Oliver F. Lehmann, MSc, ACE, PMP https://www.theprojectgroup.com/blog/author/oliverl/ Praxisstarke Experten-Tipps zu PMO, Projektmanagement, Portfoliomanagement und Ressourcenmanagement Wed, 16 Oct 2024 08:59:29 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 Projektmanagement-Zertifizierungen und -Gehalt – Vergleich der bekanntesten PM-Zertifikate https://www.theprojectgroup.com/blog/projektmanagement-zertifizierungen/ https://www.theprojectgroup.com/blog/projektmanagement-zertifizierungen/#respond Wed, 16 Oct 2024 08:00:13 +0000 https://www.theprojectgroup.com/blog/?p=4642 Projektmanagement-Zertifizierungen sind heute nicht mehr außergewöhnlich oder exotisch. Im Gegenteil, sie sind zunehmend ein fester Bestandteil der Karriereplanung und wirken sich auch auf das Projektmanager-Gehalt aus. In diesem Artikel finden Sie eine kurze Betrachtung über die Sinnhaftigkeit von Projektmanager-Zertifizierungen und die Erwartungen an dieselben. Dann geht es um den Vergleich der wichtigsten klassischen Zertifizierungen. Und [...]

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Projektmanagement-Zertifizierungen sind heute nicht mehr außergewöhnlich oder exotisch. Im Gegenteil, sie sind zunehmend ein fester Bestandteil der Karriereplanung und wirken sich auch auf das Projektmanager-Gehalt aus.

In diesem Artikel finden Sie eine kurze Betrachtung über die Sinnhaftigkeit von Projektmanager-Zertifizierungen und die Erwartungen an dieselben. Dann geht es um den Vergleich der wichtigsten klassischen Zertifizierungen. Und zum Schluss lesen Sie, wie sich Zertifikate auf das Projektmanager-Gehalt auswirken können.

Steigen wir ein mit der Kapitelübersicht.

Projektmanagement-Zertifizierungen: Erwartungen

Aus Sicht von Arbeit- und Auftraggebern werden Projektmanagement-Zertifizierungen als willkommenes Signal für Professionalität wahrgenommen. Häufig sind sie in Ausschreibungen und Stellenangeboten sogar gefordert. Diese Signalwirkung ist für die einzelnen Zertifikate unterschiedlich, wie übrigens auch die Wertigkeit und die Auswirkungen auf das Projektmanager-Gehalt.

Am einfachsten messbar für einen Vergleich ist deshalb: Geld.

Was sind die Erwartungen unterschiedlicher Projektmanager-Rollen an Zertifizierungen?

  1. Projektmanager:innen in internen Projekten: Sie erhoffen sich ein besseres „Standing“ gegenüber der Linie und erwarten, dass Projekte effektiver und effizienter laufen.
  2. Projektmanager:innen in Projekten mit großen zugekauften Anteilen: Sie streben eine bessere Wahrnehmung ihrer Kompetenz gegenüber Lieferanten und evtl. der Unterlieferanten an. Verbunden ist dies mit der Hoffnung, als VIP-Kunde behandelt zu werden.
  3. Projektmanager:innen in Kundenprojekten: Sie erhoffen sich einen einfacheren Zuschlag bei den attraktiven Projekten zu besseren Preisen. Oft geht es auch nur darum, die Anforderung in der Ausschreibung nach einer zertifizierten Person im Projektmanagement zu erfüllen.

Vor allem die dritte Erwartungssituation ist monetär leicht beschrieben, denn es geht um bessere Einnahmen aus dem Projektgeschäft. Bei den ersten beiden Erwartungen ist das schon schwerer.

Am Ende ist aber bei allen drei Situationen davon auszugehen, dass sich die Erwartung und auch deren Erfüllung im Gehalt wiederspiegelt. Schließlich ist so eine PM-Zertifizierung auch mit Kosten verbunden.

Bevor wir aber auf die Frage der Einkommenssteigerung durch Zertifizierungen im Projektumfeld eingehen, stellen wir die wichtigsten davon kurz gegenüber.

Wichtige Projektmanagement-Zertifizierungen im Vergleich

Der Markt an Zertifizierungen im Projektmanagement ist inzwischen fast unüberschaubar. Aber es gibt doch einige Schwergewichte hinsichtlich des Bekanntheitsgrades und der auftretenden Häufigkeit.

Im Folgenden lesen Sie über die bekanntesten und wichtigsten PM-Zertifizikate. Zudem finden Sie auch Empfehlungen für das Budget, mit dem Sie für die Prüfungsvorbereitung und -durchführung rechnen sollten.

Diese Budget-Angaben basieren auf eigenen Kenntnissen, aber auch auf den Angaben der jeweiligen Anbieter und den Erfahrungen unserer Kunden. Die Budgetangaben sind auf ganze Hundert bzw. Tausend Euro aufgerundet, schließen aber eventuelle Reisekosten nicht mit ein und sind ohne Gewähr.

Project Management Professional (PMP®)

Projekmanagement-Zertifizierungen – PMP

Die Zertifizierung zum Project Management Professional® (PMP) wird vom PMI®, dem Project Management Institute in den USA, herausgegeben.

Weltweit gibt es mittlerweile über 1 Million PMP-zertifizierte Personen.

Voraussetzungen für die Prüfungszulassung zur dieser Zertifizierung sind:

  • 36 Monate / 4.500 Stunden Projektmanagement-Erfahrung für Personen mit mindestens Bachelor-Abschluss, oder
  • 60 Monate / 7.500 Stunden Projektmanagement-Erfahrung für Personen, die über ein Äquivalent zum US-Highschool-Degree (bei uns: ca. Fachhochschulreife) als höchsten Bildungsabschluss verfügen.

Außerdem werden 35 „Contact Hours of Project Management Education“ gefordert. Die meisten Kandidaten sammeln diese im Rahmen eines 5-tägigen PMP-Seminars zur Vorbereitung auf die PMP-Prüfung.

Der Ablauf der PMP-Prüfung: Die Prüfung ist ein Computertest mit überwiegend situativen Fragen. Der Test besteht aus 200 Fragen, die innerhalb von 4 Stunden zu beantworten sind.

Ein Vorteil des Computertests ist die internationale Ausprägung: Die Prüfung ist weltweit identisch, was die Zusammenarbeit mit ausländischen Kollegen durch gemeinsame Terminologie und übereinstimmendes Verständnis in Vorgehensweisen und Methoden erleichtert.

Ein weiterer Vorteil ist, dass man sich für die Prüfung nicht an feste Termine mit Assessoren halten muss, sondern einen Prüfungsplatz in einem Prüfungszentrum zu einem passenden Termin auswählen kann.

In Deutschland kann die Prüfung zur PMP-Zertifizierung in 4 Prüfungszentren in Berlin, Frankfurt, Hamburg und München abgelegt werden.

Es gibt für die PMP-Zertifizierung deutsche Übersetzungen zu den Quelldokumenten und zur Prüfung, so dass man sie auch ohne perfekte Englischkenntnisse ablegen kann.

Budget: € 2.800*

Interesse an der PMP-Zertifizierung? Dieses Seminar hilft Ihnen bei der Vorbereitung: PMP-Seminar zur Prüfungsvorbereitung

Certified Associate in Project Management (CAPM®)

Projektmanagement-Zertifizierungen – CAPM

Der CAPM ist eine Zertifizierung für Einsteiger im Projektmanagement, die ebenfalls vom PMI herausgegeben wird.

An Voraussetzungen werden entweder 1.500 Stunden Erfahrung im Projektmanagement oder alternativ 23 „Contact Hours of Project Management Education“ gefordert, so dass man die Prüfung auch als Anfänger ablegen kann. Argumente für die CAPM-Zertifizierung.

Viele CAPM-Kandidaten nutzen zur Vorbereitung auf diese Prüfung eine Vorbereitung auf die PMP-Prüfung. Diese Vorbereitung ist für die CAPM-Prüfung im Moment zwar zu umfangreich, aber sie bleibt gültig. Bei einem späteren „Upgrade“ auf den PMP ist die Anforderung an die „35 Contact Hours“ somit bereits erfüllt.

Auch die CAPM-Prüfung wird als Computertest abgelegt. Es gibt – im Vergleich zum PMP – aber weitere Computerzentren, wo man sie durchführen kann.

Budget: € 300  bis € 2.500*

Interesse an der CAPM-Zertifizierung? Dieses Seminar hilft Ihnen bei der Vorbereitung: CAPM-Seminar zur Prüfungsvorbereitung

GPM-IPMA Zertifizierung Level A – D

Projektmanagement-Zertifizierungen – GPM-IPMA Level A-D

Bei diesen PM-Zertifizierungen handelt sich um eine Reihe, die von der deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM) herausgegeben werden.

Die GPM ist Mitglied im internationalen Dachverband IPMA (International Project Management Association), wo diese IPMA Zertifizierungen mit den jeweils eigenen Zertifizierungen der jeweiligen Länderverbände harmonisiert und gegenseitig anerkannt sind.

Die bei der GPM populärste Zertifizierung ist die Level-D-Zertifizierung,

Nach dem Bestehen der Level-D-Prüfung können Sie sich als „Zertifizierte(r) Projektmanagement-Fachmann / -frau“ bezeichnen.

Bei der IPMA heißt diese Zertifizierung „Certified Project Management Associate“.

Die Prüfung besteht aus mehreren Bestandteilen (mündlich, schriftlich, Essay). Sie wird durch Assessoren der GPM entweder in Nürnberg oder, eine ausreichende Anzahl von Kandidaten vorausgesetzt, in dem Unternehmen abgenommen, das die Zertifizierungsmaßnahme unterstützt.

Budget: € 4.700*

PRINCE2 Foundations und Practitioner

Projektmanagement-Zertifizierungen – PRINCE2

Diese beiden Zertifizierungen werden vom Unternehmen Axelos herausgegeben, an dem unter anderem die britische Regierung beteiligt ist. Sie belegen die Kenntnis einer spezifischen PRINCE2 Methodik.

Die Kenntnis ist vor allem sinnvoll in Organisationen, die diese Methodik einsetzen. Die niedrigen Anforderungen an Ausbildung und Erfahrung und die geringen Kosten der Zertifizierung haben ihr eine hohe Popularität gegeben.

Budget: € 200*

Weitere Projektmanagement-Zertifizierungen

Weitere PM-Zertifikate

Weitere Projektmanagement-Zertifizierungen gibt es zu Spezialthemen im Projektmanagement, wie z.B. zu

  • agilen Methoden (z.B. Professional Scrum Master I oder der PMI-ACP)
  • Risikomanagement
  • Terminplanung

Hinweis: In diesem Artikel finden sie mehr zu der Frage „Warum agile Zertifizierungen?

Auch Six-Sigma-Zertifizierungen lassen sich hierunter nennen. Hier geht es um ein Verfahren, Projektmanagement für Qualitätsverbesserungsprojekte einzusetzen.

Oder die Zertifizierung zu V-Modell bzw. V-Modell XT. Diese sind im Grunde ein deutsches Pendant zu PRINCE2, aber haben nicht dessen Popularität erlangt.


Video: Projektmanagement-Zertifizierungen Vergleich – Was Sie als Projektmanager über Zertifizierungen wissen sollten, mit Oliver F. Lehmann


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Projektmanager Gehaltsvergleich

Jetzt kommen wir zu der spannenden Frage: Wie wirken sich Projektmanagement-Zertifizierungen auf das Projektmanager-Gehalt aus? Berufsverbände veröffentlichen regelmäßig Gehaltsvergleiche, wie diese zwei Beispiele:

Berücksichtigen Sie bitte, dass es einige Einflussgrößen gibt, die das Gehalt – zusätzlich zur Zertifizierung – stark beeinflussen. Eine Rolle spielen hier etwa:

  • die Erfahrung der Person
  • der Bildungsabschluss
  • die Branche
  • das Geschlecht (leider!)

Eine Zertifizierung, die sich an Anfänger richtet, wird schon aus diesem Grund in einer Gehaltsstudie niedriger bewertet, obwohl ihr gehaltswirksamer Effekt sogar stärker sein kann.

Die PMI Salary Survey (Stand: 2023)

PMI Salary Survey 2023
Im Median bringt die PMP Zertifizierung in Deutschland ca. 20.000 EUR (27 %) mehr Gehalt als ohne das Zertifikat

Der Einfluss der „Dienstjahre“ ist in dieser 13. Gehaltsstudie des Project Management Institute (PMI) gut erkennbar. Sie hat nur die Zahlen für Inhaber der PMP-Zertifizierung (Project Management Professional) aufgelistet.

Wie die Grafik zeigt, haben bereits Neu-Inhaber:innen der PMP-Zertifizierung (Säule links) im Schnitt ein höheres Projektmanager-Einkommen gemeldet als Nicht-Zertifizierte. Je länger die Zertifizierung besteht, desto deutlicher übertreffen die Einkommen der PMPs die der Nicht-PMPs.

Im Durchschnitt über alle Befragten gaben die Inhaber der PMP-Zertifizierung ein um 27% höheres Einkommensniveau als Nicht-Zertifizierte an.

Man mag einwenden, dass es beim PMI ein Geschäftsinteresse daran gibt, die eigene Zertifizierung besonders gut aussehen zu lassen. Zur Klärung erscheint es daher hilfreich, Daten eines anderen Verbands heranzuziehen: der Deutschen Gesellschaft für Projektmanagement (GPM).

Der GPM-Gehaltsvergleich (Stand: 2019)

Die Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement (GPM), Mitglied des internationalen Dachverbands IPMA, steht mit dem PMI im Wettbewerb und hat daher kein Interesse daran, die Zahlen hier zu schönen. Die Werte können von daher als sehr zuverlässig betrachtet werden.

Besonders interessant für den Vergleich der Gehälter von Projektmanager:innen mit unterschiedlichen Zertifizierungen ist die Studie „Gehalt und Karriere im Projektmanagement“ aus dem Jahr 2017. Darin vergleicht eine Grafik die Gehälter von Inhabern der verschiedenen Zertifizierungen und auch von Nicht-Zertifizierten sehr anschaulich:

PM-Gehaltsstudie GPM 2017
Durchschnittliches Einkommen von Projektmanagern mit und ohne Zertifizierung (Quelle: GPM, 2017)

Der oben für 2023 dargestellte Gehaltsvergleich (PMI Salary Survey) des PMI ergab dagegen im Jahr 2020 folgende Zahlen:

PMI Salary Survey 2020 – Gegenüberstellung von Oliver P. Lehmann
Projektmanager-Gehalt mit und ohne PMP-Zertifizierung (Quelle: Oliver P. Lehmann mit Daten des PMI, 2020)

Ein Vergleich der damaligen Zahlen von GPM und PMI zeigt:

  • Der Einkommens-Mehrwert der PMP-Zertifizierung fiel bei der GPM deutlich höher aus als beim PMI selbst: PMP-zertifizierte Personen übertrafen Nicht-Zertifizierte im Schnitt um 33,9%.
  • Beim Einkommen der Nicht-Zertifizierten lagen die beiden Studien eng beieinander: € 78.700 bei der GPM stehen € 77.443 beim PMI gegenüber.
  • Bei den Einkommen der PMP-Zertifizierten gab es aber eine große Diskrepanz: € 105.400 bei der GPM gegenüber € 88.826 beim PMI.

Im Vergleich der GPM schnitten übrigens nur die Inhaber des GPM/IPMA-Levels A besser ab. Dieser ist jedoch schwer zu bekommen und zusätzlich sehr teuer. Das bringt ihm offenbar einen besonders einkommenssteigernden Effekt.

Die GPM hat die Studie „Gehalt und Karriere im Projektmanagement“ im Jahr 2019 erneut durchgeführt. Zum Beispiel wird darin der Gehaltsunterschied für Frauen im Projektmanagement in Deutschland und Österreich untersucht, siehe unten. Auch 2024 untersucht die GPM wieder die Gehalts- und Karrierestrukturen von Projektmanagern. „Aktuell läuft die Auswertung der Erhebungsergebnisse“, so die GPM auf ihrer Website.

PM-Gehaltsstudie GPM 2019
Gehaltsstruktur nach Geschlecht in Deutschland und Österreich (Quelle: GPM Gehaltsstudie 2019)

Zusammenfassung – Projektmanagement-Zertifizierungen und -Gehalt

Projektmanagement-Zertifizierungen sind ein Signal für Arbeit- und Auftraggeber, dass sich eine Person mit Projektmanagement befasst hat und diese Disziplin als wesentlichen Bestandteil ihrer beruflichen Karriere sieht.

Den Studien der GPM und der internationalen Salary Survey des PMI ist zu entnehmen, dass sich eine Projektmanagement-Zertifizierung in der Regel einkommenssteigernd auswirkt (ca. 14-34%). Die erhöhte Wertigkeit spiegelt sich auch bei Arbeit- und Auftraggebern wieder.

Intensive Berufserfahrung, also die Auseinandersetzung mit dem „richtigen Leben“, lässt sich von einem Projektmanager oder einer Projektmanagerin aber nicht durch Zertifizierung erwerben. Sie ist essenziell. Beide Studien oben bestätigen, dass eine PM-Zertifizierung kein Ersatz für Erfahrungen aus der Praxis ist.

* Alle Zahlenangaben gemäß Recherche von 2024, alle Angaben ohne Gewähr, keine Haftung

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Oliver F. LehmannDer Autor: Oliver F. Lehmann, MSc, ACE, PMP

Oliver F. Lehmann ist Trainer im Projektmanagement und Project Business Management. Er hat sich außerdem einen Namen gemacht als Autor von Fachbüchern und Artikeln und als Analyst für Krisenprojekte. Er war über 10 Jahre im aktiven Projektmanagement involviert, als er 1995 Trainer wurde. Heute arbeitet er für ein internationales Publikum mit den Schwerpunkten Personen-Zertifizierung und Verbesserung von Projektgeschäft. Er ist Eigentümer der Project Business Foundation, eines Thinktanks mit Hilfestellungen für Kunden und Zulieferer im Projektgeschäft. Außerdem ist er langjähriger Volunteer beim PMI, dem Project Management Institute. Unter anderem war er dort aktiv als Präsident des PMI Southern Germany Chapter von 2013 bis 2018 und als Projektmanager von 24-stündigen, welt-umspannenden online Charity-Konferenzen unter der Bezeichnung „Talk Around the Clock“.

Mehr über Oliver F. Lehmann auf LinkedIn

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Ist die PMP Zertifizierung sinnvoll für höheres Einkommen? Ja! (PMI-Gehaltsstudie) https://www.theprojectgroup.com/blog/pmp-zertifizierung-sinnvoll/ https://www.theprojectgroup.com/blog/pmp-zertifizierung-sinnvoll/#respond Thu, 25 Jul 2024 09:30:29 +0000 https://www.theprojectgroup.com/blog/?p=621 Eine Frage wird mir als Trainer und ehrenamtlich Aktiver beim Project Management Institute (PMI®) mit seinen Chaptern oft gestellt: Ist die PMP Zertifizierung sinnvoll, was ist deren Nutzen für die zertifizierte Person und wie wirkt sie sich auf das Gehalt aus? Das PMI veröffentlich alle zwei Jahre seine Salary Survey (Gehaltsbefragung), aktuell in der 13. [...]

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Eine Frage wird mir als Trainer und ehrenamtlich Aktiver beim Project Management Institute (PMI®) mit seinen Chaptern oft gestellt: Ist die PMP Zertifizierung sinnvoll, was ist deren Nutzen für die zertifizierte Person und wie wirkt sie sich auf das Gehalt aus?

Das PMI veröffentlich alle zwei Jahre seine Salary Survey (Gehaltsbefragung), aktuell in der 13. Ausgabe. Um diese geht es in diesem Artikel mit folgenden Kapiteln:

Legen wir los!

Persönliche Erfahrungen im Rückblick

Als ich im Jahr 2001 meine eigene PMP Zertifizierung abgelegt hatte, war das noch exotisch. Bis dahin waren deutsche PMPs meist Mitarbeitende großer US-amerikanischer Unternehmen, wie IBM, Hewlett-Packard oder NCR. Oder sie arbeiteten bei Zulieferern dieser Unternehmen.

Ich war wohl einer der allerersten PMPs, die nicht zu dieser Gruppe gehörten und die Zertifizierung aus eigener Kraft und auf eigene Kosten gestemmt haben. Ob ich mehr Gehalt dank der PMP Zertifizierung zu erwarten hatte, das war damals noch nicht klar. Es war ein Versuch.

Im Nachhinein kann ich aber tatsächlich bestätigen: Auf meine Karriere und mein Einkommen hat sich die PMP Zertifizierung sehr positiv ausgewirkt. Ich habe die Entscheidung in den über zwei Jahrzehnten, die seither vergangen sind, nicht bereut.

Zudem habe ich auch eine persönliche Vergleichsgröße: 2015 schloss ich meinen Master of Science in Project Management bei der University of Liverpool „with Merit“ ab. Dieser war deutlich aufwändiger und teurer. Im Vergleich hat er mein Ansehen und meine Anerkennung am Markt aber weniger unterstützt als die PMP Zertifizierung und war auch nicht so wirksam für mein Einkommen.

Ist die PMP Zertifizierung sinnvoll und lohnt sich der Aufwand?

Die PMP Prüfung ist nicht einfach zu schaffen. Als Herausgeber der PMP Zertifizierung hat das PMI die Hürden relativ hoch gesetzt. Das betrifft insbesondere das notwendige, sehr breit gestreute Fachwissen für die Prüfung und die zu belegende praktische Erfahrung.

Allerdings ist heute vieles einfacher. Interessierte finden professionelle Hilfe, um sich effektiv auf die Prüfung vorzubereiten. Dinge wie eine PMP Schulung zur effektiven Prüfungsvorbereitung, kostenlose Übungsfragen sowie Trainerunterstützung über den gesamten Vorbereitungs- und Anmeldeprozess gab es vor über 20 Jahren noch nicht. Dafür ist der Anteil der zertifizierten Projektmanagerinnen und Projektmanager heute natürlich deutlich größer und damit auch der Markt für solche Hilfen.

PMP-Entwicklung-2022
Entwicklung der PMP-Zertifizierungen bis einschließlich Dezember 2023

Potenzielle Kandidatinnen und Kandidaten möchten natürlich wissen, ob sich der Aufwand und die Kosten für die PMP Zertifizierung überhaupt lohnen.

Natürlich sind die folgenden Daten statistischer Natur. Es gibt einzelne Personen, die nur einen kleinen Vorteil durch die Zertifizierung haben. Bei anderen wird der (nicht nur) finanzielle Nutzen sehr groß sein. Die folgenden Daten sind Durchschnittswerte. Sie sind aber robust und aus zuverlässiger Quelle.

Download der PMI Salary Survey 13th Edition

Das PMI bringt im Rhythmus von zwei Jahren einen sehr detaillierten Bericht zu seiner Salary Survey (Gehaltsbefragung) heraus. Die aktuelle Version ist die 13. Ausgabe.

Die Zahl der befragten Personen in Deutschland lag insgesamt bei 1.290, bei einer globalen Gesamtzahl von über 20.000 Antworten aus 21 Ländern.

Mitglieder des PMI können die vollständige Studie zu Gehalt und PMP Zertifizierung kostenlos von hier herunterladen (Daten für Deutschland finden Sie auf den Seiten 57ff). Der Umfang der vollen Studie umfasst 188 Seiten, in denen sehr viele Detailinformationen zu 21 Ländern zu finden sind.

Unser Tipp: Für Nichtmitglieder des PMI ist der Download des Summary Report der PMI-Gehaltsstudie hier verfügbar (PDF).

27 % höheres Gehalt dank PMP Zertifikat

Die PMI-Gehaltsumfrage 2023 zeigt weltweit ein einheitliches Bild: PMP zertifizierte Personen erhalten ein höheres Einkommen als solche ohne die Zertifizierung.

PMP zertifizierte Projektmanagerinnen und Projektmanager in Deutschland berichten in der Umfrage von einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 103.934 $ (95.172 €). Dem stehen 82.109 $ (75.176 €) bei den nicht-zertifizierten Kolleginnen und Kollegen gegenüber. Das entspricht einem Plus von jährlich fast 20.000 € oder 27 % mehr Gehalt dank der PMP Zertifizierung. Vor ein paar Jahren lag der Unterschied bei der gleichen PMI-Erfassung noch bei etwa 14 %.

Die folgende Grafik zeigt die deutschen Zahlen aus der Tabelle des Summary Reports nochmals im Bild.

PMP-Zertifizierung ist sinnvoll und bringt in Deutschland 27% mehr Gehalt
Im Median bringt die PMP Zertifizierung in Deutschland ca. 20.000 EUR (27 %) mehr Gehalt als ohne das Zertifikat

In meinem LinkedIn-Post von Juli 2024 habe ich noch weitere derartige Grafiken aus den Daten der PMI Salary Study für andere Länder erstellt. Diese umfassen folgende Länder (Werte dahinter geben die Gehaltsdifferenz zum Median in dem jeweiligen Land an):

  • Australien: + 9 %
  • Brasilien: + 56 %
  • Canada: + 34 %
  • China: + 34 %
  • Kolumbien: + 65 %
  • Frankreich: + 22 %
  • Deutschland: + 27 %
  • Indien: + 35 %
  • Japan: + 9 %
  • Mexico: + 40 %
  • Singapur: + 31 %
  • United Kingdom: + 25 %
  • United States: + 25 %

Hier können Sie mein PDF aus dem LinkedIn-Post mit den Grafiken zu diesen Ländern herunterladen.

Diese Gehaltssteigerungen unterstreichen den Wert der PMP Zertifizierung für die Verbesserung des Verdienstpotenzials und der Karriereentwicklung. Zudem entwickeln Zertifizierte mehr Kompetenzen und haben einen Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt.

Projektmanagerinnen und Projektmanager mit PMP Zertifikat sind sehr gefragt. Unternehmen erkennen die Zertifizierung als Nachweis der nötigen Fähigkeiten an, die Personen für erfolgreiches Projektmanagement mitbringen sollten.

Einen besonderen Vorteil haben Unternehmen, die Projektmanagement als Geschäft betreiben. Zertifizierte Projektmanagerinnen und Projektmanager schaffen Vertrauen bei potenziellen Kunden im Angebotsmanagement und während der Durchführung. So kommen die Unternehmen leichter an die attraktiven Verträge.

Längere PMP Zertifizierung korreliert mit Einkommenszuwachs

Aus den Zahlen der PMI-Studie wird gut erkenntlich, dass die Wertsteigerung mit der Dauer der Zertifizierung zusammenhängt: Je länger eine Person zertifiziert ist, desto größer ist ihr Einkommen. Auch die Projektgröße und die Position im Unternehmen spielen hier eine Rolle.

Eine weitere Frage bezog sich auf die subjektive Wahrnehmung, dass der PMP Status karrierefördernd ist. Dies wurde von 47 % der Antwortenden bejaht.

Die Frage, ob sich die Zertifizierung auch in Gehaltssteigerungen widerspiegelt, bejahten immerhin 24 %. Etwa zwei Drittel der Umfrageteilnehmenden gaben an, dass sich ihre Gesamtvergütung (einschließlich Gehalt, Boni und anderer Geldanreize) in den 12 Monaten vor der Umfrage erhöht hat.

Unser Tipp: Hier erfahren Sie, wie die PMP Zertifizierung abläuft, was geprüft wird und vor allem: wie Sie sich optimal vorbereiten können!

Zusammenfassung: Vorteile für Gehalt und Karriere

Am Anfang dieses Artikels stand die Frage nach den monetären Vorteilen der PMP Zertifizierung. Die Gehaltsvorteile erreichen Sie in der Regel nicht schon sofort nach der erfolgreichen Prüfung. Aber die Auswirkungen des aufwändigen PMP Zertifikats auf Ihre Karriere werden Sie stark spüren – die Wahrnehmung Ihrer Professionalität und Ihre Attraktivität für Arbeit- und Auftraggeber steigen.

Viele Unternehmen setzen Zertifizierungen im Projektmanagement heute zudem einfach voraus. Dies gilt meist in Kombination mit dem Beleg von Erfahrung und fachlich-technischen Kenntnissen in der jeweiligen Branche – im nationalen Umfeld, genauso wie im internationalen Kontext.

Der Blick in Stellenangebote im Projektmanagement und Ausschreibungen für Projektarbeiten durch externe Auftragnehmer zeigt das hohe Ansehen professioneller Zertifizierungen. Es ist bei vergleichbarer Ausbildung und Erfahrung einfach höher. Das tut auch dem eigenen Selbstvertrauen gut.

Unsere Tipps zum Schluss: Lernen Sie das individuell anpassbare “The PPM Paradise” kennen – die optimale Umgebung für ein unternehmensweites Projekt-, Programm-, Portfolio- und Ressourcenmanagement (PPM). Laden Sie sich jetzt hier das eBook dazu herunter (nur klicken, ohne Formular).

Und abonnieren Sie unseren Projektmanagement Newsletter mit mehr MS Project Tipps, praxisstarken Artikeln, Webinaren, Podcasts, eBooks etc. für einen höheren Reifengrad Ihres Projektmanagements!

Sie haben noch keine PMP Zertifizierung und haben Interesse daran? Hier finden Sie ein PMP Seminar zur Prüfungsvorbereitung, dessen Trainer Oliver F. Lehmann, PMP, auch der Autor dieses Artikels ist.

Haben Sie noch Fragen? Dann hinterlassen Sie einen Kommentar, auf den wir in Kürze antworten werden – garantiert.


Oliver F. LehmannDer Autor: Oliver F. Lehmann, MSc, ACE, PMP

Oliver F. Lehmann ist Trainer im Projektmanagement und Project Business Management. Er hat sich außerdem einen Namen gemacht als Autor von Fachbüchern und Artikeln und als Analyst für Krisenprojekte. Er war über 10 Jahre im aktiven Projektmanagement involviert, als er 1995 Trainer wurde. Heute arbeitet er für ein internationales Publikum mit den Schwerpunkten Personen-Zertifizierung und Verbesserung von Projektgeschäft. Er ist Eigentümer der Project Business Foundation, eines Thinktanks mit Hilfestellungen für Kunden und Zulieferer im Projektgeschäft. Außerdem ist er langjähriger Volunteer beim PMI, dem Project Management Institute. Unter anderem war er dort aktiv als Präsident des PMI Southern Germany Chapter von 2013 bis 2018 und als Projektmanager von 24-stündigen, welt-umspannenden Online-Charity-Konferenzen unter der Bezeichnung „Talk Around the Clock“.

Mehr über Oliver F. Lehmann auf LinkedIn

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PMBOK Guide 7th Edition: Was Kandidaten für die PMP-Prüfung darüber wissen sollten (Update 2023) https://www.theprojectgroup.com/blog/pmbok-7th-edition/ https://www.theprojectgroup.com/blog/pmbok-7th-edition/#respond Mon, 18 Dec 2023 12:03:29 +0000 https://www.theprojectgroup.com/blog/?p=8262 Offiziell seit 1. August 2021 (für Mitglieder schon etwas früher), hat das Project Management Institute (PMI®), den aktuellen PMBOK Guide 7th Edition herausgebracht. Über sechs Editionen hinweg war das Werk immer umfangreicher und auch schwerer zu lesen geworden. Daher war es jetzt das Ziel, einen Neuanfang zu wagen und das Buch abzuspecken. Auch der Aufbau [...]

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Offiziell seit 1. August 2021 (für Mitglieder schon etwas früher), hat das Project Management Institute (PMI®), den aktuellen PMBOK Guide 7th Edition herausgebracht. Über sechs Editionen hinweg war das Werk immer umfangreicher und auch schwerer zu lesen geworden. Daher war es jetzt das Ziel, einen Neuanfang zu wagen und das Buch abzuspecken. Auch der Aufbau wurde umgestellt. Schon bisher bestand der PMBOK® Guide aus mehreren Teilen, die nun umgestellt wurden.

Im November 2022 kam zudem der neue „Process Groups: A Practice Guide“. Dieser bringt in verkürzter Form Inhalte des PMBOK Guide 6th Edition zurück.

In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über den PMBOK Guide 7th Edition. Und sie finden ein Video zum neuen „Process Groups: A Practice Guide“.

Los geht’s!

Was ist der PMBOK Guide?

A Guide to the Project Management Body of Knowledge (PMBOK Guide) ist das Flaggschiff des PMI. Der Guide stellt eine grundlegende Ressource für effektives Projektmanagement in jeder Branche dar. In den letzten Jahren hat sich die Geschäftswelt stark verändert. Projekte sind aber nach wie vor entscheidend für den Geschäftserfolg.

Der PMBOK Guide enthält den Standard für Projektmanagement. Der Standard ist die Grundlage, auf der das umfangreiche Wissen aufbaut. Der zusätzliche Leitfaden dient dazu, dieses Wissen zu erfassen und zusammenzufassen.

Die gedruckte, deutsche Version des PMBOK Guide 7 sowie die digitalen PDF- und E-Book-Versionen sind seit Ende 2021 für Sie erhältlich. PMI®-Mitglieder können sich den Leitfaden für Projektmanager:innen kostenfrei als E-Book (PDF) und in 9 weiteren Sprachen herunterladen. Hier geht’s zum PMBOK 7th Edition Download (PDF).

Der PMBOK 7th Edition: Ein Neuanfang

 

PMBOK 7th Edition - Historier
Die Historie des PMBOK Guide seit der ersten Version 1996

Bis einschließlich in der 6. Edition war der erste und umfangreichere Teil der eigentliche „Guide to the Project Management Body of Knowledge“.

Diesem folgte dann der „Standard for Project Management“ als offizieller ANSI Standard. ANSI ist dabei das American National Standards Institute, welches vergleichbar ist mit dem deutschen Institut für Normung (DIN).

Als dritten Teil gab es einen Anhang.

In der 7. Edition werden nun die beiden Teile vertauscht. Die Reihenfolge lautet nun:

  1. ANSI Standard
  2. Eigentlicher Guide to the Project Management Body of Knowledge
  3. Anhang wie bisher.

Vergleich: PMBOK Guide 6th Edition & PMBOK Guide 7th Edition

 

PMBOK Guide 6th Edition*

PMBOK Guide 7th Edition

PMBOK Guide 6th Edition PMBOK Guide 7th Edition
Ein Leitfaden zum Wissensschatz des Projektmanagements

  • Einführung
  • Das Umfeld, in dem Projekte stattfinden
  • Die Rolle des Projektmanagers
  • 10 Wissensgebiete
Der Standard für Projektmanagement

  • Einführung
  • System für die Wertschöpfung
  • 12 Grundsätze
Der Standard für das Projektmanagement

  • Einführung
  • 5 Prozessgruppen
Ein Leitfaden für den Project Management Body of Knowledge

  • 8 Leistungsbereiche
  • Zuschneiden
  • Modelle, Methoden und Artefakte
* Im November 2022 wurde der PMBOK Guide 6th Edition durch den neuen Standard „Process Groups: A Practice Guide“ ersetzt. Mehr dazu im folgenden Kapitel.

 

Der neue „Process Groups: A Practice Guide“

Im November 2022 hat Project Management Institut (PMI) fast unbemerkt einen neuen Standard mit großen Auswirkungen veröffentlicht – „Process Groups: A Practice Guide“. Dieser bringt in verkürzter Form Inhalte des PMBOK Guide 6th Edition zurück. Er ersetzt diesen bereits bei der Entwicklung neuer Prüfungsfragen beim PMI. Außerdem hilft er Unternehmen, die Methodiken auf Basis des alten Standards entwickelt haben, diese beizubehalten, ohne die methodische Grundlage zu verlieren.

Seit Frühjahr 2023 ist zudem die Erneuerung und Aufwertung der CAPM-Zertifizierung bzw. der dafür nötigen Prüfung erfolgt. Dieses Einsteigerzertifikat wurde von einer reinen Buchabfrage zu einem anwendungsbezogenen Zertifikat aufgewertet. Unser Trainer Oliver F. Lehmann hat als Pilotanwender an der Entwicklung und Qualitätsprüfung der Zertifizierung mitgearbeitet.

Im folgenden aufgezeichneten Webinar vom 02.02.2023 lernen Sie – direkt von Oliver F. Lehmann – den neuen Standard „Process Groups: A Practice Guide“ kennen, der für die PMP- / CAPM-Prüfung wichtig ist. Und Sie erfahren, wie Unternehmen ihre jungen Mitarbeiter:innen optimal auf die neue CAPM-Zertifizierung vorbereiten können.

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Konsequenzen für die PMP-Prüfung

In der Vergangenheit gab es bei der Neuausgabe des PMBOK Guide immer einen Termin, an dem die Prüfung umgestellt wurde. Dieses Mal wird es dagegen ein Nebeneinander der beiden Editionen 6th und 7th Edition geben:

  • Fragen zu Methoden und Prozessen werden eher den PMBOK Guide 6th Edition als Referenz heranziehen
  • Fragen zu Prinzipien und Werten werden dagegen eher die 7th Edition als Referenz haben

Wichtig ist, zu wissen, dass die Autor:innen der Prüfungsfragen für die PMP® -Prüfung zusätzlich auch weitere Literatur heranziehen können. Die Prüfung ist eben nicht nur ein Test über den PMBOK Guide. Die Stoffmenge für die PMP-Prüfung wurde damit größer.

Am Ende dieses Artikels finden Sie einen Link zu weiterer prüfungsrelevanter PMP-Referenzliteratur. 

Zusammenfassung: PMBOK 7th Edition

In den letzten Jahren haben neue Technologien, neue Ansätze und rasche Marktveränderungen die Arbeitswelt verändert. Dadurch musste sich der Berufsstand der Projektmanager:innen weiterentwickeln. Der PMBOK Guide 7th Edition wurde daher aktualisiert, um diesen Herausforderungen gerecht zu werden. Er soll sich damit besser an die Arbeitsweise der Menschen von heute anpassen und ihnen helfen, proaktiver, innovativer und flexibler zu sein.
Der PMBOK Guide 7th Edition
  • spiegelt das gesamte Spektrum der Entwicklungsansätze wider (prädiktiv, traditionell, adaptiv, agil, hybrid etc.)
  • enthält einen zusätzlichen Teil über Anpassung des Entwicklungsansatzes und der Entwicklungsprozesse
  • erweitert die Liste der Werkzeuge und Techniken in einem neuen Abschnitt „Modelle, Methoden und Artefakte“
  • konzentriert sich auf die Projektergebnisse, zusätzlich zu den Ergebnissen

Weiterführende Links:


Eine detailliertere Beschreibung der Änderungen im PMBOK 7th Edition sehen Sie im folgenden Webinar mit Oliver F. Lehmann, PMP.

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Oliver F. LehmannDer Autor: Oliver F. Lehmann, MSc, ACE, PMP

Oliver F. Lehmann ist Trainer im Projektmanagement und Project Business Management. Er hat sich außerdem einen Namen gemacht als Autor von Fachbüchern und Artikeln und als Analyst für Krisenprojekte. Er war über 10 Jahre im aktiven Projektmanagement involviert, als er 1995 Trainer wurde. Heute arbeitet er für ein internationales Publikum mit den Schwerpunkten Personen-Zertifizierung und Verbesserung von Projektgeschäft. Er ist Eigentümer der Project Business Foundation, eines Thinktanks mit Hilfestellungen für Kunden und Zulieferer im Projektgeschäft. Außerdem ist er langjähriger Volunteer beim PMI, dem Project Management Institute. Unter anderem war er dort aktiv als Präsident des PMI Southern Germany Chapter von 2013 bis 2018 und als Projektmanager von 24-stündigen, welt-umspannenden online Charity-Konferenzen unter der Bezeichnung „Talk Around the Clock“.

Mehr über Oliver F. Lehmann auf LinkedIn
Autorenprofil im Blog: Oliver F.Lehmann

Der Beitrag PMBOK Guide 7th Edition: Was Kandidaten für die PMP-Prüfung darüber wissen sollten (Update 2023) erschien zuerst auf TPG Projektmanagement Blog für Profis.

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PMP Rezertifizierung und PDUs sammeln – wichtige Tipps, wie Sie dabei richtig vorgehen https://www.theprojectgroup.com/blog/pmp-rezertifizierung/ https://www.theprojectgroup.com/blog/pmp-rezertifizierung/#comments Mon, 04 Dec 2023 17:00:38 +0000 https://www.theprojectgroup.com/blog/?p=1095 Für gute Projektmanagerinnen und Projektmanager sind fundierte methodische Grundlagen und intensives Prozesswissen unbedingte Voraussetzung. Mit dem PMP® (Project Management Professional), der weltweit am meisten verbreiteten und anerkannten Zertifizierung des amerikanischen Project Management Institut (PMI®) zeigen Sie, dass Sie das Wissen wirklich beherrschen. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für Ihren Marktwert als Projektmanager:in und für gehobene [...]

Der Beitrag PMP Rezertifizierung und PDUs sammeln – wichtige Tipps, wie Sie dabei richtig vorgehen erschien zuerst auf TPG Projektmanagement Blog für Profis.

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Für gute Projektmanagerinnen und Projektmanager sind fundierte methodische Grundlagen und intensives Prozesswissen unbedingte Voraussetzung. Mit dem PMP® (Project Management Professional), der weltweit am meisten verbreiteten und anerkannten Zertifizierung des amerikanischen Project Management Institut (PMI®) zeigen Sie, dass Sie das Wissen wirklich beherrschen. Das ist ein wichtiger Pluspunkt für Ihren Marktwert als Projektmanager:in und für gehobene Positionen.

Als zertifizierte Person müssen sich jedoch regelmäßig um die PMP Rezertifizierung für den Erhalt ihrer Qualifizierung Gedanken machen – sonst verfällt Ihre PMP-Zertifizierung irgendwann. Wie die PMP Rezertifizierung genau funktioniert, das lesen Sie in diesem Artikel. Folgende Kapitel warten auf Sie:

Was unterscheidet die PMP Zertifizierung von anderen Zertifizierungen?

Zertifizierungen wie der Project Management Professional (PMP®) unterscheiden sich stark von akademischen Graden, wie Bachelor-, Master- oder Diplomabschlüssen oder gar einem Doktortitel.

Solche professionellen Zertifizierungen wie der PMP sind erst mal nur auf Zeit angelegt. Sie dienen damit vor allem als Beleg für die aktuelle Qualifizierung, weniger für eine Zielerreichung, die Jahre, vielleicht schon Jahrzehnte, zurückliegt.

Während man früher einen Beruf typischerweise auf Lebenszeit ausgeübt hat, arbeiten heute viele Berufstätige nur über ein paar Jahre in einem Beruf, um dann als Quereinsteiger:in in einen anderen zu wechseln.

Die professionelle Zertifizierung ist eine Form von Berufsabschluss, die gut in die Schnelllebigkeit unserer Zeit passt. Die zeitliche Befristung signalisiert die Aktualität der Qualifizierung, aber auch, dass die zertifizierte Person etwas für ihre berufliche Entwicklung getan hat.

Wichtig: Als Nachweis für die Aktualität der Qualifizierung müssen sich zertifizierte Personen meist regelmäßig um den Erhalt ihrer Qualifizierung kümmern, damit der Status nicht verfällt.


Sehen Sie hier ein passendes Video zum Thema PMP-Zertifizierung.

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Continuing Certification Requirements Program

Im Fall der PMP Zertifizierung müssen Sie für den Statuserhalt zum Glück keine neue Prüfung ablegen. Allerdings müssen Sie zur Verlängerung des Status innerhalb von drei Jahren 60 PMI PDUs sammeln und nachweisen – und das wiederkehrend.

Das Programm, innerhalb dessen die PDUs gesammelt und beim PMI® eingereicht werden müssen, nennt sich Continuing Certification Requirements bzw. Continuing Certification Requirements System (Zugang via PMI-Login). Die folgende Abbildung zeigt das Überblicksfenster des CCRS mit meinen aktuellen Daten als Beispiel:

PMP Rezertifizierung - Das Dashboard des CCRS
Das Dashboard des CCRS (PMI, 2021)

Aus dem Dashboard lässt sich ablesen, wie der aktuelle und der künftige Zyklus aussieht:

  • Aktueller Zyklus: Mein derzeitiger CCR-Zyklus beispielsweise, in dem ich die 60 PDUs sammeln muss, läuft seit dem 2. Februar 2023 und endet am 1. Februar 2026.“
  • Ich bin „in good standing“, d.h. ich habe im letzten CCR-Zyklus meine 60 Punkte zum Statuserhalt gesammelt und eingereicht („geclaimt“).
  • PDUs für den nächsten Zyklus: Für den darauffolgenden 3-Jahreszyklus, der am 2. Februar 2026 beginnt, hatte ich am 28. Februar 2023 die benötigten 60 PDUs gesammelt und beim PMI eingereicht.
  • Alle Claims (=Einreichungen) von PDUs sind auch genehmigt worden. Das heißt, keine PDUs wurden abgewiesen oder sind offen.

Nach dem Einreichen und der Akzeptanz der 60 PDUs hat PMI drei weitere Jahre an das Ende des aktuellen Zyklus angehängt. Ich bleibe jetzt also sicher bis 1. Februar 2029 PMP-zertifiziert, zumindest, sofern ich nicht gegen den „Code of Ethics and Professional Conduct“ verstoße.

PMP Rezertifizierung
Ab dem 2. Februar 2026 kann ich wieder anfangen PDUs einzureichen, um meinen Status bis 1. Februar 2029 zu verlängern.

Achtung: Tatsächlich können Sie 20 PDUs, die Sie im letzten Zyklusjahr erworben haben, bereits beim PMI für den nächsten Zyklus einreichen. Wenn ich diese Option nutze, brauche ich ab 2. Februar 2026 nur noch 40 PDUs zu sammeln.

Wenn Ihnen das zu kompliziert ist, dann hilft Ihnen Ihr PMP Trainer sicher gerne weiter.

Was Sie in der ersten Grafik ebenfalls sehen: die PDUs werden in zwei Gruppen  „Education“ und „Giving back“ gesammelt.

Das letztere heißt ausführlich „Giving back to the profession“ und behandelt Aktivitäten zum Vorteil von Projektmanagement und Ausführenden. Die Arbeit unserer „Volunteers“ (ehrenamtlich tätigen) im PMI Germany Chapter e.V. fällt zum Beispiel unter diese Kategorie, aber auch die praktische Arbeit als Projektmanager:in (max. 8 PDUs).

Weitere Möglichkeiten, mit denen Sie PMI PDUs sammeln können, sind Seminare oder Vorträge zu Projektmanagement, die Sie selbst entwickelt haben und/oder halten sowie Artikel oder auch Bücher, die Sie geschrieben haben.

Grundsätzlich gilt immer: Eine Stunde Arbeit = 1 PDU.

Sie sehen in der ersten Grafik dieses Beitrags auch, dass die Anzahl der PDUs unter „Giving back“ auf 25 PDUs gedeckelt ist. Innerhalb dieser Gruppe gibt es noch eine Untergruppe für das Praktizieren als Projektmanager:in. Diese ist, siehe oben, auf 8 PDUs gedeckelt.

Innerhalb der „Education“-Gruppe findet sich das „Talent Triangle“. Dieses besteht aus drei Untergruppen:

  • Ways of Working (= methodisches Projektmanagement)
  • Power Skills (= Führung und Sozialkompetenz)
  • Business Acumen (= Geschäftskompetenz)

In jeder dieser Untergruppen müssen Sie mindestens 8 PDUs einreichen. Die Education über die drei Untergruppen erfordert mindestens 35 PDUs.

Das mag jetzt alles etwas verwirrend klingen. Wenn Sie aber Ihre PDUs im Dashboard eintragen, dann werden Ihnen die Mindest- und Maximal-PDUs schnell klar. Weitere Details finden sich außerdem im CCRS® Handbook des PMI.

Grund für die Mindeststunden im Talent Triangle

PMP Rezertifizierung - Das Talent Triangle
Das Talent Triangle

Der Grund für die Mindeststunden im Talent Triangle: Das PMI vermeldet intensive Rückmeldungen von Arbeit- und Auftraggebern von Projektmanager:innen, die sich über den oft unzureichenden Ausbildungsstand dieser Personen beklagt haben.

Das betrifft insbesondere die Personen, deren PMP-Vorbereitung schon eine Weile zurückliegt. Mit der aktuellen Maßnahme will das PMI sicherstellen, dass sich PMP zertifizierte Personen intensiv und umfassend weiterbilden.

Sie haben noch keine PMP Zertifizierung und haben Interesse daran? Hier finden Sie ein PMP Seminar zur Prüfungsvorbereitung, dessen Trainer Oliver F. Lehmann, PMP, auch der Autor dieses Artikels ist.

PMI PDU sammeln und nachweisen – so geht’s

Ein hervorragender Weg, auf dem Sie PDUs sammeln können, sind die verschiedenen TPG Seminare. Da sie sich alle mit Themen des Projektmanagements befassen und die drei Seiten des Talent Triangle beinhalten, können Sie hier Ihr PDU-Konto schnell auffüllen und sich so den Statuserhalt sichern.

Auch für die Teilnahme an den kostenlosen TPG Webinaren können Sie PDUs geltend machen und eintragen.

Für Seminare und Webinare gilt:

  • Je Stunde Teilnahme können Sie einen PDU einreichen.
  • In der Regel fallen diese PDUs in die Kategorie „Education – Course or Training“ (siehe unten)

 

Für den Fall eines „Audits“, also einer Prüfung durch PMI, ob Ihre PDU-Angaben korrekt sind, können Sie eine Teilnahmebestätigung einreichen.

Gesammelte PDUs reichen Sie unter https://ccrs.pmi.org/claim beim PMI ein (Zugang via PMI-Login). Die folgende Abbildung zeigt die Übersichtsseite, aus der Sie dann die passende Kategorie auswählen können:

PMP Rezertifizierung - Übersichtsseite des CCRS
Die Übersichtsseite des CCRS zur Einreichung von PDUs  (Stand 12/2023)

eBook Download (PDF): „The PPRM Paradise“ - so geht modernes Projekt-, Portfolio & Ressourcenmanagement wirklich problemlos (ein Konzept)

Das sollte eine optimale, moderne und anpassbare Lösung für Projekt-, Portfolio- und Ressourcenmanagement (PPRM) können – Tipps, Nutzen und wichtige Argumente für Ihre Entscheider.

1. Education

Ein einfacher Weg zur PDU-Sammlung ist (wie oben bereits erwähnt) die Teilnahme an Seminaren oder Webinaren bei Trainingsanbietern. Die PDUs reichen Sie unter https://ccrs.pmi.org/claim/new/Class beim PMI online ein.

Da die meisten Felder im Einreichungsform optional sind, ist das schnell erledigt. Wir empfehlen allerdings, das optionale Feld „URL“ auszufüllen. Falls ein Assessor oder eine Assessorin beim PMI prüfen will, ob ein Seminar wirklich Projektbezug hatte, kann sich die Person so schnell informieren.

PMI PDU sammeln
Einreichen von PDUs für ein Seminar mit 18 PDUs (Stand: 12-2023).

Mögliche Rückfragen seitens des PMI können zum Beispiel sein:

  • Anteile der Projektmanagement-Inhalte an der Gesamtdauer
  • Zuordnung der PDUs zu den „Talent Triangle“-Kategorien
  • Qualifizierung des/der Trainer:in (evtl. müssen hier auch schriftliche Nachweise eingereicht werden)

Die Aufteilung der PDUs zu den Talent-Triangle-Kategorien erfolgt durch Sie selbst. Vorschläge, die die Seminarinhalte möglichst genau wiederspiegeln, finden Sie bei TPG unter dieser Seminarübersicht mit PDU-Angabe sowie bei jedem angekündigten Webinar im Inhaltstext.

Wie oben bereits beschrieben, können Sie auch weitere Maßnahmen nutzen, wie:

  • Podcasts
  • Webinaraufzeichnungen
  • protokolliertes Lesen von Fachliteratur oder
  • protokollierte Diskussionsrunden.

Beim letzten Punkt kann es aber sinnvoll sein, einen Profi als Moderator:in zu beauftragen. Zumindest dann, wenn der Wunsch besteht, nicht nur formale Anforderungen zu erfüllen, sondern den Beteiligten auch einen echten Lernerfolg mitzugeben.

Dieser sollte dann auch die einheitliche und sinnvolle Verteilung der PDUs sicherstellen. Seminare, Diskussionsgruppen etc. können übrigens gerne im Unternehmensumfeld oder unabhängig vom Arbeitgeber stattfinden.

Download (PDF): 10 wichtige Erfolgsfaktoren für ein PMO, die Sie kennen sollten

Lesen Sie praktische Tipps und eine umfangreiche Beschreibung von 10 wichtigen Erfolgsfaktoren für ein leistungsfähiges und akzeptiertes PMO.
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2. Giving back

Wichtig zu wissen ist, dass Sie auch als formale:r Moderator:in, Mentor:in oder Expert:in (Subject matter expert, SME) PDUs bis zu einer Obergrenze von 25 PDUs sammeln können. Davon sind maximal 8 PDUs für praktische Tätigkeit als Projektmanager:in möglich.

Gesammelte PDUs sollten Sie schnellstmöglich einreichen. Wenn Sie alle PDUs zusammen haben, dann können Sie auch gleich den Verlängerungsprozess abschließen, der mit einer kleinen Gebühr verbunden ist. Der neue 3-Jahreszeitraum wird dann am Ende des laufenden Zeitraums angehängt. Frühzeitiges Einreichen bringt also keine Nachteile.

Warum sich die PMP Rezertifizierung lohnt

Die meisten Inhaberinnen und Inhaber der PMP Zertifizierung haben diese als wertvolle Bereicherung ihres Berufs erfahren. Sie verschafft Ihnen ein besseres Standing im eigenen Unternehmen, aber auch bei Kunden und Zulieferern und zeichnet Sie als eine wertvolle Fachkraft aus.

Hinweis: Mit der PMP Zertifizierung verbinden Auftraggeber Erfahrung, Professionalität und Kompetenz. Mit Ihrem Einsatz halten Sie Ihren Status hoch.

Der hier beschriebene Aufwand für die Verlängerung der PMP Zertifizierung erscheint Ihnen zuerst vielleicht als Belastung. Tatsächlich können Sie aber mit diesen Erhaltungsmaßnahmen den Wert Ihrer Zertifizierung weiter steigern und Ihre eigene Professionalität nochmals verbessern. Das wird sich positiv auf Ihren eigenen Marktwert auswirken.

Lässt sich von Außenstehenden erkennen, ob ein:e Projektmanager:in zertifiziert ist? Tatsächlich geht das sehr einfach: PMI unterhält eine öffentlich abrufbare Liste von PMP Zertifikatsinhabern.

PMP Rezertifizierung - öffentlicher Nachweis
Die öffentliche PMI Registry mit den PMI Zertifikaten einer bestimmten Person (Stand: 12-2023).

Eine zweite, Anbieter-neutrale Registry gibt es bei dem Unternehmen Credly. Auch hier lässt sich einsehen, ob ein Person das PMP Zertifikat besitzt.

PMP Rezertifizierung - Credly
Die Registry bei Credly zeigt alle Zertifikate einer Person auf einen Blick (Stand: 12-2023).

PDUs sammeln im Bereich Education und Giving Back

Wenn wir einmal davon ausgehen, dass Sie ohnehin im Projektmanagement tätig sind, dürften Ihnen 8 PDUs erst mal leicht fallen, die Sie durch praktische Arbeit erlangen können. Sie benötigen also eigentlich 52 PDUs, die Sie innerhalb von 3 Jahren sammeln sollten.

Tipp: Stellen Sie sich einen Plan auf, wie Sie Ihre Punkte sammeln wollen.

Dabei können Sie aus einer Vielzahl von Maßnahmen wählen:

Beispiele im Bereich Education:

  1. Nehmen Sie an Seminaren teil.
  2. Nehmen Sie an Veranstaltungen Ihres örtlichen Chapters teil. Die Website des PMI Germany Chapter e.V. zeigt Ihnen, wo und wann diese Veranstaltungen stattfinden.
  3. Planen Sie protokolliertes Lesen von Büchern, Artikeln, Blogs und anderen Quellen. Notieren Sie Anfangs- und Endzeitpunkt jeder Sitzung, die jeweils gelesenen Seiten (bzw. Kindle-Positionen o.ä.), und schreiben Sie auf, was Sie sich dabei erarbeitet haben.
  4. Bitten Sie Ihr Unternehmen, ein Angebot an Workshops zu entwickeln, eventuell Trainer-geführt, das dann auch Angebote in Übereinstimmung mit den strategischen Zielen des Unternehmens beinhaltet und die spezifischen Bedürfnisse der beteiligten Personen berücksichtigt.

Beispiele im Bereich Giving Back:

  1. Werden Sie in einem Chapter als Volunteer aktiv.
  2. Entwickeln und halten Sie Vorträge, Seminare etc.
  3. Schreiben Sie Artikel zum Thema Projektmanagement. Das Magazin des PMI Germany Chapter e.V. ist übrigens immer dankbar für qualitativ hochwertige Einreichungen.
    Weitere geeignete Medien für Veröffentlichungen sind
    https://www.projektmagazin.de (in Deutsch)
    https://pmworldjournal.com (in Englisch)
    Gerne helfen wir Ihnen, den Kontakt zu den jeweiligen Redaktionen herzustellen
  4. Bieten Sie sich Anfänger:innen im Projektmanagement als Mentor:in oder Coach an, gerne im eigenen Unternehmen.

Zusammenfassung: PMP Rezertifizierung

In diesem Artikel haben Sie erfahren, worum es sich bei der PMP Rezertifizierung handelt und warum diese so wichtig ist. Auch wenn der nötige Aufwand zunächst wie eine Belastung erscheint, so wird dieser vom Großteil der PMP Zertifikatsinhaber:innen als wertvolle Bereicherung ihres Berufs angesehen.

Im Fall der PMP Rezertifizierung müssen Sie keine neue Prüfung ablegen. Allerdings müssen Sie im 3-Jahresrhythmus PDU-Punkte sammeln.

Im Artikel haben Sie gelesen, wie Sie diese PDUs sammeln und nachweisen. Dies wurde anhand der Modelle „Education“ und „Giving back“ beschrieben und Beispiele genannt.

Unsere Tipps zum Schluss: Lernen Sie das individuell anpassbare “The PPM Paradise” kennen – die optimale Umgebung für ein unternehmensweites Projekt-, Programm-, Portfolio- und Ressourcenmanagement (PPM). Laden Sie sich jetzt hier das eBook dazu herunter (nur klicken, ohne Formular).

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Sie haben noch keine PMP Zertifizierung und haben Interesse daran? Hier finden Sie ein PMP Seminar zur Prüfungsvorbereitung, dessen Trainer Oliver F. Lehmann, PMP, auch der Autor dieses Artikels ist.

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Oliver F. LehmannDer Autor: Oliver F. Lehmann, MSc, ACE, PMP

Oliver F. Lehmann ist Trainer im Projektmanagement und Project Business Management. Er hat sich außerdem einen Namen gemacht als Autor von Fachbüchern und Artikeln und als Analyst für Krisenprojekte. Er war über 10 Jahre im aktiven Projektmanagement involviert, als er 1995 Trainer wurde. Heute arbeitet er für ein internationales Publikum mit den Schwerpunkten Personen-Zertifizierung und Verbesserung von Projektgeschäft. Er ist Eigentümer der Project Business Foundation, eines Thinktanks mit Hilfestellungen für Kunden und Zulieferer im Projektgeschäft. Außerdem ist er langjähriger Volunteer beim PMI, dem Project Management Institute. Unter anderem war er dort aktiv als Präsident des PMI Southern Germany Chapter von 2013 bis 2018 und als Projektmanager von 24-stündigen, welt-umspannenden online Charity-Konferenzen unter der Bezeichnung „Talk Around the Clock“.

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Der Beitrag PMP Rezertifizierung und PDUs sammeln – wichtige Tipps, wie Sie dabei richtig vorgehen erschien zuerst auf TPG Projektmanagement Blog für Profis.

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