Transparenz Archives - Podcast Projektmanagement & PMO https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/tag/transparenz/ TPG The Project Group Tue, 26 Aug 2025 13:16:43 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=6.4.7 #145 Projektcontrolling – Braucht es Kaufmännische Projektleiter überhaupt? https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/warum-projektcontrolling/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/warum-projektcontrolling/#respond Tue, 12 Aug 2025 06:00:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=5159 Willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts rund ums Projektmanagement! Heute stellen wir eine provokante Frage: Braucht es kaufmännische Projektleiter – oder sind die nur „Spaßbremsen“ im Projekt? Unser heutiger Gast ist Claudia Lampert, Projektcontrollerin bei den Stadtwerken München. Sie hat das Thema Projektcontrolling von Grund auf miterlebt – von stiefmütterlicher Behandlung bis hin zu wachsender […]

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Willkommen zur neuen Folge unseres Podcasts rund ums Projektmanagement! Heute stellen wir eine provokante Frage: Braucht es kaufmännische Projektleiter – oder sind die nur „Spaßbremsen“ im Projekt? Unser heutiger Gast ist Claudia Lampert, Projektcontrollerin bei den Stadtwerken München. Sie hat das Thema Projektcontrolling von Grund auf miterlebt – von stiefmütterlicher Behandlung bis hin zu wachsender Relevanz, insbesondere nach prominenten Projektdebakeln wie dem Berliner Flughafen oder Stuttgart 21.

Wir wollen gemeinsam klären:

  • Was ist Projektcontrolling eigentlich?
  • Warum ist es so wichtig – gerade in technisch geprägten Projekten?
  • Welche Herausforderungen stellen sich dabei – und wie kann man sie überwinden?
  • Und zuletzt: Was macht einen guten kaufmännischen Projektleiter aus?

Viel Spaß beim Zuhören!

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Tina Ciotola


Und Claudia Lampert

Claudia Lampert ist zertifizierte und passionierte Projektmanagerin mit vielen Jahren Berufserfahrung in klassischen und agilen Projekten. Aufbauend auf ihr Studium der Kultur- und Wirtschaftswissenschaften sowie Management, führte sie zahlreiche Projektteams und sammelte wertvolle Erfahrungen in der Projektarbeit. Sie baute ihre Expertise in der Beratungsbranche, in einem Start-up, der freien Wirtschaft und im öffentlichen Dienst auf und ist aktuell im Projektcontrolling tätig.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
linkedin.com/in/claudia-lampert


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00:00Intro 01:35Warum erfährt Projektcontrolling eine Neubewertung? 02:16Was ist Projektcontrolling überhaupt? 06:55Inwieweit steuert das Projektcontrolling? 08:04Wie ist die Schnittstelle zur Projektleitung? 10:35Welchen Nutzen bringt das Projektcontrolling? 11:38Was braucht das Projektcontrolling vom Projektteam? 12:57Erfolgsrezept für eine gute Zusammenarbeit 16:39Projekt ohne Controlling – Was sind die Auswirkungen? 18:11Unterschiede klassisches vs. agiles PM 21:15Was, wenn Preise aus dem Ruder laufen? 23:53Gesteigertes Interesse am Thema Projektcontrolling 26:19Herausforderungen im Projektcontrolling 27:50Wieviel Transparenz braucht es in der Kommunikation? 29:02Erfolgsbooster: Digitalisierung in Projekten 32:18Tip für den Einstieg ins Projektcontrolling 48:00Fazit

Podcast-Zusammenfassung: Braucht es kaufmännische Projektleiter überhaupt?

Warum Projektcontrolling kein Beiwerk, sondern ein Erfolgsfaktor ist

Claudia Lampert, Projektcontrollerin bei den Stadtwerken München, hat das Projektcontrolling von Grund auf miterlebt – von einer Randerscheinung hin zu einem strategischen Pfeiler. Ihre Einblicke zeigen: Kaufmännisches Projektmanagement ist nicht nur ein ergänzender Aspekt, sondern eine zentrale Säule erfolgreicher Projektarbeit. Besonders in technisch geprägten Großprojekten schafft Projektcontrolling die nötige Transparenz, um Risiken frühzeitig zu erkennen, Entscheidungen zu fundieren und den Projekterfolg abzusichern.

In unserem Gespräch beleuchten wir, was Projektcontrolling genau leistet, warum es so oft unterschätzt wird – und weshalb es mehr ist als reine Zahlenakrobatik.

Einordnung: Was ist Projektcontrolling – und was nicht?

Projektcontrolling wird oft auf eine reine Zahlenüberwachung reduziert – als eine Art „Projektpolizei“, die Kontrolle ausübt. Doch das greift viel zu kurz. Tatsächlich geht es beim Projektcontrolling um die aktive Steuerung des Projekterfolgs entlang der zentralen Erfolgsfaktoren: Zeit, Kosten und Qualität. Es ist ein methodischer und strukturierter Beitrag zur Zielerreichung – und keine reine Kontrollinstanz.

Projektcontroller:innen erstellen fundierte Planungen, begleiten Soll-Ist-Vergleiche, identifizieren Abweichungen, bewerten Risiken und schlagen frühzeitig Korrekturmaßnahmen vor. So wird sichergestellt, dass Projekte nicht erst am Ende bewertet werden, sondern während des gesamten Verlaufs gezielt steuerbar bleiben.

🎯 Tipp: Betrachten Sie Projektcontrolling als aktiven Steuerungsmechanismus – nicht als nachgelagerte Kontrollinstanz. Es gehört ins Zentrum des Projekts, nicht an den Rand.

Der Mehrwert: Transparenz als Schlüssel zum Erfolg

Transparenz ist kein Selbstzweck. Sie schafft die Grundlage für fundierte Entscheidungen – sowohl auf operativer als auch auf strategischer Ebene. Projektcontrolling ermöglicht diese Transparenz durch regelmäßige Berichte, datengestützte Analysen und klare Visualisierungen des Projektstatus. Besonders hilfreich: Frühwarnindikatoren wie Ampelbewertungen zu Budget, Zeitfortschritt oder Risiken.

Gerade in technisch dominierten Projekten, in denen die operative Komplexität hoch ist, sorgt Projektcontrolling dafür, dass die kaufmännische Perspektive nicht aus dem Blick gerät. Damit wird es zur wichtigen Stütze für die Projektleitung, aber auch für Stakeholder, die Entscheidungen treffen oder Ressourcen freigeben müssen.

🎯 Tipp: Schaffen Sie systematische Transparenz – nicht erst im Krisenfall, sondern regelmäßig und auf Basis fundierter Kennzahlen.

Herausforderungen: Missverständnisse, Rollenunklarheit und Teamdynamik

Eine der größten Hürden für effektives Projektcontrolling liegt in der Wahrnehmung der Rolle. Viele Projektbeteiligte sehen Controller:innen noch immer als unangenehme Fragesteller – als Zahlenfreaks mit Kontrollfokus. Diese Rolle erschwert die Zusammenarbeit, vor allem, wenn Projektcontroller:innen nicht als gleichwertige Teammitglieder wahrgenommen werden.

Claudia Lampert schildert aus eigener Erfahrung, dass es Zeit und Kommunikationsaufwand braucht, um sich in neuen Projekten die Position am Tisch zu sichern. Der Weg dorthin führt über Offenheit, Dialog – und über Rollenklärung. Besonders wichtig: Projektcontroller:innen sollten nicht als „zweiter Projektleiter“ auftreten.

Denn eine Doppelspitze aus technischer und kaufmännischer Projektleitung führt oft zu Reibungen. Die Erfahrung zeigt: Projekte profitieren mehr, wenn Projektcontroller:innen als unterstützende, aber gleichwertige Sparringspartner agieren, nicht als konkurrierende Führungskraft. Ihre Rolle ist es, die kaufmännische Perspektive ins Team einzubringen – nicht, es zu leiten.

🎯 Tipp: Vermeiden Sie eine Konkurrenzsituation zwischen technischer und kaufmännischer Projektleitung. Setzen Sie auf eine integrierte Teamstruktur mit klaren Verantwortlichkeiten und gegenseitiger Wertschätzung.

Steuerung statt Kontrolle: Controlling als strategische Begleitung

Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass Controlling nur rückblickend funktioniert – nach dem Motto: Was war gut? Was lief schlecht? Doch gutes Projektcontrolling begleitet das Projekt aktiv und vorausschauend. Es erkennt frühzeitig, wenn etwa zu viel Budget verbraucht wurde oder Zeitpuffer schrumpfen – und schlägt dann steuernd einzugreifende Maßnahmen vor.

Ein besonders wirkungsvoller Hebel ist dabei das Risikomanagement. Wenn Controller:innen potenzielle Risiken frühzeitig identifizieren, deren Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe bewerten und daraus Risiko-Budgets ableiten, können finanzielle Puffer gezielt geplant und eingesetzt werden. Statt auf Überraschungen zu reagieren, wird präventiv agiert.

🎯 Tipp: Denken Sie Projektcontrolling nicht reaktiv, sondern proaktiv – mit Risikobetrachtungen, Forecasts und Korrekturmaßnahmen schon vor der Eskalation.

Konsequenzen fehlender Kontrolle: Wenn Projekte aus dem Ruder laufen

Was passiert, wenn Projektcontrolling vernachlässigt wird? Die Antwort ist einfach – und oft teuer. Es fehlt an verlässlichen Daten für Entscheidungen. Abweichungen werden zu spät erkannt. Projektleiter:innen stehen mit Budget-, Ressourcen- oder Terminproblemen plötzlich allein da. Gerade in Großprojekten kann das fatale Folgen haben – siehe Berliner Flughafen oder Stuttgart 21.

Hinzu kommt: Ohne systematisches Controlling fehlt dem Unternehmen die Verbindung zwischen Projektgeschehen und strategischer Steuerung. Wer nicht weiß, wie viel Liquidität wann benötigt wird, plant an der Realität vorbei. Diese Erkenntnis kann mit Zeitverzug oder sogar mit Projektscheitern bezahlt werden.

🎯 Tipp: Verzichten Sie nicht auf kaufmännische Transparenz. Fehlende Daten sind nicht nur operativ ein Risiko – sie untergraben die wirtschaftliche Steuerbarkeit des gesamten Portfolios.

Digitalisierung als Hebel – aber bitte mit Schnittstelle

Die Digitalisierung hat auch das Projektcontrolling erreicht – und das ist gut so. Tools für Ressourcenplanung, Kostenverfolgung und Statusreporting sind heute unverzichtbar. Sie ermöglichen Skalierung, Automatisierung und eine einheitliche Datenbasis für das gesamte Projektteam.

Doch es gilt: Digitalisierung hilft nur, wenn die Tools miteinander sprechen. Insellösungen ohne Schnittstellen führen zu Mehraufwand – nicht zu Effizienz. Wer manuell Daten von einem System ins andere überträgt, verschwendet Zeit und Personalressourcen.

In großen Organisationen wie den Stadtwerken München ist die Digitalisierung daher ein zentrales strategisches Thema. Claudia Lampert berichtet von der Entwicklung eines Tools zur projektübergreifenden Ressourcenverteilung – der nächste logische Schritt: KI-gestützte Optimierung über mehrere Portfolios hinweg.

🎯 Tipp: Investieren Sie nicht nur in Tools, sondern auch in ihre Integration. Digitalisierung entfaltet ihre Wirkung erst durch durchgängige Datenflüsse.

Forschung und Trends: Die Relevanz steigt

Nicht nur in der Praxis, auch in der Fachwelt gewinnt Projektcontrolling an Bedeutung. Das zeigt sich in der Gründung von Fachgruppen, der gestiegenen Aufmerksamkeit in Fachzeitschriften und Studien wie der 2024 erschienenen Untersuchung zum „Commercial Project Management bei Auftraggebern“.

Ein zentraler Befund: Kaufmännische Aspekte müssen künftig über den gesamten Projektlebenszyklus hinweg mitgedacht werden. Das betrifft Planung, Umsetzung und Auswertung gleichermaßen – und ist Ausdruck eines Reifegrads, den viele Unternehmen erst noch erreichen müssen.

🎯 Tipp: Wenn Ihr Unternehmen Controlling bislang nur als Berichtswesen versteht, ist es Zeit umzudenken. Denken Sie strategischer – über den gesamten Lebenszyklus des Projekts hinweg.

Was macht einen guten kaufmännischen Projektleiter aus?

Es braucht mehr als Zahlenverständnis, um Projekte kaufmännisch erfolgreich zu begleiten. Gute Projektcontroller:innen bringen Neugier auf Technik, Verständnis für andere Rollen und eine ausgeprägte Kommunikationsfähigkeit mit. Sie wissen, dass man nicht nur Daten braucht, sondern auch Menschen, die bereit sind, diese zu liefern – und die Zusammenhänge zu verstehen.

Wer erklärt, warum bestimmte Zahlen gebraucht werden und was mit den Informationen geschieht, baut Vertrauen auf. So entstehen tragfähige Beziehungen im Projektteam – die Grundlage für erfolgreiche Zusammenarbeit.

🎯 Tipp: Investieren Sie in Beziehungspflege, nicht nur in Tabellen. Wer als Controller:in verstanden wird, wird auch unterstützt.

Fazit: Projektcontrolling ist der unterschätzte Performance-Booster

Claudia Lampert bringt es auf den Punkt:
„Projektcontrolling ist nicht nur Steuerung – es ist der Performance-Booster, der Projekte zum Erfolg führen kann.“

Die Rolle des kaufmännischen Projektleiters oder Controllers wird heute zu Unrecht unterschätzt – dabei ist sie entscheidend für Projekterfolg. In einer Zeit, in der Budgets knapper und Projekte komplexer werden, schafft Controlling die notwendige Verbindung zwischen operativer Umsetzung und wirtschaftlicher Verantwortung.

Es geht nicht um Kontrolle, sondern um Orientierung. Nicht um Berichtspflicht, sondern um Entscheidungssicherheit. Nicht um Konkurrenz zur technischen Leitung, sondern um partnerschaftliche Ergänzung.

🎧 Hören Sie rein! Das ausführliche Gespräch mit Claudia Lampert bietet viele weitere Insights und Beispiele: https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/warum-projektcontrolling

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Weitere PPM-Infos

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#120 PPM-Tool-Implementierung: Wenn Sie ein PPM-Tool erfolgreich einführen wollen https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ppm-tool-implementierung/ https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/ppm-tool-implementierung/#respond Tue, 27 Aug 2024 06:30:00 +0000 https://www.theprojectgroup.com/podcast-projektmanagement/?p=4636 Die Vorarbeit ist geschafft: Sie haben Ihre neue Software für Projekt- und Portfoliomanagement (PPM) mit zentraler Datenhaltung ausgewählt. Jetzt geht es um die eigentliche Einführung dieses PPM-Tools. Doch auf was ist hierbei zu achten, damit die Akzeptanz hoch ist und der erwartete Nutzen des Tools auch tatsächlich eintritt? 🤔 In Teil 3 der 4-teiligen Podcastreihe […]

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Die Vorarbeit ist geschafft: Sie haben Ihre neue Software für Projekt- und Portfoliomanagement (PPM) mit zentraler Datenhaltung ausgewählt. Jetzt geht es um die eigentliche Einführung dieses PPM-Tools. Doch auf was ist hierbei zu achten, damit die Akzeptanz hoch ist und der erwartete Nutzen des Tools auch tatsächlich eintritt? 🤔

In Teil 3 der 4-teiligen Podcastreihe zur „PPM-Tool-Einführung“ beleuchten Johann Strasser und Dr. Thomas Henkelmann den Implementierungsprozess genau:

  • Warum sollten Sie die Erwartungen von Stakeholdern, Sponsoren und Entscheider kennen?
  • Mit welchen Features macht es Sinn zu starten?
  • Was soll bis wann erreicht werden?
  • Warum sollten Sie sich nicht zu viel auf einmal vornehmen?

✅ Nach dieser Folge haben Sie einen soliden Überblick über die wichtigsten Erfolgsfaktoren für eine erfolgreiche PPM-Tool-Einführung. Jetzt anhören! 🎧

P.S. In den ersten beiden Teilen der Reihe ging es um eine grundlegende Orientierung bei der PPM-Tool-Auswahl (#118) und wichtige Aspekte bei der Tool-Auswahl (#119).

In der kommenden und letzten Episode der Reihe (#121) erfahren Sie, wie Sie Ihr PPM-System nach Bedarf schrittweise weiter ausbauen bzw. optimieren können.

⭐ ⭐ ⭐ ⭐ ⭐
Und noch eine Bitte zum Schluss: Wir freuen uns, wenn Sie unseren Podcast mit 5 Sternen Bewerten und in Ihrem Netzwerk weiterempfehlen. Vielen Dank!

Tina Ciotola


Mit Johann Strasser

Johann Strasser, Dipl.-Ing., ist seit 2001 geschäftsführender Gesellschafter bei TPG The Project Group. Seine langjährige Expertise fließt in die Produktentwicklung und in die Beratung internationaler Kunden. Sein Wissen gibt er seit vielen Jahren in Form von Vorträgen, Seminaren, Artikeln und Webinaren weiter.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
https://www.linkedin.com/in/johann-strasser/

und Dr. Thomas Henkelmann

Dr. Thomas Henkelmann war seit Mai 2004 Associate Partner bei TPG The Project Group. Seit Januar 2019 ist er geschäftsführender Gesellschafter. Seminare, Schulungen und Implementierungskonzepte für Enterprise Project Management mit Microsoft Project waren die Schwerpunkte der Tätigkeit von Dr. Thomas Henkelmann in den letzten Jahren. Jetzt liegt dieser auf Consulting und Vertrieb.

Hier geht es zum LinkedIn-Profil:
https://www.linkedin.com/in/dr-thomas-henkelmann-1263222/


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00:00Intro 01:44Lieber erstmal kleiner starten 03:29Wichtiger Quick-Win: die zentrale Projektliste 10:13Erfolgsfaktor 1: Projektplan für die Einführung 13:24Erfolgsfaktor 2: Regelmäßigkeit 18:23Erfolgsfaktor 3: Austausch und Feedback 22:12Wann ist ein Einführungsprojekt abgeschlossen? 27:08Wie bewerten Sie Ihren Reifegrad? 29:29Erfolgsfaktor 4: Messen Sie! 32:08Ausblick: Optimierung

Relevante Links / Downloads

TPG_PPM_Paradise_eBook_-_TPG_TheProjectGroup.pdf 

9 Risiken bei der Einführung von PPM-Software zu scheitern (die Sie kennen sollten)

Wie Sie bei der Auswahl einer Projektmanagement-Software richtig vorgehen (Tipps + Checklisten) (youtube.com) 

Auswahl von Projektmanagement-Software (viele Praxis-Tipps) (theprojectgroup.com) 

Projektmanagement-Tools – das sind die Software-Trends in 2024 (theprojectgroup.com) 

PMO-Tools: Software-Tipps für Multiprojektmanagement (theprojectgroup.com) 

User Adoption: Der Prozess für erfolgreiche Tool-Akzeptanz (theprojectgroup.com) 


So klappt die Einführung einer Projektmanagement-Software erfolgreich: (Leitfaden mit Praxistipps)

Gute und passende Projektmanagement-Software bietet eine zentrale Übersicht über alle laufenden Projekte, fördert die Zusammenarbeit und erhöht die Transparenz. Viele Unternehmen wollen daher mit einem modernen Tool „aufrüsten“. 

Doch die Einführung einer Projektmanagement-Software ist mehr als nur die Installation eines Tools. Das Vorgehen erfordert eine sorgfältige Planung, eine iterative Herangehensweise und das Engagement aller Beteiligten. Unternehmen, die die Einführung gut meistern, schaffen eine solide Grundlage für ihren langfristigen Erfolg.  

Im Rahmen unserer Podcastreihe „PPM-Toolauswahl“ erhalten Sie von Hans Strasser und Dr. Thomas Henkelmann in dieser Episode (#120) viele praktische Tipps, mit denen Sie die Einführung einer neuen Projektmanagement-Software erfolgreich abschließen.  

Folgend haben wir für Sie die wichtigsten Schritte und Tipps dieser Episode im Text zusammengefasst.  

Klein anfangen und Quick Wins erzielen  

Oft wollen die Verantwortlichen im Unternehmen sofort die gesamte Funktionsbandbreite einer neuen Software einführen. Das schafft jedoch meist nur Überforderung und Frustration bei den Usern.  

Stattdessen sollten Sie zunächst mit einem reduzierten und gut verständlichen Funktionsumfang des Tools kleine, überschaubare Projekte umsetzen. Diese werden mit höherer Wahrscheinlichkeit erfolgreich sein und Sie können damit schnell Erfolge nachweisen – sogenannte „Quick Wins“. 

Beispiel: Stellen Sie sich ein mittelständisches Unternehmen vor, das eine neue Projektmanagement-Software einführt. Anstatt alle Mitarbeitenden sofort in sämtliche Funktionen einzuweisen, könnte das Unternehmen zunächst eine zentrale Projektliste erstellen. Diese Liste enthält alle aktuellen Projekte des Unternehmens und ist innerhalb von wenigen Wochen verfügbar. Die Vorteile sind sofort sichtbar: Alle Beteiligten können nun auf eine einheitliche Datenquelle zugreifen. Das verbessert die Transparenz und die Zusammenarbeit deutlich. 

Diese Quick Wins schaffen Vertrauen in die neue Software. Zudem motivieren diese Erfolge die Mitarbeitenden, sich stärker mit dem Tool auseinanderzusetzen. Und durch den frühen Einsatz der Software minimieren Sie das Risiko, dass das weitere Implementierungsprojekt für das neue Tool ins Stocken gerät. 

Vier Erfolgsfaktoren für die Einführung einer Projektmanagement-Software

Um die Implementierung erfolgreich zu gestalten, sollten Sie vier zentrale Erfolgsfaktoren beachten: 

  1. Technik und Organisation: Die technische Implementierung ist nur die halbe Miete. Ebenso wichtig ist es, dass Sie die organisatorischen Rahmenbedingungen schaffen, die eine erfolgreiche Nutzung der Software ermöglichen. Dies bedeutet, dass die Prozesse im Unternehmen auf die Software abzustimmen und gegebenenfalls anzupassen sind. Dazu gehört auch, dass Sie die User frühzeitig in den Prozess einbeziehen. 

Tipp: Führen Sie vor der Einführung der Software eine Bedarfsanalyse durch. Diese hilft dabei, die spezifischen Anforderungen des Unternehmens zu identifizieren und die Software entsprechend zu konfigurieren. Es ist wichtig, die User von Anfang an einzubeziehen. Alle müssen das Gefühl haben, Teil des Prozesses zu sein und die neue Software zu ihrem eigenen Vorteil nutzen zu können. 

  1. Iterative Entwicklung: Führen Sie die neue Projektmanagement-Software schrittweise ein und fragen Sie regelmäßig Feedback ab. So können Sie Anpassungen schnell vornehmen und die Software entwickelt sich in die richtige Richtung. Dieser Ansatz minimiert das Risiko, dass das System nicht den Anforderungen entspricht und ermöglicht es, flexibel auf Veränderungen zu reagieren. 
  1. Schulung und Changemanagement: Die Einführung einer Projektmanagement-Software erfordert Schulungen und ein aktives Change Management / User Adoption (Link: https://www.theprojectgroup.com/de/projektmanagement-beratung-consulting/user-adoption) . Nur so können Sie sicherstellen, dass die User die neue Software akzeptieren und effektiv nutzen. Dabei sollten Schulungen nicht nur die technischen Aspekte der Software abdecken, sondern auch die neuen Prozesse und Arbeitsweisen, die mit der Software einhergehen. 

Tipp: Planen Sie Schulungen in mehreren Stufen. Zunächst sollten Sie grundlegende Schulungen für alle User anbieten, gefolgt von fortgeschrittenen Schulungen für spezifische User-Gruppen. Ergänzend dazu kann es hilfreich sein, „Super-User“ oder „Key-User“ auszubilden, die als Unterstützung für ihre Kolleg:innen fungieren und bei Fragen und Problemen unterstützen. 

4. Regelmäßige Erfolgskontrolle: Überprüfen und messen Sie regelmäßig den Fortschritt, ob die gesetzten Ziele erreicht wurden. Dies stärkt das Vertrauen in die neue Software und motiviert die User. Führen Sie Erfolgskontrollen nicht nur auf technischer Ebene durch, sondern berücksichtigen Sie auch die Akzeptanz und Nutzung der Software durch die User. 

Wann ist die Einführung einer Projektmanagement-Software abgeschlossen?

Eine häufige Frage in der Einführungsphase eines neuen Tools ist, wann dieses Projekt wirklich abgeschlossen ist. Die Antwort ist nicht immer eindeutig, denn in gewisser Weise entwickelt sich ein Projektmanagement-Werkzeug ständig weiter. Nach etwa sechs Monaten könne Sie jedoch eine erste Bilanz ziehen. In dieser Phase sollten Sie die Software „leben lassen“ und die ersten Ergebnisse bewerten.  

Auch wenn Sie das Tool in den ersten Monaten intensiv weiterentwickeln, sollten Sie nach einer gewissen Zeit eine Pause einlegen. Dadurch können Sie die bestehenden Funktionen ausreichend nutzen und gut evaluieren. 

Tipp: Planen Sie regelmäßige Review-Meetings, um den Fortschritt des Einführungsprojekts zu bewerten. In diesen Meetings können Sie sowohl Erfolge feiern als auch Probleme besprechen. Wichtig ist, dass alle Beteiligten die Möglichkeit haben, ihre Meinung zu äußern und Vorschläge für Verbesserungen einzubringen. 

Was ist der Reifegrad einer Projektmanagement-Software?  

Ein weiterer wichtiger Punkt ist der Reifegrad der Software. Hierbei geht es nicht um möglichst viele Funktionen und Methoden. Es bedeutet, dass die Software entsprechend den spezifischen Bedürfnissen der User und des Unternehmens zum Einsatz kommt. Reife bedeutet, dass die User die ausgewählten Funktionen gut beherrschen und effektiv nutzen. Es ist besser, weniger Funktionen sehr gut zu beherrschen, als viele Funktionen nur oberflächlich einzusetzen. 

Tipp: Führen Sie regelmäßige Reifegradbewertungen durch, um zu überprüfen, wie gut die Software im Unternehmen genutzt wird. Diese Bewertungen können Ihnen helfen, Verbesserungspotenziale zu identifizieren und sicherzustellen, dass die Software optimal zum Einsatz kommt. 

Optimierung: Der nächste Schritt nach der Einführung 

Nach der erfolgreichen Einführung und einer ersten Konsolidierungsphase sollten Sie darüber nachdenken, wie Sie die Software weiter optimieren können. Dabei geht es nicht nur um die Einführung neuer Funktionen, sondern auch um die Integration der Software mit anderen Systemen im Unternehmen. So könnte beispielsweise die Anbindung an ein ERP-System oder eine Risiko-Datenbank sinnvoll sein. Mit einem bidirektionalen Datenaustausch zwischen Systemen können Sie den Informationsfluss im Unternehmen weiter verbessern, die Datenqualität erhöhen und Ineffizienzen reduzieren. 

Fazit: Schaffen Sie ein lebendes System!

Die erfolgreiche Einführung einer Projektmanagement-Software ist ein fortlaufender Prozess. Dieser erfordert Geduld, strategisches Denken und das Engagement aller Beteiligten. Durch eine schrittweise Einführung, die Fokussierung auf Quick Wins und die regelmäßige Überprüfung des Fortschritts können Sie sicherstellen, dass die Software letztendlich optimal genutzt wird und einen nachhaltigen Mehrwert bietet. 

Ein lebendes System zeichnet sich dadurch aus, dass es sich kontinuierlich weiterentwickelt und den sich ändernden Anforderungen Ihres Unternehmens anpasst. Unternehmen, die diesen Ansatz verfolgen, werden langfristig von einer besseren Übersicht, effizienteren Prozessen und einer höheren Zufriedenheit ihrer Mitarbeitenden profitieren.  

Die Reise mag herausfordernd sein, aber mit der richtigen Strategie und dem nötigen Engagement ist Ihnen der Erfolg garantiert.  

Praktische Tipps für den Alltag 

Kommunikation ist der Schlüssel: Informieren Sie Ihre Mitarbeitenden regelmäßig über den Fortschritt der Einführung der Projektmanagement-Software. Schaffen Sie eine offene Atmosphäre, in der Feedback willkommen ist. Dies trägt dazu bei, dass sich die User einbezogen fühlen und motiviert sind, die neue Software zu nutzen. 

Vermeiden Sie die „Feature-Falle“: Es ist verlockend, alle Funktionen einer neuen Software sofort nutzen zu wollen. Konzentrieren Sie sich jedoch zunächst auf die Funktionen, die für Ihr Unternehmen den größten Mehrwert bieten. Erweitern Sie das System dann nach und nach. 

Schaffen Sie „Super-User“: Bestimmen Sie in jeder Abteilung einen oder mehrere „Super-User“. Diese fungieren als interne Expert:innen für die Software und können bei Fragen und Problemen helfen. Dies erleichtert den Übergang zur neuen Software und stellt sicher, dass das Wissen intern verfügbar ist. 

Messen Sie den Erfolg: Legen Sie von Anfang an klare Kriterien fest, anhand derer Sie den Erfolg der Implementierung messen können. Dazu können Zeit- und Kosteneinsparungen, die Zufriedenheit der Mitarbeitenden oder die Verbesserung von Arbeitsabläufen gehören. 

Seien Sie geduldig: Eine erfolgreiche Implementierung braucht Zeit. Seien Sie geduldig und geben Sie Ihren Mitarbeitenden die Möglichkeit, sich an das neue System zu gewöhnen. Denken Sie daran, dass eine schrittweise Einführung in der Regel erfolgreicher ist als ein „Big Bang“-Ansatz. 

Durch die Anwendung dieser Tipps und die Berücksichtigung der oben beschriebenen Erfolgsfaktoren können Sie die Einführung einer Projektmanagement-Software erfolgreich gestalten. Ein gut implementiertes System wird nicht nur die Effizienz steigern, sondern auch die Zusammenarbeit und Transparenz im Unternehmen verbessern. Letztendlich wird es Ihrem Unternehmen helfen, Projekte effektiver zu planen und durchzuführen und somit langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.   

In der nächsten Stufe, dem nächsten der Podcast-Serie (4/4) geht es um die kontinuierliche Optimierung Ihrer Projektmanagement-Software. PPM-Tool Ausbau: Wenn Sie Ihr Tool optimieren wollen (+Tipps) (theprojectgroup.com)      


Wenn Sie Fragen haben oder Unterstützung benötigen, stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung unter www.theprojectgroup.com/kontakt .     


Weitere Informationen zum Thema  

Sie möchten in dieses Thema tiefer reinhören? Dann setzen Sie Ihre Kopfhörer auf und lauschen Sie den Experten Johann Strasser und Dr. Thomas Henkelmann in dieser Podcast-Serie Teil 1-4:   

Teil 1: PPM-Tool Orientierung: Wenn‘s so nicht weitergeht (theprojectgroup.com)   

Teil 2: PPM-Tool-Auswahl: Wenn Sie ein PPM-Tool suchen, das passt (theprojectgroup.com)   

Teil 3: PPM-Tool-Implementierung: So führen Sie Ihr Tool erfolgreich ein (theprojectgroup.com)   

Teil 4: PPM-Tool Ausbau: Wenn Sie Ihr Tool optimieren wollen (+Tipps) (theprojectgroup.com)   


Was Sie jetzt tun können, um keine Praxistipps rund um das Projektmanagement zu verpassen   



Weitere PPM-Infos

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