten Glieder.

Nicht zuletzt spielt der Mensch eine zentrale Rolle. Viele Sicherheitsvorfälle entstehen durch Unachtsamkeit. Regelmäßige Schulungen, Sensibilisierungskampagnen und Tests helfen, Risiken zu minimieren. Studien zeigen, dass bereits zehn Prozent der Mitarbeitenden jährlich auf Phishing-Mails hereinfallen – ein Risiko, das nur durch konsequente Aufklärung reduziert werden kann.

Fachkräftemangel als Engpass

Neben technischen Herausforderungen kämpft die Branche mit einem strukturellen Problem: dem Fachkräftemangel.
Bis 2030 könnten laut Schätzungen mehr als 700.000 Stellen in MINT-Berufen unbesetzt bleiben. Für Rüstungsunternehmen, die auf hochqualifizierte Ingenieurinnen, Informatiker und Systemplaner angewiesen sind, ist das ein kritisches Risiko.

Viele Unternehmen reagieren mit gezielten Programmen: duale Studiengänge, Kooperationen mit Hochschulen oder Mentoring-Initiativen. Auch Quereinsteigerinnen aus verwandten Industrien – etwa Automotive oder Maschinenbau – sind zunehmend gefragt.

Zugleich hat sich das gesellschaftliche Bild der Rüstungsindustrie verändert. Seit Beginn des Ukrainekriegs sehen viele Menschen Verteidigung wieder als Teil der Friedenssicherung. Diese Neubewertung stärkt das Employer Branding der Branche. Unternehmen, die Verantwortung übernehmen und moderne Arbeitsbedingungen bieten, können heute deutlich leichter Talente gewinnen als noch vor wenigen Jahren.

Künstliche Intelligenz verändert das Projektmanagement

Künstliche Intelligenz hält zunehmend Einzug in die Projektarbeit. In sicherheitssensiblen Branchen wie der Rüstungsindustrie geschieht das mit besonderer Vorsicht – aber der Nutzen ist enorm.

KI kann Routineaufgaben automatisieren: Projektberichte generieren, Risiken identifizieren, Zeitpläne optimieren oder Dokumente zusammenfassen. Das entlastet Projektmanagerinnen und Projektmanager und schafft Freiraum für strategische und kreative Aufgaben.

Darüber hinaus eröffnet KI neue Wege in der Entwicklung. Durch maschinelles Lernen lassen sich Designs optimieren oder Fehlerquellen in komplexen Modellen erkennen, bevor sie auftreten. In Kombination mit digitalen Zwillingen entstehen Systeme, die sich selbst verbessern – ein Meilenstein für Effizienz und Qualität.

Die große Herausforderung besteht darin, KI verantwortungsvoll zu integrieren: sicher, nachvollziehbar und ethisch kontrollierbar. Nur dann kann sie ihre volle Wirkung entfalten – als Werkzeug, das Menschen stärkt, statt sie zu ersetzen.

Finanzielle Stabilität durch neue Vertragsmodelle

Langfristige Rüstungsprojekte sind finanziell anspruchsvoll. Zwischen Planung und Auslieferung können Jahre oder Jahrzehnte liegen – mit entsprechend vielen Unwägbarkeiten bei Rohstoffpreisen, Technologien oder politischen Prioritäten.

Eine Möglichkeit, Stabilität zu schaffen, sind phasenweise freigegebene Budgets. Jedes Projekt wird in Etappen finanziert, wobei der nächste Abschnitt erst genehmigt wird, wenn der vorherige erfolgreich abgeschlossen ist. Das sorgt für Transparenz, Flexibilität und Kostenkontrolle.

Ein weiteres Modell ist der Cost-Plus-Incentive-Vertrag. Dabei trägt der Staat die tatsächlichen Kosten, gewährt aber Boni, wenn Zeit-, Qualitäts- oder Kostenziele übertroffen werden. Beide Seiten profitieren: Der Staat erhält Effizienz, die Industrie hat einen Anreiz, optimal zu wirtschaften.

Solche Modelle fördern eine partnerschaftliche Zusammenarbeit – weg vom reinen Auftraggeber-Lieferanten-Denken, hin zu gemeinsamen Zielen. Wichtig ist jedoch eine offene Kommunikation über Kosten, Risiken und Chancen. Nur Transparenz schafft Vertrauen – innerhalb der Projekte und in der öffentlichen Wahrnehmung.

Europa als gemeinsames Projekt

Viele der genannten Herausforderungen lassen sich nur gemeinsam lösen. Unterschiedliche nationale Standards, Zulassungsverfahren und Zertifizierungen führen bis heute dazu, dass europäische Projekte parallel entwickelt werden, statt Synergien zu nutzen.

Ein Beispiel ist das Future Combat Air System (FCAS), das von Deutschland, Frankreich und Spanien gemeinsam entwickelt wird. Unterschiedliche nationale Anforderungen, Datenschutzvorgaben und Zuständigkeiten erschweren den Fortschritt erheblich. Ein gemeinsamer europäischer Standard für Qualität, Sicherheit und Kommunikation könnte hier vieles vereinfachen.

Europa hat die Chance, eine eigenständige, innovative und resiliente Verteidigungsindustrie aufzubauen. Das erfordert Mut zu Reformen, aber auch Vertrauen zwischen den Partnern. Wenn Standards, Zertifizierungen und Kompetenzen gegenseitig anerkannt werden, stärkt das nicht nur die Wettbewerbsfähigkeit, sondern auch die strategische Autonomie Europas.

Fazit

Rüstungsprojekte sind weit mehr als technische Großvorhaben. Sie sind ein Spiegelbild wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit, politischer Verantwortung und gesellschaftlicher Werte.

Dr. Thomas Henkelmann sieht die Branche an einem entscheidenden Wendepunkt: Wenn Bürokratie abgebaut, digitale Prozesse genutzt und europäische Kooperationen gestärkt werden, kann daraus eine der innovativsten Industrien des Kontinents entstehen. Am Ende geht es um Verantwortung – gegenüber Sicherheit, Zusammenarbeit und Zukunft. „Denn wer verteidigen kann, schafft erst die Grundlage für Frieden.“


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#149 Der KI-Kompass – Know-how für KI im Projektalltag https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ki-kompass/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ki-kompass/#respond Tue, 07 Oct 2025 06:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5218 Herzlich Willkommen zu einer neuen TPG Podcast-Episode. Heute spreche ich mit Wolfgang Habison und Peter Buchas von PMCC Consulting. Beide sind Trainer, Berater und Coach mit über 15 Jahren Erfahrung in Projekt- und Prozessmanagement sowie Sozialkompetenz-Trainings. Gemeinsam widmen wir uns heute einem Thema, das die Zukunft der Projektarbeit prägt: KI Kompetenz im Projektalltag. Wolfgang und Peter […]

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Herzlich Willkommen zu einer neuen TPG Podcast-Episode. Heute spreche ich mit Wolfgang Habison und Peter Buchas von PMCC Consulting. Beide sind Trainer, Berater und Coach mit über 15 Jahren Erfahrung in Projekt- und Prozessmanagement sowie Sozialkompetenz-Trainings. Gemeinsam widmen wir uns heute einem Thema, das die Zukunft der Projektarbeit prägt: KI Kompetenz im Projektalltag.

Wolfgang und Peter haben bei PMCC den „KI Kompass“ entwickelt – ein Seminarformat, das anhand von KI-Essentials, Use Case-Entwicklung, Tools für Planung, Steuerung und Führung sowie ethischen und datenschutzrechtlichen Aspekten zeigt, wie KI Projektarbeit smarter, effizienter und nachhaltiger machen kann.

In der heutigen Episode stellen wir uns den Fragen: Wo liegen die echten Mehrwerte für Projektmanager:innen? Welche Stolpersteine gilt es zu kennen? Und vor allem: Wie bringt man KI praktisch in den Projektalltag?

Viel Spaß beim Zuhören!

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Tina Ciotola


Mit Wolfgang Habison

Wolfgang Habison arbeitet als diplomierter Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler seit jeher im Spannungsfeld zwischen Menschen und Technologien. Als zertifizierter Projekt- und Prozessmanager mit systemischen Wurzeln beschäftigt er sich seit vielen Jahren mit den Grenzen und Möglichkeiten technischer Hilfsmittel im Projektalltag. Früh hat er den Einsatz von KI als Gestaltungsfeld erkannt und unterstützt Projektmanager:innen dabei, diese Technologien für Optimierungen und Erweiterungen in ihren Projekten und Prozessen nutzbar zu machen.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/wolfgang-habison

und Peter Buchas

Peter Buchas ist als Interimsmanager in Operations und Projektleiter in technischen Industrien sowie für Reorganisationen im Einsatz. Seine Passion ist es, Menschen in Organisationen und Projekten für Lean zu begeistern. Peters Verbindung zu KI: vor sechs Jahren entwickelte er eine HR-Lösung, die prädiktive Analysen basierend auf Reinforcement Learning bietet.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/peterbuchas


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00:00Intro 01:42Wo liegen die größten Potenziale von KI im PM? 02:41Wo liegen die größten Risiken? 11:31KI ohne Strategie nutzen, ja oder nein? 14:28Warum der KI-Kompass? 18:44Die Module im Überblick 22:00Warum ein Modul für soziale Kompetenzen? 26:33Verlieren wir Wissen durch die Arbeit mit KI? 33:53Die beliebtesten Use Cases 27:29Wo geht die Reise hin? 47:03Fazit

Relevante Links / Downloads

Podcasts zu PM-Trainings / Zertifizierungen

  • https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/projektmanagement-lernen-ipma/
  • https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/zertifizierungen-im-projektmanagement/

Podcasts zum Thema KI:

Links zu PMCC, Wolfgang Habison und Peter Buchas


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Podcast-Zusammenfassung: Der KI-Kompass: KI im Projektalltag erfolgreich einführen und nutzen

Künstliche Intelligenz (KI) ist längst keine Zukunftsvision mehr. Sie verändert bereits heute, wie Projekte initiiert, gesteuert und abgeschlossen werden. Doch nicht jede KI-Anwendung verschafft automatisch Mehrwert. Es kommt darauf an, wie und wo Sie KI einsetzen. In der Podcastfolge „Der KI-Kompass – Know-how für KI im Projektalltag“ geben Wolfgang Habison und Peter Buchas von PMCC Consulting konkrete Einblicke. Sie zeigen auf, wie sich KI strukturiert einführen lässt – und was dabei oft unterschätzt wird. In diesem Artikel haben wir die wichtigsten Take-Aways für Sie zusammengefasst.

1. Potenziale erkennen: Automatisierung, Augmentierung, Optimierung

KI bietet drei zentrale Wirkungsebenen. Jede entfaltet sich in unterschiedlichen Tools und Aufgaben.

  • Automatisierung
    Sie nehmen Routine-Aufgaben ab: etwa Status-Reports generieren, Termine koordinieren oder Protokolle aus Meetings zusammenstellen. Dadurch sinkt der Aufwand manuell, und das Projektteam bekommt Freiraum.
  • Augmentierung
    Hier fungiert KI als „Sparringspartner“: Sie hilft bei Ideenfindung, Literatur- oder Quellenrecherche, bei der Vorbereitung auf Entscheidungen oder schwierige Gespräche. KI liefert Impulse, Menschen verfeinern.
  • Optimierung
    Aus vorhandenen Daten entstehen neue Einsichten: Risiken lassen sich früher identifizieren, Abweichungen zwischen Plan und Ist auffinden, Muster erkennen, die auf Verbesserungen hinweisen. Optimierung schafft bessere Steuerung.

Diese Potenziale sind nicht unabhängig zu betrachten. Häufig überlappen sie: Ein Tool, das berichte automatisiert, kann auch analysieren und Verbesserungspotenziale vorschlagen.

Tipp: Wählen Sie zum Pilotieren Ihrer KI einen Anwendungsbereich, in dem alle drei Ebenen zumindest angedeutet sind. Das kann etwa das Risikomanagement oder die Projektfortschrittskontrolle sein. So gewinnen Sie ein umfassenderes Bild vom realen Nutzen der KI-Unterstützung.

2. Risiken nicht unterschätzen: Datenschutz, Ethik und Unternehmenskultur

Mit der Einführung von KI endet nicht das Projektmanagement – neue Verantwortlichkeiten beginnen.

  • Datenschutz & Datenhoheit
    Viele KI-Modelle und Tools speichern Daten, auch Trainingsdaten. Es ist zu prüfen, wer Zugriff hat, wo Daten gespeichert und wie sie verarbeitet werden. Besonders bei externen Tools gelten Sicherheitsanforderungen und Compliance-Regeln.
  • Ethik & Bias
    KI-Systeme spiegeln Verzerrungen ihrer Trainingsdaten wider. Wenn diese nicht bewusst geprüft werden, entstehen ungerechtfertigte Benachteiligungen. Beispiele sind falsche Vorhersagen, unfaire Risikoeinstellungen oder tendenziöse Bewertungen.
  • Führung & Kultur
    Führungskräfte müssen Rahmenbedingungen setzen: klare Verantwortlichkeiten, Rollen, Regeln für KI-Nutzung. Ohne Leadership entstehen Schatten-KI, Doppelgleisigkeiten, unklare Erwartungen. Mitarbeitende brauchen Vertrauen und Mitbestimmung.
  • Transparenz & Nachvollziehbarkeit
    KI-Entscheidungen müssen nachvollziehbar sein – zumindest so weit, dass Kontrolle möglich ist. Es genügt oft nicht, ein Modell laufen zu lassen und sich auf das Ergebnis zu verlassen. Dokumentation, Monitoring und Review sind notwendig.

Tipp: Erarbeiten Sie mit Ihrem Team und der Geschäftsleitung verbindliche Leitlinien für KI-Einsatz: Datenschutzstandards, ethische Prinzipien und wie Verantwortlichkeiten zu verteilen sind. So vermeiden Sie Reibungsverluste und Fehlentwicklungen.

3. Mensch bleibt im Mittelpunkt – trotz KI

KI ist leistungsstark, aber sie kann nicht ersetzen, was Menschen einzigartig macht: Kreativität, Intuition und Empathie. Gerade bei sozialen Kompetenzen stößt KI an ihre Grenzen. Sie kann helfen, Gespräche vorzubereiten oder Konflikte zu simulieren – doch Entscheidungen bleiben menschliche Aufgaben. Wenn KI falsch genutzt wird, droht ein gefährlicher Trend: Unternehmen könnten ihre Belegschaft so stark reduzieren, dass Wissenstransfer und Innovation verloren gehen.

Die wichtigsten Faktoren:

  • Human in the loop“ lautet deshalb das Grundprinzip: KI liefert Vorschläge, Menschen prüfen und entscheiden.
  • Kreativität und Intuition
    Neue Ideen, Visionen, Innovation entstehen nicht allein durch Algorithmen. KI kann Vorschläge machen, Inspiration liefern, aber der kreative Sprung bleibt menschlich.
  • Kommunikation und Empathie
    Wenn es darum geht, Teams zu führen, Stakeholder zu überzeugen oder Konflikte zu lösen, dann zählt der persönliche Umgang. KI kann Textvorschläge liefern oder Gesprächssimulationen anbieten, doch das Gespür für Ton, Timing und Empathie bleibt Aufgabe der Menschen.
  • Entscheidungskompetenz
    Auch wenn KI Vorschläge macht, ist zu prüfen: Passt es zur Strategie? Zu den Werten? Zu den Ressourcen? Wer trägt die Verantwortung, wenn etwas schiefgeht? Menschliche Kontrolle (Human-in-the-Loop) ist kein Add-on, sondern Pflicht.
  • Wissens-Transfer & Lernen
    Wenn KI Aufgaben übernimmt, darf nicht der Blick fürs Ganze verloren gehen. Erfahrung, Projektwissen, informelles Wissen draußen in der Organisation – dafür muss gesorgt sein. Sonst droht „Black-Box-Wissen“, das nicht geteilt wird.

Tipp: Sichern Sie menschliche Beteiligung bewusst: in Entscheidungsphasen, bei der Auswertung der Ergebnisse, in Feedback-Schleifen. So bleibt Qualität erhalten und Akzeptanz wächst.

4. Das KISA-Modell: Struktur für eine gelungene Einführung von KI

Das Seminar von PMCC basiert auf dem eigens entwickelten TISA-Modell, das hilft, KI-Einsätze gezielt zu planen: Dabei steht KISA für:

  • K – Klare Zielsetzung (Use Case definieren)
    Vor Beginn muss klar sein: Was genau soll verbessert werden? Welche Probleme sollen adressiert werden? Nutzen, Wirkung, Stakeholder müssen formuliert sein. Z. B. das Ziel, Projektzeit und Ressourcen transparenter zu planen oder Zielkonflikte früh zu erkennen.
  • I – Identifikation des KI-Typs
    Welche KI-Variante passt zum Use Case? Perzeptive KI (Wahrnehmen, z. B. Bilderkennung oder Sprachverarbeitung), kognitive KI (Verstehen, Analysen, Entscheidungen), interaktive KI (Chatbots etc.), generative KI (Texte, Bilder, Vorschläge), automatisierende KI (Routineaufgaben, Automatisierung von Abläufen). Die korrekte Identifikation verhindert, dass Sie die falsche Lösung einsetzen.
  • S – Szenario im Projektalltag
    Wie sieht die Anwendung konkret aus? Wer liefert die Daten? In welchem Format? Wie oft wird das Tool benutzt? Etwa: Projektleiter:innen geben gesammelte Rohdaten ein, die KI klassifiziert Ziele und schlägt SMART-Formulierungen vor, erkennt Widersprüche oder unklare Formulierungen. Das Szenario muss operationalisierbar sein.
  • A – Auswahl geeigneter Tools & Plattformen
    Anschließend prüfen Sie, welche Software oder Plattform diese Anforderungen erfüllt: Datenformate, Schnittstellen, Bedienbarkeit, Datenschutz, Kosten, etc. Beispiele sind ChatGPT, MS Copilot, Notion AI oder andere Tools, die je nach Use Case geeignet sind. Wichtig: Kompatibilität mit bestehenden Systemen und Nutzbarkeit im Alltag.

Zusätzlich wird das KISA-Modell im PMCC-Ansatz oft ergänzt durch Checklisten wie die D.R.A.K.E.-Formel. Diese helfen beim Gestalten der Prompts, damit die Kommunikation mit der KI klar, effizient und zielgerichtet ist. Dazu gehören Fragen nach Rolle, Kontext, Aufgabe, Format, etc. pma.at

Tipp: Nutzen Sie eine strukturierte Methode bevor Sie in den Markt investieren. So reduzieren Sie Risiko und sorgen für eine stimmige Einführung.

5. Praxisbeispiele & Erfahrungsberichte aus dem Seminar

Wolfgang Habison und Peter Buchas schildern konkrete Use Cases, um greifbar zu machen, wie KI Projekte verändert.

  • Projektzeit- und Ressourcenplanung
    Im Seminar wird gezeigt, wie Rohdaten aus verschiedenen Quellen zusammengetragen werden – z. B. aus Meetingprotokollen, Workshops, Whiteboards – und wie eine KI daraus Informationen extrahiert, Hauptziele und Zusatzziele klassifiziert, SMART-Formulierungen vorschlägt. So entsteht Transparenz über Prioritäten und Zielkonflikte.
  • Risikoabschätzung & Szenarioanalyse
    Anhand interner und externer Daten lassen sich potentielle Risiken früher erkennen. KI kann verschiedene Projektverläufe simulieren – etwa bei Verzögerung einzelner Aufgaben oder Ressourcenengpässen – und Handlungspfade aufzeigen, wie auf Abweichungen zu reagieren wäre.
  • Kommunikation & Stakeholdermanagement
    KI wird eingesetzt, um Feedback aus Stakeholder-Interviews auszuwerten. Ergebnisse werden zusammengefasst, Kernaussagen herausgefiltert. Mitarbeitende erhalten Vorschläge, wie man Präsentationen oder Berichte formulieren kann, um unterschiedliche Interessen zu berücksichtigen.
  • Schnellere Entscheidungsprozesse
    Durch automatisierte Dashboards oder Reportingtools mit KI-komponenten sparen Projektteams Zeit. Dort, wo sie früher zahlreiche Excel-Tabellen manuell gepflegt haben, liefert KI Auswertungen, erkennt Trends und weist auf Abweichungen hin – alles in deutlich kürzerer Zeit.

Diese Beispiele machen eines klar: Die größte Hürde ist nicht die Technik, sondern die Integration. Wenn Abläufe, Rollen und Erwartungen nicht klar sind, bleibt das Potenzial teilweise ungenutzt.

Tipp: Dokumentieren Sie jeden Use Case: Ausgangslage, eingesetzte Tools, Lessons Learned. Teilen Sie Erkenntnisse offen im Team – das fördert Lernkultur und erleichtert spätere Vorhaben.

6. Mindset & Skills – wie Menschen wachsen

KI-Einführung ist mehr als technisches Projekt: Es ist Veränderung im Denken, Handeln und in der Zusammenarbeit.

  • Kompetenzaufbau
    Projektteams brauchen Verständnis für KI-Grundlagen: Was bedeutet maschinelles Lernen, wie funktioniert Generative AI, wo liegen Grenzen? Wer Tools nutzt, sollte wissen, wie sie datenmäßig arbeiten und was Bias bedeutet.
  • Offenheit für Experimentieren und Scheitern
    Nicht jeder Use Case gelingt sofort. Kleine Fehler oder unerwartete Ergebnisse gehören dazu. Wichtig ist, daraus zu lernen, nicht zu verwerfen. Iteration ist Teil der Entwicklung.
  • Einbindung aller Ebenen
    Es genügt nicht, wenn die Führung entscheidet. Mitarbeitende sollten mitreden, mitgestalten. So steigen Akzeptanz und Verbindlichkeit. Auch Stakeholder außerhalb des Projektteams – z. B. Datenschutz, Compliance, Controlling – gehören früh ins Boot.
  • Kommunikation & Transparenz
    Wie arbeiten wir mit KI? Was sind Erwartungen? Was kann sie leisten, und was nicht? Diese Fragen sollten offen diskutiert werden, damit niemand überfordert oder verunsichert wird.

Tipp: Investieren Sie in Schulung & Workshops, nicht nur in Technik. Ermutigen Sie Ihr Team, KI-Skills aufzubauen – durch interne Trainings oder externe Angebote.

7. Blick in die Zukunft – Chancen für Organisationen

Die Entwicklung geht weiter – und wer heute handelt, kann morgen in Führung sein.

  • Regulatorische Rahmenbedingungen
    In Europa kommen zunehmend Regeln für KI-Nutzung: Datenschutz, Transparenzpflichten, mögliche Anforderungen an Audits. Wer jetzt klare Strukturen aufbaut, ist vorbereitet.
  • Wettbewerb durch Innovation
    Unternehmen, die früh KI-Kompetenz haben, werden Prozesse effizienter gestalten, schneller auf Marktveränderungen reagieren und Kundenanforderungen proaktiv bedienen können.
  • Risiken von Komfortfallen
    Wenn KI nur dazu dient, Bestehendes schneller zu machen, aber nichts verändern will, bleibt Innovation auf der Strecke. Es besteht Gefahr, dass Teams sich auf KI-Vorschläge verlassen, ohne zu hinterfragen.
  • Nachhaltigkeit & Verantwortung
    KI-Einsatz muss auch nachhaltig sein: ökologisch (Stromverbrauch, Hardware), sozial (Fairness), ökonomisch (Kosten vs Nutzen über den gesamten Lebenszyklus). Verantwortung sollte nicht allein Technik-Abteilungen überlassen sein.

Tipp: Legen Sie eine Roadmap an: Wo soll KI in 1 Jahr, 3 Jahren sein? Welche Kompetenzen wollen Sie aufbauen? Welche Use Cases könnten mittelfristig strategisch sein? So steuern Sie bewusst in die Zukunft.

Fazit

KI im Projektmanagement birgt enorme Möglichkeiten, wenn sie bewusst und strukturiert eingesetzt wird. Wolfgang Habison und Peter Buchas zeigen, wie „KI kein Selbstzweck“ ist, sondern ein Werkzeug – sinnvoll dort eingesetzt, wo Ziel, Typ, Szenario und Tool sauber zusammenpassen (KISA).

Nur so entfalten Automatisierung, Augmentierung und Optimierung ihr Potenzial – ohne dass Datenschutz, Ethik oder menschliches Miteinander zu kurz kommen. Menschen bleiben am Steuer – KI hilft uns, aber ersetzt uns nicht.

Wenn Sie heute klein anfangen, offen kommunizieren und den Wandel Schritt für Schritt gestalten, dann sind Sie bestens aufgestellt, um Ihre Projekte effizienter, innovativer und nachhaltiger zu führen.


🎧 Hören Sie rein! Das ausführliche Gespräch mit Wolfgang Habison und Peter Buchas bietet viele weitere Insights und Beispiele: https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ki-kompass


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#148 Projektmanagement lernen – Der perfekte Einstieg für die IPMA-Zertifizierung (Level D & C) https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/projektmanagement-lernen-ipma/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/projektmanagement-lernen-ipma/#respond Tue, 23 Sep 2025 06:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5190 Willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts rund um Projektmanagement und Weiterbildung! Heute sprechen wir über ein Thema, das vielen Projektmanagern auf dem Herzen liegt: die fundierte Vorbereitung auf eine IPMA-Zertifizierung – konkret auf die Level D & C. Warum lohnt es sich überhaupt, sich zertifizieren zu lassen? Was bringt eine Ausbildung in den Grundlagen […]

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Willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts rund um Projektmanagement und Weiterbildung! Heute sprechen wir über ein Thema, das vielen Projektmanagern auf dem Herzen liegt: die fundierte Vorbereitung auf eine IPMA-Zertifizierung – konkret auf die Level D & C.

Warum lohnt es sich überhaupt, sich zertifizieren zu lassen? Was bringt eine Ausbildung in den Grundlagen des Projektmanagements – sowohl fachlich als auch für die persönliche Weiterentwicklung? Und was erwartet die Teilnehmenden in unserem speziell konzipierten Seminar für Projektmanagement-Einsteiger?

Dazu habe ich heute Tobias Drugowitsch von PMCC Consulting zu Gast. Als erfahrener Trainer gibt uns Tobias Einblicke in den Aufbau, die Inhalte und die Didaktik des Seminars. Wir sprechen darüber, warum dieses Training jedem Projektmanagemer eine optimales Basis-Kit zur Verfügung stellt, außerdem der ideale Startpunkt für eine Zertifizierung ist, aber auch: welche typischen Aha-Erlebnisse unsere Teilnehmer haben – und wie sich diese Investition in Wissen und Kompetenz langfristig auszahlt. Jetzt reinhören!

Hat Ihnen die Episode gefallen? Dann abonnieren Sie unseren Podcast und holen Sie sich weiterhin wertvolles Praxiswissen direkt auf die Ohren!

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Und Seraphim Sörgel

Tobias Drugowitsch ist Senior Consultant und Partner bei PMCC Consulting in Graz sowie nebenberuflicher Lektor an der Karl-Franzens-Universität Graz (Campus 02) und der FH Joanneum . Er hat an der FH Kufstein Facility Management studiert, verfügt über eine HTL-Ausbildung im Bereich Holztechnik und ist zertifizierter Professional Scrum Master I (PSM I) . Mit über 20 Jahren Erfahrung in projektorientierten Organisationen liegt sein Schwerpunkt auf Projekt- und Risikomanagement, agilen Methoden, Zertifizierungsvorbereitung (IPMA®) sowie Projekt- und Prozesscoaching . Daneben ist er in Lehre, Coaching und der Begleitung komplexer Projekte für nationale und internationale Kunden aktiv.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/tobias-drugowitsch


Sprungmarken

00:00Intro 01:45Was ist das Ziel der Level D und C Zertifizierung? 02:45Für wen eignet sich die Zertifizierung? 04:31Was müssen Sie mitbringen zur Prüfung? 08:04Aufbau des Vorbereitungsseminars 11:45Übungen zu jeder wichtigen Methode 15:34Typische AHA-Erlebnisse 21:07Braucht es eine strukturierte Ausbildung überhaupt? 23:32Unterschied Level D und C 25:44Teilnehmerfeedbacks 29:29Unterstützung im Nachgang 31:39Greifen die Zertifizierungen aktuelle Methoden auf? 33:37Vorteile der Ausbildung im Überblick

Podcast-Zusammenfassung: Projektmanagement lernen – Ihr perfekter Einstieg in die IPMA-Zertifizierung (Level D & C)

Projektmanagement ist heute eine der wichtigsten Fähigkeiten in Unternehmen. Ob bei der Einführung neuer Produkte, der Optimierung interner Prozesse oder bei strategischen Initiativen – Projekte bestimmen den Unternehmenserfolg.

Doch viele Menschen, die plötzlich in Projekten arbeiten, stehen vor einer Herausforderung: Wo fange ich an? Wie lerne ich die Methoden und Strukturen, die erfolgreiche Projekte möglich machen?

Hier setzt unser aktuelles Thema an. Gemeinsam mit Tobias Drugowitsch spreche ich im Podcast darüber, was ein optimales Trainingsangebot beinhalten muss, wenn Sie sich fundiertes Basiswissen im Projektmanagement aneignen oder auf die IPMA-Zertifizierung Level D und C vorbereiten möchten.

Damit ist das Seminar sowohl ein Sprungbrett für Ihre Karriere als auch ein praktisches Training. Es soll Ihnen helfen, Projekte im Unternehmen oder sogar im privaten Umfeld erfolgreich zu steuern. Dieser Artikel fasst die wichtigsten Inhalte des Gesprächs zusammen. Viel Spaß beim Lesen!

Warum eine Zertifizierung der IPMA sinnvoll ist

Die IPMA-Zertifizierung (International Project Management Association) gehört zu den weltweit anerkannten Standards im Projektmanagement. Sie bescheinigt, dass Sie fundierte Kenntnisse und Kompetenzen im Projektmanagement besitzen – und das nicht nur theoretisch, sondern auch in der Anwendung.

Für Unternehmen ist dies ein starkes Signal: Zertifizierte Projektmanagerinnen und Projektmanager bringen Struktur in die Arbeit, arbeiten nach klaren Methoden und können komplexe Herausforderungen besser bewältigen.

Für Sie persönlich bedeutet die Zertifizierung:

  • Klare Orientierung: Sie wissen, welche Methoden wann sinnvoll sind.
  • Karrierechancen: Viele Unternehmen bevorzugen zertifizierte Projektleitende.
  • Selbstvertrauen: Sie erhalten eine unabhängige Bestätigung Ihrer Fähigkeiten.

Die IPMA unterscheidet verschiedene Zertifizierungslevel, die sich an unterschiedliche Erfahrungsstufen richten:

  • Level D – der optimale Einstieg: Ideal für Menschen, die neu im Projektmanagement sind oder erste Berührungspunkte mit Projekten haben.
    Voraussetzung: nur theoretisches Wissen, keine praktische Erfahrung erforderlich.
  • Level C – für Fortgeschrittene: Sie benötigen mindestens drei Jahre Projekterfahrung, davon zwei Jahre in leitender Rolle.

Diese klare Struktur stellt sicher, dass jeder Teilnehmende genau dort abgeholt wird, wo er oder sie aktuell steht.

Der richtige Zeitpunkt, um zu starten

Viele fragen sich: Wann ist der beste Moment, um eine Zertifizierung zu beginnen?

Die Antwort: Je früher, desto besser – besonders für Level D. Sobald Sie in irgendeiner Form mit Projekten arbeiten, ist es sinnvoll, sich theoretisches Wissen anzueignen. Dieses Wissen ist ein Sicherheitsnetz: Es gibt Ihnen eine klare Struktur, auch wenn Sie noch nicht viel praktische Erfahrung haben.

Beispiele:

  • Sie arbeiten in einem Unternehmen, das gerade ein neues IT-System einführt.
  • Sie sind im Marketing tätig und koordinieren die Planung einer großen Kampagne.
  • Sie engagieren sich in einem Verein, der ein Event organisiert.

All das sind Projekte – und genau hier hilft Ihnen Level D.

Für Level C sollten Sie einsteigen, sobald Sie regelmäßig Projekte leiten oder wesentlich mitgestalten. Hier geht es stärker darum, Ihre bisherigen Erfahrungen zu reflektieren und gezielt zu vertiefen.

Ein klarer Vorteil: Die Zertifizierung macht Ihre Erfahrung sichtbar und messbar – und das ist oft ein Karriereschub.

Das Seminar: Eine „Learning Journey“

Das Vorbereitungsseminar zur IPMA-Zertifizierung ist bewusst als „Learning Journey“ konzipiert. Es begleitet Sie Schritt für Schritt von den Grundlagen bis hin zur Prüfung.

1. E-Learning als Startpunkt

Zwei Wochen vor Beginn erhalten die Teilnehmenden Zugang zu einer Online-Lerneinheit. Diese dauert etwa eine Stunde und vermittelt wichtige Grundbegriffe. So beginnt das Präsenzseminar nicht bei null – alle kommen mit einem einheitlichen Basiswissen.

Tipp: Planen Sie diese Stunde bewusst ein, idealerweise an einem ruhigen Ort. Je besser Sie vorbereitet starten, desto mehr profitieren Sie vom Präsenzteil.

2. Fünf intensive Tage vor Ort

Der Herzstück der Ausbildung sind fünf volle Tage, die meist in einem Seminarzentrum wie der IHK München stattfinden. Hier werden Theorie und Praxis eng verzahnt:

  • Gemeinsam arbeiten Sie an einem fiktiven Projekt, das den gesamten Seminarverlauf begleitet.
  • Nach jedem Theorie-Input folgt direkt die Anwendung in Gruppenarbeiten.
  • Sie lernen nicht nur Methoden kennen, sondern erleben sie in Aktion – inklusive typischer Konflikte und Teamdynamiken.

Beispiel: Nach einem Modul zur Zieldefinition formulieren Sie gemeinsam messbare Ziele für das fiktive Projekt. Dabei merken viele, wie schwierig es sein kann, klare und smarte Ziele zu definieren – eine Erfahrung, die im echten Berufsalltag Gold wert ist.

Besonders wertvoll ist der soziale Aspekt: Während der Woche wächst aus den Teilnehmenden ein echtes Team. Unterschiedliche Meinungen und Perspektiven führen zu lebendigen Diskussionen – genau wie in echten Projekten.

3. Reflexion und Transfer

Nach jeder Gruppenarbeit gibt es eine Reflexionsrunde. Hier besprechen Sie:

  • Wie sich die Methode angefühlt hat.
  • Welche Stolpersteine aufgetreten sind.
  • Wie Sie das Gelernte in Ihren Arbeitsalltag übertragen können.

Diese Reflexion sorgt dafür, dass das Wissen nicht nur theoretisch bleibt, sondern tatsächlich anwendbar wird.

4. Vorbereitung auf die Prüfung

Rund drei bis fünf Wochen vor Ihrem individuellen Prüfungstermin findet ein Online-Workshop statt. Hier werden prüfungsrelevante Themen intensiv besprochen.
Sie erhalten Musteraufgaben und erfahren genau, wie der Prüfungsablauf aussieht.
Das gibt Sicherheit und reduziert Prüfungsstress.

Welche Inhalte lernen Sie konkret?

Dank des PMCC-Angebots erhält das Seminar eine klare Content-Struktur, die sowohl methodisch als auch handlungsorientiert ist:

  • Vermittlung von Methoden & Instrumenten für klassische Projektarbeit:
    • Projektdefinition, Zielstruktur (SMART), Projektauftrag
    • Leistungs-, Termin-, Kosten‑ und Ressourcenplanung
    • Stakeholderanalyse, Projektstruktur, Kommunikationsmodelle
  • Prozesswissen rund um Start, Steuerung und Abschluss:
    • Projektstart: Prozessdesign, Team, Meetingstruktur
    • Zyklisches Controlling (Hard und Soft Facts), Projektmarketing intern und extern
    • Krisenmanagement, Projektabschluss mit Review, Lessons Learned, nachhaltiger Wissenstransfer
  • Unterfüttert durch umfassende Praxisunterlagen:
    • Checklisten, Vorlagen, Fotoprotokolle, Vertiefungsliteratur – als solide Handlungsgrundlage und Nachschlagewerk im Alltag

Zusätzlich legt PMCC einen hohen Wert auf Sozialkompetenz und Lernvielfalt: Interaktive Methoden, Storytelling, Erlebnisübungen und reflektierte Rollenarbeit sorgen für nachhaltigen Wissenszuwachs.

Aha-Momente der Teilnehmenden

Viele starten mit Respekt oder sogar Skepsis: „Projektmanagement – das klingt kompliziert und bürokratisch.“ Doch im Laufe des Seminars erleben sie drei typische Aha-Momente:

  1. Projektmanagement ist machbarer, als gedacht. Nicht jede Methode ist Pflicht. Sie lernen, flexibel auszuwählen, was zu Ihrem Projekt passt. Ergebnis: Weniger Überforderung, mehr Klarheit.
  2. Sozialkompetenz schlägt Methodik. Methoden sind wichtig – doch der entscheidende Erfolgsfaktor sind Menschen. Kommunikation, Empathie und Konfliktfähigkeit machen den Unterschied. Oder, wie Tobias es formuliert: „Man muss Menschen mögen.“
  3. Übertragbarkeit in den Alltag. Projektmanagement-Prinzipien funktionieren nicht nur im Job. Auch private Projekte – etwa die Urlaubsplanung mit der Familie – profitieren von klaren Zielen, Zeitplänen und Risikobetrachtungen. So wird Projektmanagement zu einer Denkweise, die das Leben insgesamt erleichtert.

Warum strukturierte Ausbildung überlegen ist

Natürlich könnten Sie sich Projektmanagement-Wissen auch selbst aneignen – durch Bücher, YouTube-Videos oder Learning by Doing. Doch dieser Weg hat klare Nachteile:

  • Keine Struktur: Sie wissen nicht, welche Themen wirklich wichtig sind.
  • Hoher Zeitaufwand: Sie verschwenden Energie auf irrelevante Inhalte.
  • Fehlerquote: Ohne Feedback riskieren Sie, falsche Methoden anzuwenden.

Das Seminar hingegen bietet einen klaren Werkzeugkasten: Sie erhalten geprüfte Methoden, die sofort anwendbar sind. Schon am Tag nach dem Seminar können Sie diese in Ihrem Job einsetzen – etwa für die Planung eines Meetings, die Erstellung eines Terminplans oder das Stakeholdermanagement.

Praxis-Tipp: Beginnen Sie nach dem Seminar mit einem kleinen Pilotprojekt, um Ihr neues Wissen direkt zu festigen. Das kann auch ein internes Projekt ohne großen Druck sein.

Herausforderungen in der Praxis

Ein häufiges Feedback der Teilnehmenden: Sie selbst arbeiten nun strukturiert – doch ihr Unternehmen nicht. Besonders Auftraggeber und Führungskräfte verstehen oft nicht, warum bestimmte Schritte notwendig sind.

Das führt zu Frust und Missverständnissen. Hier hilft es, geduldig aufzuklären und kleine Erfolge sichtbar zu machen. Im Seminar werden Strategien besprochen, wie Sie Ihr Umfeld Schritt für Schritt mitnehmen können.

Langfristiger Nutzen und Karrierevorteile

Das Gelernte zahlt sich in mehrfacher Hinsicht aus:

  • Schnellere Projekte: Klare Strukturen sparen Zeit und reduzieren Chaos.
  • Bessere Kommunikation: Sie wissen, wie Sie mit Stakeholdern effektiv interagieren.
  • Karriereboost: Die Zertifizierung macht Sie sichtbar – sowohl intern als auch auf dem Arbeitsmarkt.

Viele Teilnehmende berichten, dass sie dank des Seminars und der Zertifizierung neue Verantwortungsbereiche übernehmen konnten. Einige nutzten sie sogar als Sprungbrett für den nächsten Karriereschritt.

Fazit: Ihr Einstieg in eine neue Projektwelt

Eine IPMA-Zertifizierung ist weit mehr als nur ein Zertifikat. Sie ist ein Meilenstein für Ihre persönliche Entwicklung und eröffnet neue Perspektiven – sowohl beruflich als auch privat.

Ob Sie auf Level D starten oder direkt in Level C einsteigen: Das strukturierte Vorgehen gibt Ihnen Sicherheit, Orientierung und ein starkes Fundament.

Das Seminar zeigt, dass Projektmanagement kein Hexenwerk ist. Mit der richtigen Mischung aus Methoden, Praxis und Sozialkompetenz können Sie Projekte souverän steuern – und dabei sogar Freude am Prozess gewinnen.

Ein herzliches Dankeschön an Tobias Drugowitsch für die inspirierenden Einblicke und praxisnahen Tipps in unserem Gespräch. Wenn Sie Ihr Projektmanagement-Wissen auf das nächste Level heben möchten, gibt es keinen besseren Zeitpunkt als jetzt.

🎧 Hören Sie rein! Das ausführliche Gespräch mit Tobias Drugowitsch bietet viele weitere Insights und Beispiele: https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/projektmanagement-lernen-ipma


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📥 Download-Tipp: Kennen Sie schon „The PPM Paradise”? In diesem kostenlosen E-Book erfahren Sie, wie das „Paradies für ein unternehmensweites Projektumfeld“ aussehen könnte, in dem jede:r das beruhigende Gefühl hat, immer alles im Griff zu haben – völlig unabhängig von der Technologie. Hier direkt runterladen: https://www.theprojectgroup.com/data/Downloads_eBooks/TPG_PPM_Paradise_eBook_-_TPG_TheProjectGroup.pdf


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Weitere PPM-Infos

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#147 Der Global Young Crew Workshop: Das Flagship-Event für junge PM-Talente https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/147-der-global-young-crew-workshop-das-flagship-event-fuer-junge-pm-talente/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/147-der-global-young-crew-workshop-das-flagship-event-fuer-junge-pm-talente/#respond Tue, 09 Sep 2025 06:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5199 Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts rund um Projektmanagement, Engagement und persönliche Weiterentwicklung. Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines ganz besonderen Events – des Global YoungCrew Workshop 2025, der vom 19. bis 21. September an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin stattfindet. Mein Gast ist Seraphim Sörgel, Ingenieur, […]

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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts rund um Projektmanagement, Engagement und persönliche Weiterentwicklung. Heute werfen wir einen Blick hinter die Kulissen eines ganz besonderen Events – des Global YoungCrew Workshop 2025, der vom 19. bis 21. September an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin stattfindet.

Mein Gast ist Seraphim Sörgel, Ingenieur, Projektleiter und Mitglied im Management Board der YoungCrew der GPM. Gemeinsam mit einem internationalen Team organisiert er dieses Flagship-Event für junge Projektmanager:innen. Unter dem Motto „Shaping the Future“ geht es um die Verbindung von Spaß, Lernen und internationalem Austausch – mit innovativen Formaten wie dem „Minimum Viable PMO“, interaktiven Networking-Sessions und einer Outdoor-Aktivität im Escape-Room-Stil.

Wir sprechen außerdem heute darüber, wie man sich als junger Projektmanagerin über die YoungCrew ehrenamtlich engagieren kann, welche Chancen sich dadurch beruflich wie persönlich eröffnen – und warum gerade dieses Event eine Bühne bietet, um über sich hinauszuwachsen.

Am besten gleich Reinhören!

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Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Und Seraphim Sörgel

Seraphim Sörgel hat als Entwicklungsingenieur angefangen, und sich dann sukzessive in Projektleitungsverantwortung hineingearbeitet. Heute leitet er Neuproduktentwicklungen im IoT-Bereich. Über berufsbegleitende Studiengänge ist er vor drei Jahren auf die GPM aufmerksam geworden und zunächst der Young Crew beigetreten. Seit Ende 2024 sitzt Herr Sörgel im vierköpfigen Young Crew Management Board, wo ich unter anderem die Organisation des Global Young Crew Workshop 2025 in Berlin mitverantworte. „Das schöne an der Young Crew ist, dass man mit den zukünftigen Experten arbeiten kann, Spaß bei der Organisation hat und eine sehr niedrige Eintrittsbarriere hat (gibt es eigentlich nicht).“

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/seraphim-soergel


Sprungmarken

00:00Intro 01:45Der Weg zur YoungCrew 03:05Was ist die YoungCrew? 05:59Wie starten Neulinge? 07:20Flagship-Event: der Global YoungCrew Workshop 08:31Das Motto: Shaping the Future 10:38Zusammenarbeit & Herausforderungen des Events 13:25Interaktives Programm mit vielen Take Aways 20:39Fachlich, menschlich, beruflich – die Vorteile im Überblick 23:56Was waren Stolpersteine für diesen Event? 26:17Erfolgmessung und Next Steps 29:18Fazit

Podcast-Zusammenfassung: Shaping the Future – Warum sich junge PM-Talente den Global Young Crew Workshop 2025 nicht entgehen lassen sollten

Ein internationales Netzwerk aufbauen, Kompetenzen vertiefen und über sich hinauswachsen – all das vereint der Global Young Crew Workshop 2025. Gemeinsam mit Projektleiter und Young Crew-Mitglied Seraphim Sörgel blicken wir hinter die Kulissen des Events und zeigen, wie sehr sich ehrenamtliches Engagement im Projektmanagement lohnen kann.

Ein Event mit echtem Mehrwert

Der Global Young Crew Workshop (GYCW) ist kein gewöhnliches Projektmanagement-Event. Er ist das internationale Flagship-Event der Young Crew der GPM, angesiedelt im Umfeld der IPMA. Vom 19. bis 21. September 2025 wird er an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin stattfinden – parallel zum World Congress der IPMA, der in diesem Jahr sein 60-jähriges Bestehen feiert.

Schon das Setting macht deutlich: Hier treffen sich nicht nur PM-Talente aus Deutschland, sondern Vertreter:innen aus über 20 Nationen. Ein echtes Highlight – und eine organisatorische Herausforderung. Sprache, Kultur, Arbeitsweise: Alles ist bunt gemischt. Genau das ist gewollt.

Wer kann mitmachen – und wie?

Die Young Crew richtet sich an junge Menschen, die sich beruflich im Projektmanagement entwickeln wollen. Alter, Erfahrung oder formale Mitgliedschaft spielen keine Rolle. Wer mitmachen möchte, ist willkommen.

Einfach mal reinschnuppern – das ist ausdrücklich erwünscht. Wer länger bleibt, engagiert sich oft in Regionalgruppen oder Fachkreisen. Im Schnitt sind Mitglieder zwei bis drei Jahre aktiv. Das Onboarding ist niederschwellig organisiert: Regelmäßige Info-Sessions, persönliche Begleitung und individuelle Möglichkeiten zur Mitgestaltung sorgen für einen leichten

Lernen durch Erleben – das steckt im Programm

Der Workshop verfolgt das Motto „Shaping the Future“. Dahinter steckt mehr als ein schöner Claim. Es geht um Kompetenzaufbau, Führungsentwicklung und Persönlichkeitswachstum. Viele der Teilnehmenden sind Berufseinsteiger:innen, die erste Projektverantwortung übernehmen – oder bald übernehmen werden. Hier bekommen sie einen realistischen, motivierenden und praxisnahen Blick auf ihre Zukunft als Projektmanager:innen.

Highlight 1: Das Minimum Viable PMO

Ein zentrales Format des GPM GYCW ist der Workshop zum „Minimum Viable PMO“ (MV PMO). Dahinter steht die Idee, dass viele Project Management Offices zu groß geplant oder ineffizient umgesetzt werden. Das führt zu Frust – bei Stakeholdern wie Mitarbeitenden.

Die Lösung: Ein leichtgewichtiges, flexibles PMO, das schnell aufgesetzt, angepasst und genutzt werden kann. Entwickelt wurde das Konzept von einer Special Interest Group der GPM. In Berlin wird es in einem zweiteiligen Format vorgestellt – mit Input, Fallstudie und Workshop-Elementen. Ziel ist es, dass alle Teilnehmenden das Wissen direkt anwenden können – heute oder morgen im echten Berufsleben.

Highlight 2: Interaktives Lernen mit Fragetechniken

Gleich zu Beginn des Events steht eine Keynote von Kommunikationsexpertin Valerie Rapatz. Ihr Thema: „Die richtige Frage stellen.“ Was banal klingt, ist in der Praxis oft entscheidend. Gute Fragen verhindern Missverständnisse, klären Erwartungen und fördern echte Zusammenarbeit.

Im Anschluss an die Keynote gibt es einen praktischen Workshop. Hier geht es darum, die vorgestellten Fragetechniken selbst zu testen. Das Ziel: Effektiver kommunizieren – insbesondere im Projektkontext. Wer Projekte steuert, weiß: Die richtige Kommunikation ist oft der Schlüssel zum Erfolg.

Highlight 3: Outdoor-Escape für Teamspirit & Netzwerk

Auch das gehört zum festen Bestandteil des GYCW: eine halbtägige Outdoor-Aktivität im Escape-Room-Stil, quer durch Berlin. Diese Erlebnis-Komponente ist mehr als Spielerei. Sie schafft echte Begegnungen. Teams aus verschiedenen Ländern arbeiten gemeinsam an Aufgaben, lösen Rätsel und wachsen zusammen. Wer gemeinsam Herausforderungen meistert, bleibt in Kontakt – oft weit über das Event hinaus.

Internationalität – Herausforderung und Chance

Teilnehmer:innen aus Spanien, Südamerika oder Japan bringen Vielfalt ins Event. Das bringt Chancen, aber auch Herausforderungen mit sich. Die Kommunikation auf Englisch, das Verständnis unterschiedlicher Arbeitskulturen, die Abstimmung über Zeitzonen hinweg – all das erfordert Flexibilität.

Ein Beispiel: Die Anmeldung zum Event erfolgt international unterschiedlich schnell. Während einige Delegationen frühzeitig planen, kommen andere eher kurzfristig dazu. Für das Organisationsteam bedeutet das: agil bleiben, Verständnis haben, anpassungsfähig sein.

Auch das Rahmenprogramm wurde nicht ohne Stolpersteine geplant. Die Koordination mit der IPMA, Vertragsinhalte, internationale Abstimmungen – all das hat Zeit gekostet. Doch genau darin liegt der Lerneffekt: Wer ein solches Event plant, lernt projektübergreifend zu denken – und interkulturell zu handeln.

Ehrenamt mit Impact – persönlich, fachlich, beruflich

Was bringt es, sich in der Young Crew zu engagieren? Die Antwort fällt vielschichtig aus:

Fachlicher Mehrwert

Wer ein Event plant, arbeitet anders als im klassischen Projektalltag. Es gibt neue Prioritäten, andere Zeitlogiken, viele Unwägbarkeiten. Gerade für jemanden aus der Produktentwicklung – wie im Fall von Seraphim Sörgel – ist das eine echte Horizonterweiterung. Und: Viele Erfahrungen lassen sich als Analogie auf den Beruf übertragen.

Menschlicher Zugewinn

Noch größer ist oft der persönliche Gewinn. Das Netzwerk der Young Crew umfasst Menschen aus unterschiedlichsten Branchen, Regionen und Kulturen. Viele Freundschaften entstehen, oft über Landesgrenzen hinweg. Man wächst gemeinsam – und unterstützt sich.

Karriere-Booster

Und beruflich? Wer ehrenamtlich organisiert, sticht aus der Masse hervor. Man zeigt Engagement, Initiative und Leidenschaft. Das bleibt nicht unbemerkt. Oft ergeben sich daraus neue berufliche Optionen, Ideen oder Kontakte.

Learnings aus der Organisation – und der Blick nach vorn

Auch die Organisation eines solchen Events ist ein Lernfeld. Die größten Herausforderungen? Finanzierung, Ausfälle im Team, externe Rahmenbedingungen. In Berlin kommt zusätzlich der Berlin-Marathon ins Spiel – das bedeutet volle Straßen und schwierige Logistik.

Dennoch: Das Team bleibt fokussiert. Auch personelle Engpässe werden intern aufgefangen. Die Entscheidung, nicht kurzfristig jemand Neues ins Team zu holen, sondern bestehende Kapazitäten effizienter zu nutzen, war mutig – und zeigt den Teamgeist der Young Crew.

Wie wird der Erfolg des Events gemessen? Drei Punkte sind entscheidend:

  1. Teilnehmerzahl – sie beeinflusst auch die Finanzierung.
  2. Anzahl internationaler Gäste – je vielfältiger, desto wertvoller.
  3. Budgettreue – das Event soll kostenneutral ablaufen.

Nach dem Event ist vor dem Event: Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für das nationale Young Crew Event 2026. Dort sollen die Erfahrungen aus dem Berliner Workshop direkt einfließen.

Einfach ausprobieren – das ist der Appell

Am Ende steht die Einladung an alle jungen PM-Talente: Trauen Sie sich! Machen Sie mit!

Die Young Crew bietet eine Spielwiese für Experimente, Verantwortung und persönliches Wachstum – ohne Risiko, aber mit großem Lerneffekt. Sie dürfen Fehler machen. Sie dürfen wachsen. Sie dürfen gestalten. Es kostet nichts außer Zeit und Neugier – und das, was man zurückbekommt, ist oft unbezahlbar.

Seraphim Sörgel bringt es auf den Punkt: „Wir reden viel über Dinge – bei uns darf man einfach machen.“

🎧 Hören Sie rein! Das ausführliche Gespräch mit Seraphim Sörgel bietet viele weitere Insights und Beispiele: https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/global-young-crew-workshop-2025


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Weitere PPM-Infos

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#146 Der Wandel – Change ist auch nur ein Projekt (Buchtipp) https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/change-ist-auch-nur-ein-projekt/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/change-ist-auch-nur-ein-projekt/#respond Tue, 26 Aug 2025 14:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5166 Change – für viele Unternehmen ist das heute Dauerzustand. Und doch: Veränderung bleibt oft anstrengend, unübersichtlich und emotional herausfordernd. Strategien scheitern, Mitarbeitende sind verunsichert, Führungskräfte überfordert. Genau hier setzt das Buch „Der Wandel – Change ist auch nur ein Projekt“ an. Statt trockener Fachliteratur wählen die drei Autor:innen einen ganz anderen Weg: Sie kombinieren eine […]

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Change – für viele Unternehmen ist das heute Dauerzustand. Und doch: Veränderung bleibt oft anstrengend, unübersichtlich und emotional herausfordernd. Strategien scheitern, Mitarbeitende sind verunsichert, Führungskräfte überfordert.

Genau hier setzt das Buch „Der Wandel – Change ist auch nur ein Projekt“ an. Statt trockener Fachliteratur wählen die drei Autor:innen einen ganz anderen Weg: Sie kombinieren eine fesselnde Romanhandlung mit fundierter Analyse und echten Stimmen aus der Praxis. Im Zentrum steht dabei das magische Change-Dreieck – bestehend aus Projektmanagement, Führung und Powerskills. Ihre These: Change ist auch nur ein Projekt. Aber eben eines mit ganz besonderen Anforderungen.

Ich freue mich sehr, heute zwei der drei Autor:innen bei mir im Podcast begrüßen zu dürfen: Michaela Flick und Carsten Mende. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Veränderung oft so schwer fällt, wie man sie klüger gestaltet – und warum es sich lohnt, Change endlich als Projekt ernst zu nehmen.

Viel Spaß beim Zuhören!

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Mit Michaela Flick

Michaela Flick ist begeisterte Projektmanagerin, Trainerin und Autorin für ihre Herzensthemen Projektmanagement, Führung – und Change. Seit fast 25 Jahren trainiert und coacht sie Fach- und Führungskräfte und begleitet ihre Kunden in Projekten unterschiedlicher Art als Sparringspartnerin. Sie ist zudem Delegierte der GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement e.V. und Mitglied im Zertifizierungsbeirat der pm-ZERT. Es ist Michaela ein Anliegen, das Thema Projektmanagement mit allen Facetten in die Welt zu tragen mit besonderem Fokus auf den Bereich Powerskills! Als akademische Projektmitarbeiterin an der Hochschule Pforzheim unterstützt sie das Projekt TraFoNetz und macht dabei KMU in der Region fit in den Future Skills.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/michaela-flick

und Carsten Mende

Carsten Mende ist Projekt- und Veränderungsmanager aus Leidenschaft. Er hat zahlreiche Transformationsprojekte im HR-Bereich geleitet – von der Einführung neuer Systeme über den Aufbau von Shared Services bis zur Stabilisierung kritischer Prozesse. Sein Ansatz: komplexe Themen verständlich machen und in umsetzbare Strategien übersetzen, die Menschen wirklich mitnehmen. Als Brückenbauer zwischen HR, IT und Management sorgt er dafür, dass Veränderung nicht nur beschlossen, sondern auch gelebt wird.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/carsten-mende


Sprungmarken

00:00Intro 01:49Alles drin: Story, Know-how, Erfahrung 03:57Storytelling übersetzt wichtige Inhalte 10:49Change ist eben auch nur ein Projekt 14:04Typische Szene: die Mitarbeiterbefragung 16:53Das magische Change-Dreieck 18:44Die größten Schwächen in der Praxis 22:34Fokus PM-Kompetenzen – welche braucht es? 24:28Erfolgsfaktor Sichtbarkeit 27:29Was gibt es in puncto Führung zu beachten? 39:50Soft- bzw. Powerskills – warum sie so wichtig sind 42:11Viele Perspektiven: Die Interviews im Buch 43:55Kommunikationslücke Vision & Werte 50:16Fazit

Relevante Links / Downloads

Hier gehts zum Buch: https://www.linkedin.com/in/michaela-flick/?originalSubdomain=de oder über Amazon

Weitere TPG Podcasts zum Thema Changemanagement:

Changemanagement: so gelingt Veränderung im Unternehmen

Changemanagement-Tipps: So holen Sie Ihre Stakeholder an Board!

Change-Fatigue: So holen Sie Ihre Mitarbeiter aus dem Motivationstief!


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Podcast-Zusammenfassung:

Der Wandel – Change ist auch nur ein Projekt

Was Unternehmen aus dem Buch lernen können


Warum Change schwerfällt – und warum er trotzdem gelingen kann

Veränderung gehört heute zum Alltag von Unternehmen. Neue Technologien, ein dynamisches Marktumfeld und gesellschaftliche Trends machen es notwendig, Strukturen und Arbeitsweisen regelmäßig anzupassen. Doch obwohl Wandel unvermeidbar ist, löst er in vielen Organisationen Stress aus: Strategien scheitern, Mitarbeitende sind verunsichert und Führungskräfte geraten unter Druck.

Genau hier setzt das Buch „Der Wandel – Change ist auch nur ein Projekt“ von Michaela Flick, Matthias Flick und Carsten Mende und an. Ihr Ansatz ist ungewöhnlich: Statt trockener Fachliteratur kombinieren sie eine fesselnde Romanhandlung mit praxisnahen Analysen und Interviews. Der Roman dient dabei als Transportmittel für die zentralen Botschaften: Geschichten helfen, die Dynamiken, Stolpersteine und Erfolgsfaktoren von Veränderungsprozessen erlebbar zu machen.

Teil 1: Change ist ein Projekt – aber kein gewöhnliches

Die zentrale Botschaft lautet: „Change ist auch nur ein Projekt“. Was zunächst simpel klingt, verändert die Sicht auf Veränderung grundlegend. Erfolgreiche Change-Initiativen brauchen dieselbe Sorgfalt wie klassische Projekte: klare Ziele, definierte Rollen, ein strukturierter Ablauf und transparentes Erwartungsmanagement.

Doch Veränderungsprojekte unterscheiden sich in einem entscheidenden Punkt: Sie betreffen Menschen. Während klassische Projekte meist Prozesse oder Technologien verändern, geht es hier um Gewohnheiten, Arbeitsweisen und oft sogar um das Selbstverständnis der Mitarbeitenden. Das macht Change emotional. Angst vor Neuem, Unsicherheit über die eigene Rolle und Sorgen um den Arbeitsplatz gehören zu den größten Blockaden.

Im Podcast wird deutlich, dass diese emotionale Dimension häufig unterschätzt wird. Viele Projekte scheitern nicht an Technik oder Budget, sondern an mangelnder Akzeptanz.

Tipp: Planen Sie Change-Projekte mit derselben Professionalität wie technische Projekte – berücksichtigen Sie aber gezielt die Bedürfnisse, Sorgen und Motivationen der Beteiligten.

Teil 2: Das magische Dreieck des Change-Erfolgs

Das Buch führt das Konzept des „magischen Change-Dreiecks“ ein. Es zeigt, dass erfolgreicher Wandel nur gelingt, wenn drei Dimensionen bewusst zusammenspielen:
Projektmanagement, Führung und Power Skills.

1. Projektmanagement: Struktur schafft Orientierung

Change erzeugt Unsicherheit. Menschen wollen wissen: Warum passiert das? Was ändert sich für mich? Welche Schritte folgen wann? Ein strukturiertes Projektmanagement gibt Antworten und schafft Vertrauen.

Ein zentrales Element ist das Stakeholder-Management. Zu oft werden Betroffene erst spät informiert oder gar nicht eingebunden. Das erzeugt Widerstände und Gerüchte. Erfolgreiche Change-Projekte analysieren frühzeitig, wer betroffen ist, welche Interessen es gibt und wo Unterstützung oder Blockaden zu erwarten sind.

Ein weiteres wichtiges Thema ist die Definition von Erfolg. Häufig gibt es unterschiedliche Perspektiven: Für die Geschäftsführung bedeutet Erfolg vielleicht Kostensenkung, für Teams dagegen Stabilität oder bessere Zusammenarbeit. Werden diese Unterschiede nicht früh besprochen, entstehen Missverständnisse und Konflikte.

Tipp: Erstellen Sie zu Beginn eine Stakeholder-Landkarte und definieren Sie Erfolgskriterien gemeinsam. Transparenz verhindert Reibungsverluste und schafft Sicherheit.

2. Führung: Orientierung statt Mikromanagement

Führung ist der Hebel für erfolgreichen Change – und zugleich eine der größten Herausforderungen. Im Podcast wird deutlich, dass viele Führungskräfte in zwei typische Muster verfallen: Mikromanagement und Willkürentscheidungen.

Mikromanagement lähmt die Eigenverantwortung. Wer jede Entscheidung kontrolliert, erstickt Innovation und Demotivation ist vorprogrammiert. Genauso schädlich sind Willkürentscheidungen: Projekte werden nach Sympathie besetzt, nicht nach Kompetenz. Das führt zu Ungleichgewicht und ineffizienten Teams.

Erfolgreiche Führung im Change bedeutet, den Rahmen zu setzen, Ziele klar zu kommunizieren und gleichzeitig Freiräume für eigenständige Lösungen zu geben. Es geht darum, Orientierung zu schaffen – ohne die Mitarbeitenden ihrer Verantwortung zu berauben.

Tipp: Fokussieren Sie sich als Führungskraft auf das Was und Warum – und lassen Sie das Wie in den Händen der Teams. Vertrauen ist der Motor erfolgreicher Veränderung.

3. Power Skills: Kommunikation, Haltung und Mut

Die Autoren sprechen bewusst von Power Skills statt „Soft Skills“. Fähigkeiten wie Kommunikation, Empathie, Konfliktlösung und Motivation sind keine „weichen“ Faktoren – sie sind der Schlüssel zum Erfolg.

Besonders wichtig ist die eigene Haltung: Führungskräfte müssen wissen, wofür sie stehen und welche Werte ihr Handeln prägen. Diese Klarheit sorgt für Authentizität und Glaubwürdigkeit.

Mut ist ein weiterer zentraler Erfolgsfaktor. Change bedeutet Unsicherheit, und diese lässt sich nur meistern, wenn Führungskräfte und Mitarbeitende bereit sind, Risiken einzugehen, Fehler einzugestehen und Neues auszuprobieren.

Tipp: Schulen Sie gezielt Power Skills – nicht nur bei Führungskräften, sondern in allen Teams. Reflexion, Feedback und Coaching helfen, Klarheit und Selbstvertrauen zu entwickeln.

Teil 3: Typische Stolpersteine – und wie man sie überwindet

Im Podcast werden mehrere Faktoren genannt, die Change-Projekte regelmäßig ausbremsen. Diese lassen sich in drei zentrale Bereiche unterteilen:


1. Silo-Denken blockiert Zusammenarbeit

Einer der größten Bremsfaktoren ist das Silo-Denken. Abteilungen verfolgen eigene Ziele, tauschen Informationen nur selektiv aus und arbeiten aneinander vorbei. Besonders in Veränderungsprozessen verstärkt das Unsicherheiten und Konflikte.

Der Podcast zeigt: Erfolgreiche Unternehmen setzen von Anfang an auf bereichsübergreifende Teams. Unterschiedliche Perspektiven werden bewusst genutzt, um bessere Lösungen zu entwickeln und breitere Akzeptanz zu schaffen.

Tipp: Fördern Sie interdisziplinäre Zusammenarbeit, indem Sie gemeinsame Ziele definieren und den Austausch über Abteilungsgrenzen hinweg aktiv gestalten.

2. Fehlende Übersetzung der Strategie

Visionen, Mission Statements und große Ziele sind wichtig – verlieren aber ihre Wirkung, wenn sie nicht „übersetzt“ werden. Für Mitarbeitende bleiben viele Change-Initiativen abstrakt, weil sie nicht wissen, was diese für ihren Alltag bedeuten.

Ein Beispiel aus dem Podcast: Wenn Unternehmen Sparmaßnahmen ankündigen, ist das für Mitarbeitende zunächst nur ein Schlagwort. Wird jedoch erklärt, dass Investitionen in eine neue Lösung langfristig Kosten sparen, sinken Ängste und Widerstände.

Tipp: Brechen Sie strategische Ziele konsequent auf die Ebene der Teams herunter. Erst wenn Mitarbeitende die Auswirkungen verstehen, entsteht echte Akzeptanz.

3. Fehlendes Projektmarketing

Change braucht Sichtbarkeit. Projekte, die nicht aktiv kommuniziert werden, verlieren schnell an Bedeutung. Häufig scheitert es daran, dass Erfolge nicht gezeigt, Fortschritte nicht geteilt und Meilensteine nicht gefeiert werden.

Der Podcast betont, dass gutes Projektmarketing kein Selbstzweck ist. Es stärkt die Motivation, vermittelt Sinn und hilft, Ressourcen zu sichern.

Tipp: Erzählen Sie die Geschichte Ihres Change-Projekts. Kommunizieren Sie Fortschritte regelmäßig und machen Sie Erfolge sichtbar – auch kleine.

Teil 4: Führung im Spannungsfeld zwischen Strategie, Emotion und Umsetzung

Führungskräfte im Change haben eine anspruchsvolle Aufgabe: Sie müssen strategisch denken, emotionale Dynamiken managen und konkrete Ergebnisse liefern. Dieses Spannungsfeld wird oft als Überforderung wahrgenommen, ist aber genau der Kern guter Führung.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist Selbstreflexion. Wer die eigene Haltung kennt, trifft bessere Entscheidungen und kann authentisch kommunizieren. Coaching ist hier kein Zeichen von Schwäche, sondern ein wertvolles Sparring, um blinde Flecken aufzudecken und neue Perspektiven einzunehmen.

Tipp: Investieren Sie bewusst Zeit in Selbstreflexion. Gute Führung entsteht nicht durch Aktionismus, sondern durch Klarheit – über sich selbst und die eigene Rolle.

Teil 5: Selbstwirksamkeit als Schlüssel

Der vielleicht wichtigste Gedanke des Podcasts lautet: Change gelingt nur, wenn alle Beteiligten Verantwortung übernehmen.

Statt passiv auf Anweisungen von oben zu warten, geht es darum, aktiv mitzugestalten. Eigeninitiative, Beteiligung und das Gefühl von Selbstwirksamkeit sind entscheidend. Oder wie es im Podcast heißt: „Ändere nicht das Spiel, lerne es zu beherrschen.“

Tipp: Fördern Sie eine Kultur, in der Mitarbeitende sich als aktive Gestalter begreifen. Geben Sie Freiräume, Verantwortung und Entscheidungsbefugnisse.

Fazit: Change ist kein Sprint, sondern eine gemeinsame Reise

Der Podcast macht deutlich: Change ist komplex, aber kein Hexenwerk. Mit klaren Strukturen, empathischer Führung und starken Power Skills lassen sich Veränderungen erfolgreich gestalten.

Das Buch zeigt, wie Geschichten helfen, Herausforderungen besser zu verstehen und Handlungsempfehlungen praxisnah zu vermitteln. Die drei Autoren haben eine einzigartige Perspektive auf Change entwickelt, die Theorie und Praxis geschickt verbindet.

Change ist eben auch nur ein Projekt – eines, das uns alle betrifft. Wer die Menschen in den Mittelpunkt stellt, wird nicht nur den Wandel managen, sondern ihn aktiv gestalten.


Weitere PPM-Infos

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#135 Mediation in Projekten – Konflikte konstruktiv lösen https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/mediation-in-projekten/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/mediation-in-projekten/#respond Tue, 25 Mar 2025 09:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5025 Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des TPG Podcasts! Heute tauchen wir ein in ein Thema, das sicher jeder von uns im Projektumfeld schon erlebt hat: Konflikte. Sie schleichen sich oft unbemerkt ein, brodeln im Hintergrund – und ehe man sich versieht, explodieren sie und hinterlassen ein Chaos aus Frust, sinkender Produktivität und sogar hohen […]

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Herzlich willkommen zu einer neuen Folge des TPG Podcasts! Heute tauchen wir ein in ein Thema, das sicher jeder von uns im Projektumfeld schon erlebt hat: Konflikte. Sie schleichen sich oft unbemerkt ein, brodeln im Hintergrund – und ehe man sich versieht, explodieren sie und hinterlassen ein Chaos aus Frust, sinkender Produktivität und sogar hohen Kosten. Ungelöste Konflikte können Teams lähmen, Projekte zum Scheitern bringen und die besten Talente zur inneren oder äußeren Kündigung treiben. Kurz gesagt: Sie sind der Elefant im Raum, den niemand ansprechen will – bis es zu spät ist.

Aber was wäre, wenn wir diesen Elefanten zähmen könnten? Genau hier kommt die Mediation ins Spiel. Mediation ist weit mehr als nur ein Buzzword: Sie ist eine bewährte Methode, um Konflikte nachhaltig zu lösen, Teams wieder handlungsfähig zu machen und sogar langfristige Verbesserungen in der Zusammenarbeit zu schaffen.

Für dieses spannende Thema habe ich heute einen echten Experten zu Gast: Christian Wentorp. Als erfahrener Changemanager und Mediator weiß er aus erster Hand, wie destruktiv Konflikte sein können – und wie viel Potenzial darin steckt, sie mit der richtigen Herangehensweise zu entschärfen. Gemeinsam sprechen wir über die häufigsten Ursachen von Konflikten, die fatalen Folgen, wenn sie ungelöst bleiben, und natürlich darüber, wie Mediation nicht nur Feuer löschen, sondern sogar frischen Wind in Ihre Projekte bringen kann.

🎙Viel Spaß beim Hören UND Umsetzen!

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!


Tina Ciotola


Mit Christian Wentorp

Christian Wentorp ist Mediator und Transformationsmanager aus Leidenschaft. „Gut zuhören, einander verstehen und gemeinsame zukunftsfähige Lösungen erarbeiten – nicht mehr aber auch bestimmt nicht weniger mache ich in meiner Arbeit als Mediator“. Authentisch. Ehrlich. Wirkungsvoll. Dabei hilft ihm eine 25-jährige Erfahrung als Trainer, Coach und Mediator mit dem Hintergrund einer langjährigen Tätigkeit als Führungskraft und Prokurist in der größten deutschen Sparkasse.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/christian-wentorp


Sprungmarken

00:00Intro 01:33Ursachen und Auswirkungen von Konflikten im PM 07:48Was ist Mediation und warum ist sie so wichtig? 13:25Kurz- und langfristiger Effekt der Mediation 15:20Unterschied zu anderen Ansätzen 17:32Wie nachhaltig ist Mediation? 18:40Kann Mediation systemische Schwächen aufdecken? 22:22Was macht einen guten Mediator aus? 23:39Wie ist der Ablauf einer Mediation? 34:02Welche Rolle spielt der Mediator? 36:22Ablauf-Beispiel 38:45Ein Blick in den Methodenkoffer 42:17Wie starten? 47:45Fazit

Relevante Links / Downloads

Website von Christian Wentorp: www.christian-wentorp.de

Weiterer Podcast zum Thema Konfliktmanagement:


Zusammenfassung Podcast: Wenn’s kracht im Projekt: Wie Mediation Konflikte klärt und Teams stärkt

Konflikte in Projekten sind keine Ausnahme – sie sind die Regel. Unklare Ziele, Kommunikationslücken oder persönliche Spannungen bremsen Projekte aus, gefährden Ergebnisse und kosten Energie. Doch es gibt einen Weg, diese Konflikte nicht nur zu lösen, sondern daraus neue Kraft zu schöpfen: Mediation.

Im Gespräch mit Christian Wentorp, Change Manager und erfahrener Mediator, haben wir beleuchtet, wie Konflikte entstehen, welche Folgen sie haben – und wie Mediation zum echten Wendepunkt werden kann.

Warum Konflikte im Projekt entstehen

Unklare Rollen, widersprüchliche Erwartungen, fehlende Kommunikation – all das schafft Nährboden für Konflikte. Häufig brodeln sie unter der Oberfläche, bis sie eskalieren. Die Folgen: sinkende Produktivität, demotivierte Teams und im schlimmsten Fall Projektabbruch.

Besonders kritisch wird es, wenn Konflikte lange ignoriert werden. Dann entsteht Frust, es bilden sich Lager, Kommunikation findet nur noch zwischen bestimmten Personen statt – und Innovation? Fehlanzeige.

🎯 Tipp: Achten Sie auf Frühwarnzeichen wie Stillstand in Meetings, sarkastische Kommentare oder plötzliche Funkstille. Früh erkannt, ist halb gelöst.

Was Mediation wirklich leistet

Mediation bedeutet: Ein neutraler Dritter hilft, Konflikte konstruktiv aufzulösen. Dabei geht es nicht um Schuld oder Rechthaben, sondern um echtes Verstehen. Die Beteiligten entwickeln gemeinsam Lösungen – freiwillig, vertraulich und auf Augenhöhe.

Christian Wentorp betont: „In der Mediation entsteht oft eine neue Energie – fast wie nach einem reinigenden Gewitter.“ Besonders in Projekten, die unter Zeitdruck stehen, ist Mediation eine kraftvolle Methode, um Teams wieder handlungsfähig zu machen.

🎯 Tipp: Setzen Sie Mediation nicht erst dann ein, wenn alles brennt. Auch bei ersten Spannungen kann sie viel bewirken – und langfristig Vertrauen aufbauen.

Kurzfristig lösen, langfristig wachsen

Mediation wirkt auf zwei Ebenen:

  1. Kurzfristig sorgt sie dafür, dass die Zusammenarbeit wieder funktioniert.
  2. Langfristig stärkt sie das Miteinander, die Kommunikation – und die Fähigkeit, mit zukünftigen Spannungen besser umzugehen.

Ein Beispiel aus dem Podcast: Ein Team, das über Monate hinweg nicht mehr miteinander gesprochen hatte, arbeitete nach einem intensiven Mediationstag wieder effizient zusammen. Das Eis war gebrochen, Missverständnisse wurden geklärt – und neue Vereinbarungen getroffen.

🎯 Tipp: Vereinbaren Sie nach der Mediation ein Follow-up-Treffen („Realitätscheck“), um zu prüfen, ob die Vereinbarungen tragen – und um gegebenenfalls nachzuschärfen.

Der Unterschied zu anderen Ansätzen

Was macht Mediation so besonders?

  • Freiwilligkeit: Alle Beteiligten entscheiden sich bewusst für den Prozess.
  • Allparteilichkeit: Der Mediator unterstützt alle Seiten gleichermaßen, ohne Partei zu ergreifen.
  • Eigenverantwortung: Die Lösung kommt nicht „von außen“, sondern wird gemeinsam erarbeitet.

Im Gegensatz zu Gerichtsverfahren oder hierarchischen Entscheidungen stärkt Mediation die Eigenverantwortung der Beteiligten – und genau das macht die Lösungen tragfähig.

🎯 Tipp: Wenn Sie selbst Teil des Konflikts sind, holen Sie externe Hilfe. Führung und Moderation gleichzeitig zu übernehmen, funktioniert selten.

Konflikte zeigen, wo das System wackelt

Ein großer Mehrwert der Mediation: Sie deckt systemische Schwächen auf. Wiederkehrende Spannungen an denselben Schnittstellen? Ein Zeichen für unklare Rollen, fehlende Prozesse oder kulturelle Probleme.

In der Mediation entsteht ein geschützter Raum, in dem auch heikle Themen zur Sprache kommen, wie fehlende Wertschätzung, toxische Dynamiken und strukturelle Unklarheiten.

🎯 Tipp: Nutzen Sie Mediation auch als Analysewerkzeug. Sie zeigt nicht nur, was nicht läuft – sondern oft auch warum.

Wie eine Mediation abläuft und welche Methoden eingesetzt werden

Christian Wentorp arbeitet in der Mediation mit einem klaren Ablauf – und einem praxiserprobten Methodenkoffer:

1. Vorgespräch

Hier klärt der Mediator mit dem Auftraggeber:

  • Wer ist beteiligt?
  • Gibt es Freiwilligkeit?
  • Was wurde bisher versucht?
  • Wie sieht der organisatorische Rahmen aus?

🎯 Tipp: Wählen Sie für die Mediation einen neutralen Raum außerhalb des Projektkontexts – das schafft Abstand und Offenheit.

2. Analysephase mit Einzelinterviews

Der Mediator spricht zuerst mit den Konfliktparteien einzeln – ohne dass die andere Seite zuhört. Das senkt die Hemmschwelle, offen zu sprechen.

Methode: Zuhör-Setting mit Rückspiegelung

Die andere Partei sitzt im Hintergrund, darf nicht reagieren. Der Mediator spiegelt das Gehörte, stellt Verständnisfragen und schafft Raum für Perspektivwechsel.

🎯 Tipp: Schon in dieser Phase passiert viel – oft reicht echtes Zuhören, um Verständnis zu schaffen.

3. Gemeinsame Aussprache und Perspektivarbeit

Jetzt kommen die Parteien an einen Tisch. Es geht nicht darum, „wer recht hat“, sondern was jeder braucht, damit Zusammenarbeit wieder funktioniert.

Methode: Klärungshilfe (nach Schulz von Thun)
Der Mediator formuliert stellvertretend, was Konfliktparteien oft selbst nicht aussprechen können. Er „leiht“ den Beteiligten Worte und überprüft: „Stimmt das so für Sie?“

Methode: Ressourcensicht
Es wird auch gefragt: Was schätzen Sie an der anderen Person? oder Was lief trotz allem gut? – das bringt neue Energie in festgefahrene Situationen.

🎯 Tipp: Nicht alles muss rational gelöst werden – oft geht es um Gefühle, die gehört und verstanden werden wollen.

4. Ideensammlung und Lösungserarbeitung

Methode: Kartenabfrage & Ideen-Clustering
Alle Beteiligten schreiben Ideen für eine bessere Zusammenarbeit auf Karten. Diese werden in Rubriken sortiert: Zustimmung, Klärungsbedarf oder Veto.
Das Besondere: Ein Veto muss nicht begründet werden. So entsteht Offenheit, ohne Druck.

🎯 Tipp: Der Fokus liegt immer auf gemeinsamen Interessen, nicht auf Positionen. Das bringt echte Lösungen hervor.

5. Verbindliche Vereinbarungen

Am Ende werden konkrete Absprachen getroffen:

  • Wer tut was bis wann?
  • Welche Verhaltensweisen werden neu vereinbart?
  • Wie gehen wir mit Regelverstößen um?

🎯 Tipp: Vereinbarungen sollten schriftlich fixiert und gemeinsam getragen sein – das schafft Klarheit und Verbindlichkeit.

6. Follow-up: Der Realitätscheck

Etwa 4–6 Wochen später folgt ein Termin zur Überprüfung:

  • Tragen die Vereinbarungen?
  • Was läuft gut?
  • Wo braucht es Anpassungen?

🎯 Tipp: Vermeiden Sie Rückfälle in alte Muster, indem Sie bewusst reflektieren. Das erhöht die Nachhaltigkeit der Mediation erheblich.

Die Rolle des Mediators

Ein Mediator ist nicht Richter, Coach oder Therapeut. Seine Rolle ist klar: Er schafft den Rahmen, sorgt für Struktur, fördert Verständnis und ermöglicht Lösungen – ohne selbst welche vorzugeben.

Dafür braucht es Ruhe, Empathie und die Fähigkeit, auch in emotional aufgeladenen Situationen präsent zu bleiben. „Ich bringe keine Lösung mit – ich helfe, sie zu entwickeln“, sagt Christian Wentorp.

🎯 Tipp: Vertrauen Sie auf die Prozesskompetenz des Mediators – und geben Sie ihm den Raum, den es dafür braucht.

Mediation als Teil einer gesunden Projektkultur

Mediation funktioniert besonders gut, wenn sie nicht als „Notlösung“ betrachtet wird – sondern als fester Bestandteil einer konstruktiven Projektkultur.

Was das heißt?

  • Raum für echte Gespräche schaffen
  • Führungskräfte in Konfliktwahrnehmung schulen
  • Regelmäßige Retrospektiven, auch zur Zusammenarbeit
  • Klarheit über Rollen, Werte und Erwartungen

🎯 Tipp: Führen Sie in Ihren Projekt-Weeklies auch mal ein kurzes Stimmungsbild ein. Eine einfache Skala von 1–10 (Wie geht’s mir heute?) kann viel bewirken.

Fazit: Konflikte sind kein Risiko – wenn Sie sie ernst nehmen

Christian Wentorp bringt es auf den Punkt:
„Gut bearbeitete Konflikte führen oft zu einer besseren Zusammenarbeit als vorher.“
Was es dafür braucht? Den Mut hinzusehen. Und die Bereitschaft, gemeinsam zu lernen.

🎯 Tipp: Sehen Sie Konflikte nicht als Problem, sondern als Einladung zur Entwicklung – für Teams, Projekte und die gesamte Organisation.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Mediation gemacht?
Wie gehen Sie in Ihren Projekten mit Spannungen um? Ich freue mich auf Ihre Gedanken, Impulse oder Fragen in den Kommentaren.

Sie möchten das ganze Gespräch hören? Die Podcast-Episode zu diesem Artikel finden Sie hier: https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/mediation-in-projekten


Wenn Sie die nächste Folge unserer TPG Shorties nicht verpassen wollen, dann tragen Sie sich für die TPG MonatsInfos ein (www.theprojectgroup.com/newsletter) oder folgen Sie unserem LinkedIn-Profil. Schön wäre auch, wenn Sie unsere LinkedIn-Inhalte in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen (z.B. mit einem Like) 😊


📥 Download-Tipp: Kennen Sie schon „The PPM Paradise”? In diesem kostenlosen E-Book erfahren Sie, wie das „Paradies für ein unternehmensweites Projektumfeld“ aussehen könnte, in dem jede:r das beruhigende Gefühl hat, immer alles im Griff zu haben – völlig unabhängig von der Technologie. Hier direkt runterladen: https://www.theprojectgroup.com/data/Downloads_eBooks/TPG_PPM_Paradise_eBook_-_TPG_TheProjectGroup.pdf


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#134 Emotionale Intelligenz im Projektmanagement – Studienergebnisse & Tipps https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/emotionale-intelligenz/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/emotionale-intelligenz/#respond Tue, 11 Mar 2025 07:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5017 Studien zeigen, dass emotionale Intelligenz nicht nur die persönliche Leistungsfähigkeit steigert, sondern auch ein Schlüsselfaktor für effektive Führung und Teamarbeit ist. Im Kontext von Projektmanagement, wo Deadlines, Budgets und Stakeholder-Management oft zu einem enormen Druck führen, kann emotionale Intelligenz den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Projektmanager mit einem hohen EQ können Konflikte besser […]

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Studien zeigen, dass emotionale Intelligenz nicht nur die persönliche Leistungsfähigkeit steigert, sondern auch ein Schlüsselfaktor für effektive Führung und Teamarbeit ist. Im Kontext von Projektmanagement, wo Deadlines, Budgets und Stakeholder-Management oft zu einem enormen Druck führen, kann emotionale Intelligenz den entscheidenden Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg ausmachen. Projektmanager mit einem hohen EQ können Konflikte besser lösen, Motivation innerhalb des Teams fördern und eine vertrauensvolle Arbeitsatmosphäre schaffen.

Unser heutiger Gast Senior Content Analyst bei Capterra Ines Bahr hat kürzlich eine umfassende Studie zu diesem Thema durchgeführt und 2.500 Projektmanagement-Fachleute in 12 Ländern befragt – darunter 200 Teilnehmer aus Deutschland. Die Ergebnisse bieten spannende Einblicke, wie emotionale Intelligenz den Erfolg von Projekten nachhaltig beeinflussen kann.

In unserem Gespräch werden wir gemeinsam mit Frau Bahr die wichtigsten Erkenntnisse dieser Studie beleuchten und praxisnahe Tipps für Projektmanager*innen geben, die ihre emotionale Intelligenz stärken möchten.

🎙Viel Spaß beim Hören UND Umsetzen!

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Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!


Tina Ciotola


Mit Ines Bahr

Ines Bahr ist Senior Content-Analystin bei Capterra mit fast zehn Jahren Erfahrung im Bereich Content-Marketing und Technologietrends. Ihre Schwerpunkte sind Projektmanagement, HR, Cybersicherheit und Digitalisierungsstrategien. Ihre Digitalisierungstipps basieren auf mehr als 30 Studien, die sie für den deutschen und andere Märkte auf der ganzen Welt durchgeführt hat.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/ines-bahr


Sprungmarken

00:00Intro 01:19Was ist Emotionale Intelligenz? 04:19Was misst der EQ? 03:28Unterschied EQ und Soft-Skills 12:17Die 4 Schritte im Stakeholderprozess 04:24Kernfragen der Studie 05:31Welche Aspekte von EQ sind besonders relevant? 07:04Anstieg von EQ-Techniken im Projektumfeld 09:54Herausforderungen in der Umsetzung 12:17Tipps für Emotionale Intelligenz unter Stress 14:41Wie lässt sich Emotionale Intelligenz weiterentwickeln? 17:05Unterstützende Tools 20:10Wie lässt sich der EQ messen? 22:45EQ für Führungskräfte 24:12Verändert KI den Stellenwert von EQ? 25:09Fazit

Relevante Links / Downloads

Capterra-Studie: https://www.capterra.com.de/blog/7168/studie-emotionale-intelligenz

Wir haben für Sie die wichtigsten Tipps zusammengefasst – jetzt downloaden:


Zusammenfassung Podcast: Emotionale Intelligenz im Projektmanagement – Studienergebnisse & Tipps

Emotionale Intelligenz (EQ) ist ein entscheidender Erfolgsfaktor im Projektmanagement. In unserem Podcast haben wir mit Ines Bahr von Capterra über ihre aktuelle Studie gesprochen, die zeigt, wie EQ den Projekterfolg beeinflusst. Wir teilen die wichtigsten Erkenntnisse und praxisnahe Tipps, um die eigene emotionale Intelligenz zu trainieren.

Was ist emotionale Intelligenz und warum ist sie so wichtig?

Emotionale Intelligenz ist die Fähigkeit, eigene und fremde Emotionen wahrzunehmen, zu verstehen und zu steuern. Im Gegensatz zur kognitiven Intelligenz (IQ), die analytische und logische Fähigkeiten misst, geht es beim EQ um zwischenmenschliche Interaktionen. Ein hoher EQ hilft Projektmanagern, empathischer zu führen, Konflikte zu lösen und eine positive Arbeitsatmosphäre zu schaffen.

In Projekten bedeutet das: Wer Emotionen versteht, kann Konflikte schneller erkennen und entschärfen, Teammitglieder motivieren und die Kommunikation verbessern. Gerade in dynamischen Umfeldern sind diese Fähigkeiten essenziell, um Herausforderungen erfolgreich zu meistern.

Tipp: Achten Sie bewusst auf Ihre eigenen Emotionen und die Ihrer Teammitglieder. Wer Emotionen erkennt, kann gezielter handeln.

Ergebnisse der Studie: EQ beeinflusst den Projekterfolg

Laut der Studie von Capterra sind 97 % der befragten Projektmanager überzeugt, dass emotionale Intelligenz den Projekterfolg positiv beeinflusst. Besonders relevant sind Empathie, Kommunikationsfähigkeit und Geduld, da sie sich direkt auf die Teamdynamik und Motivation auswirken. Ein gut geführtes, motiviertes Team meistert selbst komplexe Herausforderungen besser.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die wachsende Bedeutung von EQ-Techniken. 80 % der Projektmanager berichten, dass sie in den letzten zwei Jahren vermehrt emotionale Intelligenz in ihrer Arbeit einsetzen. Ursachen dafür sind unter anderem die Zunahme von virtueller Zusammenarbeit, diversere Teams und steigende Anforderungen an den Umgang mit Stress und Kunden.

Tipp: Bauen Sie gezielt eine vertrauensvolle Teamkultur auf. Klare Kommunikation und Offenheit fördern Motivation und Zusammenarbeit.

Herausforderungen bei der Anwendung emotionaler Intelligenz

Viele Projektmanager stehen vor der Herausforderung, in stressigen Situationen ruhig zu bleiben und Emotionen richtig zu deuten. Konfliktlösung, Selbstkontrolle und das Erkennen von Emotionen sind laut Studie die größten Stolpersteine. Gerade in Stresssituationen ist es schwierig, gelassen und reflektiert zu reagieren.

Zusätzlich erschwert die Tatsache, dass nicht immer offen kommuniziert wird, die Interpretation von Emotionen. Mitarbeiter können beispielsweise Frustration äußern, aber nicht den eigentlichen Grund für ihre Gefühle nennen. Projektmanager mit hoher emotionaler Intelligenz sind in der Lage, diese unterschwelligen Signale zu erkennen und angemessen zu reagieren.

Tipp: Entwickeln Sie Strategien zur Stressbewältigung, z. B. durch bewusstes Zuhören und Reflexion vor einer Reaktion. Nutzen Sie Techniken wie aktives Zuhören und gezielte Nachfragen, um emotionale Signale besser zu deuten.

Wie kann man emotionale Intelligenz trainieren?

Emotionale Intelligenz lässt sich gezielt weiterentwickeln. Unternehmen können Schulungen und Workshops anbieten, doch der wichtigste Schritt ist die Selbstreflexion. Wer eigene emotionale Muster kennt, kann besser auf Herausforderungen reagieren.

Eine effektive Methode zur Verbesserung des EQ ist das bewusste Festhalten von Emotionen und Reaktionen in bestimmten Situationen. So lassen sich Muster erkennen und bewusste Veränderungen einleiten. Unternehmen können diesen Prozess unterstützen, indem sie eine offene Feedback-Kultur fördern und emotionale Kompetenz als wichtigen Bestandteil von Führungskräfteentwicklung etablieren.

Tipp: Analysieren Sie regelmäßig Ihre eigenen Reaktionen und identifizieren Sie persönliche Stressfaktoren. So können Sie bewusst an Ihrer emotionalen Kompetenz arbeiten.

Technologische Hilfsmittel zur Förderung von EQ

Lernplattformen und Feedbacktools wie 360-Grad-Feedback-Systeme können helfen, emotionale Intelligenz zu verbessern. Regelmäßiges Feedback von Kollegen und Vorgesetzten gibt wertvolle Hinweise zur eigenen Wirkung und Verbesserungspotenzialen.

Ein gut durchdachter Feedbackloop kann so aussehen: Zunächst erhalten Projektmanager regelmäßige, anonyme Rückmeldungen von Teammitgliedern, Vorgesetzten und anderen Kollegen. Diese Rückmeldungen sollten sich auf konkrete Beobachtungen und Verbesserungsvorschläge konzentrieren. Im nächsten Schritt reflektieren die Führungskräfte ihre Rückmeldungen und identifizieren Muster oder wiederkehrende Themen. Durch gezielte Schulungen oder Coachings können sie dann an diesen Bereichen arbeiten. Der Zyklus wiederholt sich regelmäßig, sodass kontinuierliche Verbesserungen erzielt werden können.

Tipp: Nutzen Sie Feedback aktiv zur Selbstverbesserung. Fragen Sie Teammitglieder und Kollegen um ehrliche Rückmeldung und setzen Sie die Erkenntnisse gezielt um.

EQ als Schlüsselfaktor für Führungskräfte

Führungskräfte mit hoher emotionaler Intelligenz handeln konsequent, fair und kommunikativ klar. Sie bauen Stress im Team ab und sorgen für eine positive Arbeitskultur. Gute Führung bedeutet nicht, immer gut gelaunt zu sein, sondern vor allem berechenbar und empathisch zu agieren.

Eine starke Führungspersönlichkeit zeichnet sich durch ihre Fähigkeit aus, Konflikte zu antizipieren und zu entschärfen, bevor sie eskalieren. Dabei geht es nicht um Perfektion, sondern um ein bewusstes und reflektiertes Verhalten gegenüber dem Team.

Tipp: Seien Sie eine verlässliche Anlaufstelle für Ihr Team. Klare und faire Kommunikation schafft Vertrauen.

KI und die Zukunft der emotionalen Intelligenz

Mit der zunehmenden Digitalisierung und dem Einsatz von KI bleibt emotionale Intelligenz unverzichtbar. Maschinen können zwar Daten analysieren, aber keine komplexen sozialen Situationen bewerten. Gerade in einer digitalisierten Welt wird EQ immer wichtiger.

Die Studie zeigt, dass KI die Notwendigkeit von EQ nicht verringert, sondern eher verstärkt. Automatisierte Prozesse und datengetriebene Entscheidungen erfordern umso mehr menschliche Empathie und Kommunikationsfähigkeit, um die Balance zwischen Effizienz und menschlichem Miteinander zu wahren.

Tipp: Nutzen Sie KI zur Optimierung von Prozessen, aber behalten Sie die menschliche Interaktion im Fokus. Emotionale Intelligenz bleibt ein wesentlicher Erfolgsfaktor.

Fazit: Emotional intelligente Projektmanager führen erfolgreicher

Emotionale Intelligenz ist keine Nebensache, sondern ein zentraler Faktor für erfolgreiche Projekte. Wer gezielt an seinem EQ arbeitet, verbessert nicht nur seine eigene Leistungsfähigkeit, sondern auch die Motivation und Zufriedenheit im Team. Die Investition in emotionale Intelligenz lohnt sich langfristig!

Tipp: Setzen Sie sich konkrete Ziele zur Verbesserung Ihrer emotionalen Intelligenz. Regelmäßige Reflexion und bewusstes Training helfen, die eigenen Kompetenzen kontinuierlich zu steigern.

Welche Erfahrungen haben Sie mit emotionaler Intelligenz im Projektmanagement gemacht? Diskutieren Sie mit uns in den Kommentaren!


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#130 Stakeholder-Magic: Der Schlüssel zum Projekterfolg https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/stakeholder-magic/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/stakeholder-magic/#respond Tue, 14 Jan 2025 07:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=4935 Ein solides Stakeholdermanagement ist entscheidend für den Projekterfolg: es hilft, die Interessen, Bedürfnisse und potenziellen Konflikte der verschiedenen Beteiligten frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Kurz: durch den aktiven Dialog mit Stakeholdern können Risiken minimiert, Probleme frühzeitig gelöst und die Akzeptanz sowie das Engagement für das Projekt gefördert werden. Doch welche Schritte sind dafür nötig? […]

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Ein solides Stakeholdermanagement ist entscheidend für den Projekterfolg: es hilft, die Interessen, Bedürfnisse und potenziellen Konflikte der verschiedenen Beteiligten frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Kurz: durch den aktiven Dialog mit Stakeholdern können Risiken minimiert, Probleme frühzeitig gelöst und die Akzeptanz sowie das Engagement für das Projekt gefördert werden.

Doch welche Schritte sind dafür nötig? Wie wähle ich die Stakeholder aus und hole sie dauerhaft an Bord? Diese Fragen stelle ich heute Projektexperte und Stakeholder-Flüsterer Tobias Lienhard. Mit seinem Trainings-Modul „Stakeholder-Magic“ unterstützt er Projektschaffende dabei, gemeinsam mit ihren Stakeholdern Projekte erfolgreich ins Ziel zu bringen.

🎙Viel Spaß beim Hören UND Umsetzen!

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
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Tina Ciotola


Mit Tobias Lienhard

Tobias versteht es sehr erfolgreich, Projektleiter*Innen für ihre eigene Arbeit und ihr Projekt zu begeistern. Mit seinem Ansatz der ProjectFacilitation gelingt es ihm, schnell die richtigen Trigger auszulösen, sodass Dynamik und Kreativität auf die Projektmannschaft überspringen. Die Projektleiter*Innen und Projektteilnehmer spüren, wie der Projektfrust verfliegt und der Teamerfolg sich einstellt.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
https://www.linkedin.com/in/tobias-lienhard-workshops/


Sprungmarken

00:00Intro 01:30Ohne Stakeholder kein Projekterfolg 04:19Typische Stolperfallen 10:51Wie oft sollten Sie kommunizieren? 12:17Die 4 Schritte im Stakeholderprozess 16:57Tipp für Schritt 1: Das 3-schichtige Pestel-Modell 25:15Tipp für Schritt 2: Macht und Motivation 28:40Erhöht die Trefferquote: Zuordnung nach Farben 43:04Tipps für Schritt 3: Auf gutes Pairing achten 49:18Fazit 35:05Schritt 4: Wie bleiben Sie dran? 51:36Downloads & Tipps für Weiterbildung

Relevante Links / Downloads

Hier zum nächsten „Stakeholder-Magic“ Training von Tobias Lienhard anmelden: https://leanheart-workshops.com/stakeholdermagic/

Pestel-Analyse: https://studyflix.de/wirtschaft/pestel-analyse-1715

Buchempfehlungen zur Biostruktur-Lehre:

  • „Sei Du selbst, sonst geht`s dir dreckig“, Ralf China & Juergen Schoemen
  • „Evolution der Persönlichkeit“, Juergen Schoemen

Website: https://structogram.de/de/methode

Laden Sie sich hier das PDF „Umfeld- und Stakeholderanalyse” kostenlos runter!

Zusammenfassung Podcast: Stakeholder-Magic – Der Schlüssel zum Projekterfolg

Erfolgreiches Projektmanagement ist weit mehr als das Einhalten von Budgets und Deadlines. Es lebt von den Menschen, die beteiligt sind – den Stakeholdern. Egal, ob es um Ihr Team, externe Partner oder andere Interessengruppen geht, das richtige Stakeholder-Management entscheidet oft über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts.

Stakeholder-Management ist die Kunst, individuelle Interessen, Motivationen und Einflüsse zu erkennen und gezielt zu nutzen.

In dieser Zusammenfassung lesen Sie die wichtigsten Aussagen aus dem Podcast „Stakeholder-Magic: Der Schlüssel zum Projekterfolg“ mit dem Project-Facilitator und Stakeholder-Experte Tobias Lienhard.

1. Stakeholder identifizieren

Der erste und entscheidende Schritt im Stakeholder-Management ist das Identifizieren der relevanten Akteure. Doch es ist mehr als eine einfache Liste und eher vergleichbar wie eine Safari – Sie müssen alle potenziellen Stakeholder abklopfen, von den offensichtlichen Entscheidungsträgern bis hin zu stillen Mitlesern, die oft übersehen werden.“ Denken Sie dabei an interne Akteure wie Teammitglieder oder Führungskräfte sowie externe Stakeholder wie Kunden, Lieferanten oder Behörden.

Beispiel:
Ein Projektleiter, der in der Hälfte seines Projekts feststellt, dass er eine wichtige Abteilung übersehen hat, wird mit Verzögerungen und Konflikten konfrontiert. Stellen Sie sich vor, Sie starten mit einem Segelboot und Ihre Crew steht am Ufer – das Projekt kann nur scheitern.

Tipps:

  • Nehmen Sie sich ausreichend Zeit für eine gründliche Bestandsaufnahme.
  • Erstellen Sie eine dynamische Stakeholder-Liste und aktualisieren Sie sie regelmäßig.
  • Nutzen Sie Workshop-Formate, um Stakeholder gemeinsam mit Ihrem Team zu identifizieren.

2. Stakeholder analysieren

Nach der Identifikation folgt die Analyse. Hier geht es darum, zu verstehen, welche Interessen, Machtpositionen und Motivationen Ihre Stakeholder haben. Nutzen Sie die klassische Stakeholder-Matrix, die Macht und Interesse in Beziehung setzt. Darüber hinaus sollten Sie auch die individuellen Verhaltensmuster der Stakeholder berücksichtigen.

Das Bio-Struktur-Modell als Beispiel:

  • Grün-orientierte Stakeholder sind beziehungsorientiert und suchen Harmonie. Sie wollen ein Teil des Teams sein und schätzen persönlichen Austausch.
  • Rot-orientierte Stakeholder streben nach Dominanz und Status. Sie schätzen Anerkennung und schnelle Ergebnisse.
  • Blau-orientierte Stakeholder legen Wert auf Fakten und Details. Sie bevorzugen strukturierte Kommunikation und klare Daten.

Beispiel:
Ein grüner Stakeholder fühlt sich durch persönliche Gespräche wertgeschätzt und engagiert sich stärker im Projekt. Ein roter Stakeholder, der in Meetings nicht ausreichend Anerkennung erhält, könnte dagegen demotiviert sein und Widerstand leisten.

Tipps:

  • Ergänzen Sie die klassische Stakeholder-Matrix um eine Analyse persönlicher Motivationen.
  • Berücksichtigen Sie sowohl formale Hierarchien als auch informelle Netzwerke.
  • Arbeiten Sie eng mit Ihrem Team zusammen, um verschiedene Perspektiven auf Stakeholder zu integrieren.

3. Stakeholder einbinden

Stakeholder möchten nicht nur informiert, sondern aktiv eingebunden werden. Das ist der entscheidende Schritt, um Vertrauen und Engagement aufzubauen. Jeder Stakeholder-Typ benötigt dabei eine individuelle Ansprache:

  • Grün-orientierte Stakeholder schätzen regelmäßige persönliche Treffen, in denen sie ihre Meinung einbringen können.
  • Rot-orientierte Stakeholder sollten in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und durch sichtbare Anerkennung motiviert werden.
  • Blau-orientierte Stakeholder bevorzugen detaillierte Berichte und präzise Antworten auf ihre Fragen.

Beispiel:
Ein Projektleiter berichtete von einem roten Stakeholder, der nur dann zufrieden war, wenn er in Meetings die Führung übernehmen durfte. Indem er diesem Stakeholder eine Präsentation anvertraute, konnte er dessen Unterstützung langfristig sichern.

Tipps:

  • Entwickeln Sie eine individuelle Einbindungsstrategie für jede Stakeholder-Gruppe.
  • Vermeiden Sie eine „Gießkannen-Kommunikation“, die alle Stakeholder über einen Kamm schert.
  • Nutzen Sie die Stärken Ihres Teams: Passen Sie die Ansprechpartner für Stakeholder an deren Persönlichkeit an.

4. Stakeholder pflegen

Stakeholder-Management endet nicht nach dem Kick-off-Meeting. Es ist ein kontinuierlicher Prozess, der Aufmerksamkeit und Pflege erfordert. Es ist vergleichbar mit Beziehungsarbeit: Eine Beziehung funktioniert nur, wenn Sie regelmäßig in sie investieren.

Beispiel:
Ein motivierter Stakeholder kann durch mangelnde Kommunikation schnell das Interesse verlieren. Indem Sie regelmäßig Updates teilen und Feedback einholen, halten Sie ihn engagiert.

Tipps:

  • Halten Sie regelmäßige Einzelgespräche und Status-Meetings ab.
  • Stimmen Sie Ihre Kommunikation auf aktuelle Entwicklungen und Bedürfnisse ab.
  • Bleiben Sie flexibel, um auf Veränderungen in Interessen oder Motivationen reagieren zu können.

Fazit

Stakeholder-Management ist keine Kür, sondern Pflicht. Es ist der Schlüssel, um Projekte erfolgreich und konfliktfrei umzusetzen. Denn Projektmanagement lebt von Menschen, nicht von Methoden. Je besser Sie die Bedürfnisse, Motivationen und Machtstrukturen Ihrer Stakeholder verstehen, desto besser können Sie sie für Ihr Projekt gewinnen.

Machen Sie Stakeholder-Management zur Grundlage Ihres Projekterfolgs – und lassen Sie uns wissen, welche Tipps und Strategien Sie bereits angewendet haben. Wir freuen uns auf Ihre Kommentare! 🚀


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#128 Gemeinsame Werte als Erfolgsfaktor im Projekt https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/werte-als-erfolgsfaktor/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/werte-als-erfolgsfaktor/#respond Tue, 17 Dec 2024 11:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=4870 Angesichts der aktuellen Lage heißt es auch für Projektteams, möglichst effizient zusammenzuarbeiten. Was dabei aber leider oft übersehen wird: es kommt dabei nicht nur auf Prozesse und Technik an, sondern vor allem auch auf die gemeinsame Basis, auf der das Team zusammenarbeitet: die Werte. Gemeinsame Werte sind die Grundlage für Vertrauen, Respekt und Zusammenhalt in […]

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Angesichts der aktuellen Lage heißt es auch für Projektteams, möglichst effizient zusammenzuarbeiten. Was dabei aber leider oft übersehen wird: es kommt dabei nicht nur auf Prozesse und Technik an, sondern vor allem auch auf die gemeinsame Basis, auf der das Team zusammenarbeitet: die Werte. Gemeinsame Werte sind die Grundlage für Vertrauen, Respekt und Zusammenhalt in jedem Team. Sie helfen, Konflikte zu minimieren, das Engagement zu steigern und sorgen dafür, dass alle an einem Strang ziehen.

Doch wie schafft man es, ein solches Wertesystem im Team zu etablieren? Und wie gelingt es, diese Werte in den Arbeitsalltag zu integrieren? Um diese Fragen zu beantworten, habe ich heute Dr. Andrea Maria Bokler eingeladen. Andrea unterstützt Führungskräfte und Entscheider:innen erfolgreich dabei, wertebasiert in die Zukunft zu denken und mehr Wirkung zu erzielen – unter anderen mit einem ganzen Werkzeugkasten effektiver Methoden. Eine davon hat sie heute mit im Gepäck, mit der wir unser Team zu einem echten Dream-Team entwickeln können.

🎙Viel Spaß beim Zuhören!

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!


Tina Ciotola


Mit Dr. Andrea Maria Bokler

Dr. Andrea Maria Bokler der Leuphana Universität Lüneburg und studierte Sozialökonomie sowie Betriebswirtschaft in Hamburg, Würzburg und Sheffield (UK) mit Schwerpunkten in Personal/Organisation, Medien und neuen Produktionskonzepten. Bis 2009 war sie als Senior Consultant in der Beratung mittelständischer Firmen und DAX-Unternehmen tätig, wo sie operative Change-Konzepte entwickelte und verantwortete. Seit 2010 unterstützt sie mit ihrem Unternehmen ANDREA-MARIA Geschäftsführer und Führungskräfte dabei, durch unkonventionelle Strategien ein werteorientiertes Miteinander zu schaffen und Unternehmen zukunftsfähig aufzustellen.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/ambokler


Sprungmarken

00:00Intro 01:39Machen Werte den Unterschied? 02:29Was sind Werte eigentlich? 03:14Welche Werte unterstützen die Projektarbeit? 04:54Wie ist der Status Quo in Unternehmen aktuell? 06:02Beispiel 07:32Wann erfolgt der Werte-Check im Projektalltag? 08:44Typische Herausforderungen 11:19Lassen sich unterschiedliche Wertesysteme kombinieren? 14:00Bestimmen Werte die Teamzusammensetzung? 15:20So bildest du ein Dream-Team (Anleitung) 25:04Warum die Unterscheidung sichtbar vs. unsichtbar? 26:20AHA-Momente aus der Praxis 28:40Abschluss der Übung 30:33Was ist die Rolle der Führungskraft? 34:16Wie starte ich los? 36:51Fazit

Relevante Links / Downloads

Kurzanleitung: https://andrea-maria.com/Dreamteam

Blogartikel: https://andrea-maria.com/durch-werte-zum-dream-team/

Überblick über den Praxisleitfaden „Get Connected“: https://andrea-maria.com/get-connected-rezension/

Praxisleitfaden als PDF zum Download:
https://andrea-maria.com/wp-content/uploads/2023/10/Get-Connected_Andrea-Maria-Bokler-Deutsch.pdf

Linkedin-Post einer Anwenderin: https://www.linkedin.com/posts/deblina-roy-consulting_leadershipskills-leadershipcoaching-leadership-activity-7080453573511139328-RCyX/

Der Unterschied von Werten und Überzeugungen: https://www.valuescentre.com/blog/values-vs-beliefs


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Zusammenfassung Podcast: Werte als Erfolgsfaktor in Projektteams: Ein Tutorial

In vielen Teams liegt der Fokus auf Zielen, Prozessen und Effizienz. Doch was oft vernachlässigt wird: Gemeinsam gelebte Werte. Sie sind das unsichtbare Fundament, auf dem Vertrauen, Respekt und eine starke Zusammenarbeit entstehen. Ohne gemeinsame Werte fehlt dem Team der innere Zusammenhalt, der für Motivation und effektive Kommunikation sorgt. Dieser Artikel fasst das aktuelle Podcast-Gespräch mit Dr. Andrea Maria Bokler zusammen. Sie erfahren, wie Sie Werte im Team etablieren, diese in den Alltag integrieren und damit den Erfolg beschleunigen.

1. Warum Werte entscheidend sind 

Werte schaffen einen gemeinsamen Nenner im Team. Sie definieren, was wirklich wichtig ist – sowohl fachlich als auch zwischenmenschlich. Gemeinsame Werte geben Orientierung, schaffen ein starkes Gemeinschaftsgefühl und erleichtern Entscheidungsprozesse. Ohne diesen Konsens entstehen Konflikte, Unklarheiten und Reibungsverluste. Ein Team, das sich seiner Werte bewusst ist, arbeitet zielgerichteter, harmonischer und motivierter.

Ein weiterer Aspekt: Werte steigern das Vertrauen innerhalb des Teams. Vertrauen wiederum ist der Katalysator, der Abläufe beschleunigt und das Risiko von Missverständnissen minimiert. Ein Team, das seinen Kernwerten treu bleibt, zeigt Stabilität – auch in stürmischen Projektphasen. Doch es reicht nicht, Werte nur festzulegen – sie müssen aktiv gelebt und regelmäßig überprüft werden.

Tipp: Machen Sie sich bewusst, dass Werte den Projekterfolg beschleunigen. Ohne gemeinsame Werte leidet die Zusammenarbeit.

2. Welche Werte braucht ein Team?

Werte lassen sich in zwei Kategorien unterteilen:

  • Ergebnisorientierte Werte: Dazu gehören Exzellenz, Qualität, kontinuierliche Verbesserung und Innovationsfähigkeit. Diese Werte richten das Team auf das Ziel aus und sorgen dafür, dass die Arbeitsergebnisse stimmen.
  • Miteinander-Werte: Teamarbeit, Vertrauen, Respekt, Offenheit und Kommunikation fallen in diese Kategorie. Sie beeinflussen, wie das Team zusammenarbeitet und miteinander umgeht.

Ein gesundes Gleichgewicht beider Kategorien ist entscheidend. Fehlt es an Ergebnisorientierung, stagniert das Projekt. Fehlen Werte des Miteinanders, leidet der Teamgeist, und die Motivation sinkt. Beide Aspekte sind untrennbar miteinander verbunden.

Beispiel: Ein Team, das Exzellenz als Wert festlegt, aber Teamarbeit vernachlässigt, wird langfristig nicht effizient sein. Werte sollten daher ausgewogen und klar definiert sein.

Ein weiterer Punkt: Persönliche und Teamwerte unterscheiden sich häufig. Während persönliche Werte sehr individuell sind, können sich Teamwerte auf das konzentrieren, was für die aktuelle Zusammenarbeit wichtig ist. Der Schlüssel liegt darin, Gemeinsamkeiten zu finden und Unterschiede zu respektieren.

Tipp: Achten Sie darauf, dass Ihre Teamwerte nicht einseitig sind. Eine gute Balance zwischen Fachlichkeit und Miteinander macht den Unterschied.

3. Der Weg zur Wertefindung: Die Dreamteam-Übung

Mit dieser Methode können Sie Werte im Team bewusst machen und gemeinschaftlich definieren. Wertearbeit ist ein Prozess, der mit Reflexion und Austausch beginnt. So funktioniert die Dreamteam-Übung Schritt für Schritt:

  1. Erinnerung: Jedes Teammitglied denkt an eine Situation, in der es Teil eines „Dreamteams“ war. Was war damals gegeben? Welche Werte waren sichtbar und spürbar? War es Vertrauen, Klarheit, Freude oder Zusammenhalt?
  2. Aufschreiben: Jedes Erlebnis wird in Stichpunkten auf einzelne Post-its notiert. Jeder Wert oder Faktor kommt auf ein eigenes Post-it, um später sortiert werden zu können.
  3. Austausch: Die Teammitglieder tauschen sich zuerst zu zweit, dann in Gruppen aus. Dabei erzählen sie von ihren Erfahrungen und Werten, die das Dreamteam ausgezeichnet haben.
  4. Sichtbarmachen: Alle Post-its werden auf einer Wand gesammelt. Dabei wird zwischen sichtbaren Werten (z.B. Zusammenarbeit, regelmäßiger Austausch) und unsichtbaren Werten (z.B. Vertrauen, Respekt) unterschieden.
  5. Reflexion: Was wird sichtbar? Welche Werte kommen häufig vor? Was bedeutet das für die Zusammenarbeit im aktuellen Team? Welche neuen Werte könnten wichtig werden?

Diese Übung erzeugt eine inspirierende Energie und schafft Klarheit darüber, was dem Team wirklich wichtig ist. Sie bietet zudem Raum für positive Geschichten und fördert das Vertrauen unter den Teammitgliedern. Interessanterweise zeigt sich oft, dass die meisten Werte unter der Oberfläche, also „unsichtbar“, liegen – wie Vertrauen, Respekt oder Konfliktfähigkeit.

Tipp: Die Dreamteam-Übung bringt Energie ins Team und schafft Klarheit darüber, was allen wichtig ist. Sie ist ideal für den Start eines Projekts oder zur Teamentwicklung.

4. Die Herausforderungen bei der Wertearbeit

Wertearbeit ist nicht immer einfach. Ein häufiger Stolperstein ist, dass Werte im Team unterschiedlich stark ausgeprägt sind oder gar widersprüchlich wirken. Wenn dies nicht erkannt und bewusst gemacht wird, kann es zu Konflikten und Missverständnissen kommen.

Beispiel aus der Praxis: In einem Unternehmen wählte ein Team den Wert „Harmonie“ als zentralen Leitwert. Harmonie sollte den Zusammenhalt stärken, doch in der Praxis zeigte sich schnell, dass Konflikte unausgesprochen blieben. Die Teammitglieder wollten Auseinandersetzungen vermeiden, was dazu führte, dass Probleme ignoriert wurden und schwelende Spannungen entstanden.

Lösung: Harmonie allein reicht nicht. Sie muss von Konfliktfähigkeit begleitet werden. Ein harmonisches Team ist in der Lage, Konflikte offen und konstruktiv auszutragen. Nur so können Probleme gelöst und Beziehungen gestärkt werden.

Ein weiteres Hindernis kann auftreten, wenn die Werte des Projektteams nicht zu den Zielen oder zur Unternehmenskultur passen. Hier hilft ein offener Dialog, um Klarheit zu schaffen und mögliche Anpassungen vorzunehmen.

Tipp: Erkennen Sie Wertekonflikte frühzeitig und fördern Sie die Konfliktfähigkeit im Team. Werte sollten nicht zu unreflektierter Harmonie führen, sondern produktive Zusammenarbeit ermöglichen.

5. Werte im Alltag lebendig halten

Gemeinsame Werte sind nur dann hilfreich, wenn sie konsequent in den Arbeitsalltag integriert werden. Ohne bewusste Umsetzung bleiben sie leere Worte. Hier sind einige Ansätze, um Werte lebendig zu halten:

  • Regelmäßige Checks: Fragen Sie am Ende der Woche oder nach Meilensteinen: „Haben wir auf unsere Werte eingezahlt?“ Was lief gut, und wo gibt es Verbesserungsbedarf?
  • Vorbilder sein: Projektleiter und Führungskräfte spielen eine zentrale Rolle. Sie sind die Vorbilder, die die Werte aktiv vorleben. Nur wenn die Werte im Verhalten der Führung sichtbar sind, werden sie auch von anderen übernommen.
  • Feedbackrunden: Regelmäßiges Feedback hilft, Werte im Team zu reflektieren und anzupassen. Sind die Werte noch relevant? Lebt das Team sie? Wo gibt es Nachholbedarf?
  • Konflikte bewusst lösen: Wenn Teammitglieder auf Werten bestehen, die nicht erfüllt werden, entstehen Konflikte. Oft sind diese Konflikte ein Zeichen dafür, dass Werte unbewusst verletzt wurden. Hier gilt es, klar zu kommunizieren und Werte im Dialog zu stärken.

Beispiel aus der Praxis: Ein Team wählte „Harmonie“ als zentralen Wert, stellte jedoch fest, dass fehlende Konfliktfähigkeit dazu führte, dass Probleme unausgesprochen blieben. Das Team musste lernen, dass Harmonie nur funktioniert, wenn sie von Konfliktfähigkeit begleitet wird.

Tipp: Gelebte Werte lassen sich messen: Spürt das Team mehr Vertrauen, Klarheit und Energie? Werte sind sichtbar in der Art und Weise, wie Teams kommunizieren, zusammenarbeiten und Herausforderungen bewältigen.

Fazit

Werte sind der Katalysator für erfolgreiche Zusammenarbeit. Sie schaffen Klarheit, Zusammenhalt und beschleunigen den Erfolg eines Teams. Starten Sie mit der Dreamteam-Übung, um Werte bewusst zu machen, und lassen Sie sie anschließend im Alltag lebendig werden. Denn wenn Werte stimmen, läuft es einfach besser.

Zusätzliche Erkenntnis: Werte schaffen Einheit in der Vielfalt. Unterschiede in Überzeugungen und Vorgehensweisen führen oft zu Reibungen. Doch wenn ein gemeinsamer Wert erkannt wird, entsteht ein Gefühl der Zusammengehörigkeit. Ein Team kann unterschiedlich arbeiten, aber auf derselben Wertebasis vereint sein.

Tipp zum Schluss: Beginnen Sie heute bei sich selbst. Welche Werte sind Ihnen persönlich wichtig? Wenn Sie es wissen, können Sie Ihr Team gezielt führen und inspirieren. Anleitungen dazu finden Sie in den Shownotes!

Haben Sie die Dreamteam-Übung schon ausprobiert? Ich freue mich auf Ihre Erfahrungen in den Kommentaren!


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